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Studentenleben live

Die erste Woche - Teil 2

Die erste Woche im neuen Semester war nicht weiter auffällig, bis am Dienstag die Nachricht bekannt wurde, dass direkt neben unserer Hochschule eine Leiche im Gebüsch gefunden wurde und es sich dabei offensichtlich um ein Tötungsdelikt handelte. Über den Täter ist wohl noch nichts bekannt und gerade das macht viele Studentinnen ein wenig ängstlich. Ich lasse mich von so etwas im Normalfall weniger anstecken, aber es ist schon ein komisches Gefühl, wenn die Gegend hier jeden Tag aufs Neue von der Kriminalpolizei durchkämmt wird.

Der Mittwoch zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass ich meine erste Veranstaltung verschlief – und das am dritten Tag! Abends durfte ich beim Babysitten anstrengende Ins-Bett-Geh-Kämpfe austragen. Auch Vierjährige wollen ihren Standpunkt in dieser Sache immer durchsetzen. Seitdem läuft aber alles wie geplant. Zu meiner nächsten Veranstaltung kam ich pünktlich und genoss im Anschluss einen Freiblock, bevor drei weitere Seminare folgten und ich mich ins Wochenende verabschieden konnte.

Meine einzige Sorge bleibt, dass sich der Chef vom Schwarzlichtminigolf immer noch nicht gemeldet hat. Ich hatte mich dort Anfang September als Aushilfe beworben und er wollte mich eigentlich nach meinem Urlaub kontaktieren, um einen Termin zum Probearbeiten auszumachen. Mittlerweile bin ich fast davon überzeugt, dass er doch kein Interesse hat und ich mich erneut auf die Suche nach einem Nebenjob machen muss, aber das werde ich bald in Erfahrung bringen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Nov 3, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Nov 3, 2015

Studentenleben live

Die Neuen

Für mich gibt es heute nichts Selbstverständlicheres, als in die Uni zu gehen, in der Bibliothek nach einem Buch zu suchen, eine Hausarbeit zu schreiben und mich in der Mittagspause mit Freunden in der Mensa zu treffen. Immerhin besteht mein Leben seit drei Jahren nun aus genau jenen Dingen, die ein Student in seinem Alltag nun einmal so tut. Und ich bin ziemlich zufrieden damit.

Das Gute am Studentenleben ist, dass man sich seine Zeit meistens selbst einteilen kann, und deshalb bekomme ich alles eigentlich auch ganz gut unter einen Hut. Andere müssen das jedoch erst lernen. Meine beste Freundin zum Beispiel macht gerade eine 180-Grad-Drehung. Vor einem halben Jahr hat sie noch zu Hause bei ihren Eltern gewohnt, musste sich um nichts kümmern und hat während ihrer Ausbildung viel Geld verdient. Jetzt lebt sie weit entfernt in einer WG und beginnt ein Wirtschaftsstudium. Wie man Wäsche wäscht oder wie man damit umgeht, abends alleine zu Hause zu sein, das muss sie jetzt erst lernen. Und auch das mit dem Geld ist nicht zu unterschätzen. Denn in der Ausbildung, wenn man zum ersten Mal ein richtiges Gehalt bekommt, kann man sich Dinge leisten, die man als Student niemals kaufen würde. Wenn man dann plötzlich von weniger als 1.000 Euro im Monat leben muss, merkt man erst einmal, wie unnötig manche Dinge sind. Plötzlich weiß man Kleinigkeiten viel mehr zu schätzen, so wie Dosenpfand oder das gute Essen von Mutti.

Eine Sache wird meine Freundin aber ganz sicher aus der Bahn werfen: die vielen Menschen an der Uni. Denn während sie sich in ihrer Ausbildung ein Büro mit einer Kollegin geteilt hat, wird sie an ihrer Uni nun mit hunderten Erstsemestern konfrontiert, die genau wie sie auf der Suche nach neuen Freunden sind. Und das stellt sicher eine große Herausforderung für sie dar. Nachdem ich das Ganze schon hinter mir habe, kann ich behaupten, dass das Leben an der Uni einen noch viel erwachsener und selbstständiger werden lässt. Vielleicht ist ja gerade das das Tolle an dieser riesigen, neuen Erfahrung.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Nov 3, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Nov 3, 2015

Studentenleben live

Stressige erste Wochen

Die ersten drei Wochen des neuen Semesters liegen hinter mir und es wird Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen: Fest steht, das Semester ist stressiger, als ich erwartet hatte. Dadurch, dass ich jetzt von Montag bis Donnerstag Veranstaltungen in Bayreuth habe, mein Bett aber mittlerweile in Nürnberg steht, muss ich pendeln. Unglücklicherweise dauern meine Veranstaltungen an drei Tagen in der Woche bis nach 18 Uhr. Das liegt vor allem an dem Zusatzstudium in Umweltrecht, das ich nun offiziell begonnen habe. Aus diesem Grund, und der Tatsache, dass die Vorlesung zum Öffentlichen Recht erst um 21 Uhr endet und der nächste Veranstaltungsblock am Tag darauf um 8 Uhr morgens wieder auf mich wartet, werde ich mittwochs mein persönliches Bett in Nürnberg gegen ein „Leihbett“ in Bayreuth tauschen. Zum Glück habe ich viele liebe und gute Freunde, die mich an diesen Tagen beherbergen.

Ich bin sehr erstaunt darüber, was ich auf meiner Pendler-Strecke schon alles erlebt habe und wen ich kennenlernte. Das ich auf der schönen Zugstrecke durch die fränkische Schweiz gut nachdenken, arbeiten und auch entspannen könnte, habe ich mir schon vor Semesterbeginn gedacht, dass diese ersten Wochen aber doch schon so aufregend werden würden, hat mich dann doch überrascht.

Letzte Woche habe ich im Zug eine Gruppe von Flüchtlingen kennengelernt, die von Bayreuth unterwegs zur Erstaufnahmestelle in Zirndorf war. Es hat mich tief bewegt, wie diese Leute – es waren wohl um die 20 Personen mit Kindern – sich ihren Weg suchen müssen. Dieser Weg führte sie in ein Land, dessen Sprache sie nicht verstehen, dessen Kultur ihnen fremd ist und das sie mit ungewohnt eisigen Temperaturen begrüßt. Es tat mir leid zu sehen, wie die Kinder vor Müdigkeit fast im Stehen einschliefen während ihre Eltern mit Husten zu kämpfen hatten.

Mein Resümee nach den ersten drei Wochen fällt also durchwachsen aus. Ich merke, dass mir der ganze Stress durch das Pendeln körperlich ziemlich zusetzt. Andererseits wird mir gerade durch den einen oder anderen Mitreisenden bewusst, dass meine Situation eigentlich nicht so schlimm ist. Aus diesem Grund sehe ich es mittlerweile gelassener, dass ich meinen Master wohl doch nicht in vier Semestern schaffen werde. Einerseits weil ich es nicht kann, da der Stress zu groß ist, und andererseits – das unterscheidet mich von so manchem anderen Passagier – weil ich es nicht muss.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Nov 3, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Nov 3, 2015