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Studentenleben live

Wie in 1001 Nacht

Es ist kaum zu glauben, aber nach einer Fährfahrt, die weniger als eine Stunde dauerte, bin ich auf einem anderen Kontinent: Afrika. Wahnsinnig, was dieses „kleine“ Mittelmeer für einen großen Unterschied macht.

Bei meiner Ankunft in Tanger bin ich unglaublich froh, Französisch sprechen zu können, denn mein Arabisch ist nichtexistent – außer dem lässigen „Salaam“, mit dem ich hier alle begrüßen kann. Mein Hostel in der Medina zu finden war eine absolute Katastrophe: Es gibt keine Straßenschilder, keine graden Wege, nur schmale, gezackte Gassen, die ins für mich Unbekannte führen. Zum Glück gibt es die hilfreichen Marokkaner, ohne die ich hoffnungslos verloren wäre – und die auch selbst ziemlich lange brauchten, um mich endlich zum richtigen Hostel zu bringen.

Nach einer kleinen Erschöpfungspause im Hostel traute ich mich fast nicht mehr raus. Wie sollte ich das je wieder finden, wenn ich einen Fuß hier raus setzte? Aber dann ging es auf in das Gewimmel, und wenn man sich einfach treiben lässt und keinen Anspruch hat, irgendetwas zu finden, dann findet man immer irgendetwas. Tolle Märkte, volle Gassen und überraschend viele nette und wenig aufdringliche Marokkaner. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich mein Hostel am Ende sogar alleine wieder finden würde.

Bis auf die zehnstündige Zugfahrt nach Marrakesch verging die Zeit hier wie im Flug. Eine dreitägige Tour führte mich durch Teile des Atlas-Gebirges, durch tausend Jahre alte Berber-Städte, vorbei an Oasen, kargen Felsen und Armut. Nach einem schaukligen zweistündigen Kamelritt verbrachte ich die Nacht unter dem wunderbaren Sternenhimmel der Sahara und ließ mir von einem Physik- und Mathematikdozenten das Universum erklären.

Danach ging das Entspannungsprogramm los: Ich traf meine Mutter, zusammen fuhren wir an die Atlantikküste und ließen unseren Tagesrhythmus von Lust und Laune bestimmen. Auf dem Markt kauften wir süße Früchte, unternahmen Ausflüge und gingen am Strand mit Pferden baden. Den Abschluss bildeten drei (anstrengende) Tage in der Hitze und dem Rummel von Marrakesch. Die nächste Etappe meiner Reise ist nun um, zwei Drittel meiner Ferien sind vorbei, und auch von Marokko bin ich begeistert.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 14, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 14, 2015

Studentenleben live

Eine Woche Ecuador

Ecuador ist für lateinamerikanische Verhältnisse ein eher kleines Land und trotzdem waren unsere Reisepläne viel zu groß. Wenngleich die Distanzen zwischen den Orten auf beschauliche Zeiten schrumpfen, ist es leicht, sich zu verschätzen. Unseren ersten Aufenthalt hatten wir in dem kleinen, schnuckeligen Vilcabamba, welches Seniorensitz vieler Auswanderer aus den USA ist. Wer lange unterwegs ist, mag es verlockend finden, dort einige Tage zu bleiben, doch wir wünschten uns das „richtige“ Ecuador kennenzulernen. Daher reisten wir gleich weiter nach Loja, in die musikalische Hauptstadt des Landes, wo sich außergewöhnlich viele Musikläden aneinanderreihen, aber sonst doch sehr wenig los ist.

Erst in Cuenca kamen wir zur Ruhe. In meinen Augen ist die Stadt eine der schönsten von Lateinamerika. Sie ist nicht groß und nicht klein aber sehr vielseitig. Cuenca hat es geschafft, uns eine Woche lang festzuhalten und dazu geführt, dass ein Reiseziel nach dem anderen von unserer geplanten Route verschwand, um die Möglichkeiten der Stadt auszuschöpfen. Sie ist Heimat von verschiedenen Museen, Galerien und Wandmalereien, die das Stadtbild bereichern. Einladende Restaurants und Bäckereien warteten überall auf uns und in der Umgebung besuchten wir den Nationalpark Cajas und ein Kunsthandwerksdorf. Ich hatte dort wirklich das Gefühl, dass die Uhren leiser ticken und konnte reichlich Atmosphäre tanken, bevor es dann zurückging nach Peru.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Oct 14, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Oct 14, 2015

Studentenleben live

Legofilm

Eine Sache hat mir im vergangenen Jahr an der Uni ganz besonders gut gefallen: Die Produktion unseres Films „Inklusion statt Perfektion“. Angefangen hat alles damit, dass das Sozialministerium Baden-Württemberg die Kampagne „DuIchWir“ zum Thema Inklusion gestartet hat. Unser Seminar für Film und Fernsehen sowie Veranstaltungen anderer Hochschulen bekamen den Auftrag, Filme zum Thema Inklusion dafür zu drehen.

Es war gar nicht so einfach, Schauspieler mit Behinderungen zu finden, die zu dem Drehbuch passen, das wir uns ausgedacht haben, und die auch noch unentgeltlich mitmachen wollten. Daher hatten wir die Idee, einen Stop-Motion-Film mit Legomännchen zu drehen, bei dem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. Die Legomännchen haben wir entsprechend angepasst, indem wir etwa einen Rollstuhl gebastelt oder ein Männchen mit Sonnenbrille und Blindenstock ausgestattet haben. An fünf Tagen waren wir von morgens bis abends im Filmstudio und haben in künstlichem Licht 2.200 Bilder geschossen. Anschließend bearbeiteten wir sie, komponierten Musik, schrieben einen Sprechertext, sprachen diesen ein und betrieben „Voice Acting“. Das heißt, wir sprachen im Tonstudio alle Stimmen, Töne und Geräusche ein, die später im Film zu hören sind. Zusammen mit dem Film gaben wir noch ein Drehbuch und einen Produktionsplan ab.

Im Herbst wird unser Beitrag nun veröffentlicht. Er wird im Weltethos-Institut in Tübingen ausgestellt, auf der Website der Kampagne verlinkt und es kann im Rahmen eines Wettbewerbs für ihn abgestimmt werden. Wir sind sehr gespannt wie wir abschneiden – in jedem Fall aber stolz auf uns.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 13, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 13, 2015