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Studentenleben live

Lernen im Mondschein

Momentan ist es unheimlich heiß und schwül. Bei der Hitze kann ich mich einfach nicht auf meine Unterlagen konzentrieren. Ich reiße das Fenster auf, heiße Luft strömt herein, also mache ich es schnell wieder zu. Dann muss eben doch der Ventilator für Erfrischung sorgen. Oder eine kalte Dusche. Das verschafft zumindest kurzzeitig Abkühlung.

Dann wieder ab an den Schreibtisch und die Erzählstruktur des Textes beschreiben. Nach einer Stunde sitze ich immer noch dort und habe keine Zeile geschrieben. Normalerweise bin ich nach einer halben Stunde mit so einer Übung fertig. Was ist denn heute los? Na gut, lege ich Literaturwissenschaft eben zur Seite und beschäftige mich mit Geschichte, vielleicht kann ich mich darauf besser konzentrieren. Aber Fehlanzeige. Mir ist einfach nur warm. So wird das nichts.

Dann erledige ich eben die Hausarbeit, da muss man nicht so viel nachdenken. Ich fahre auch noch schnell in die Stadt, erledige einige Einkäufe und esse ein Eis. Dann besuche ich noch meine Großeltern, die sich eine Krimiserie im Fernsehen anschauen.

Abends um acht Uhr kühlt es schließlich ab. Ich öffne alle Fenster und Türen und endlich weht ein herrlicher Luftzug durch die Wohnung. Solange es hell ist, lerne ich auf dem Balkon. Da ich den ganzen Tag nicht wirklich produktiv war, sitze ich bis spät in die Nacht am Schreibtisch. Aber das ist egal, denn es ist endlich kühler und ich kann mich mit der gebührenden Aufmerksamkeit dem Stoff widmen. Morgen soll es noch wärmer werden.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Aug 19, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Aug 19, 2015

Studentenleben live

Die Berge von Huaraz

Nach einer gut 22-stündigen Busreise kamen wir wieder in Lima an. Es folgten eine heiße Dusche und ein halber Tag Erholung, ehe meine Reisegefährtin und ich die letzten vier Tage ins Auge fassten, die uns blieben, bis sie in den Flieger steigen würde, um nach Deutschland zurückzukehren. Limas Beiname „die Graue“ rührt von der dichten Nebeldecke, die im Winter über der Stadt hängt. Deshalb wollten wir auf keinen Fall zu lange hier bleiben. Als uns Freunde Fotos von Huaraz zeigten, war die Entscheidung getroffen und wir packten in Windeseile unsere Koffer. Eine Nacht lang würden wir fahren müssen, aber das nahmen wir gerne in Kauf.

Die drei Tage in Huaraz waren wohl das Beste, was wir mit der Zeit machen konnten. Am ersten Tag sahen wir uns die Stadt an und kletterten auf einen nahen Hügel, der auch als Aussichtsplattform dient. Für die anderen beiden Tage hatten wir geführte Touren gebucht. Die erste Wanderung führte uns zur Laguna 69. Der Weg dorthin glich einem Spiel aus Farben und Formen. Und wenn man die Höhe verträgt, dauert es auch nur angenehme drei Stunden lang. Am zweiten Tag ging es dann zur Laguna Churup, die zwar etwas tiefer gelegen ist, jedoch einen viel längeren Aufstieg mit sich bringt. Auf den letzten Metern mussten wir sogar einen Wasserfall und eine Felswand hochklettern. Aber die Belohnung für die Strapazen war unglaublich: Beide Bergseen leuchteten in einem so klaren Blau, wie ich es nie für möglich gehalten hätte!

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Aug 19, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Aug 19, 2015

Studentenleben live

Stress, Stress, Stress

Und dann ging es plötzlich ganz schnell und ich konnte die Tage bis zur Abgabe der Bachelorarbeit an einer Hand abzählen. Fünf Tage vorher sammelten sich unzählige Kaffeebecher und Club-Mate-Flaschen vor der Bib, ab und zu schallte ein hysterisches Lachen durch die Stille und permanent liefen Leute gehetzt an meinem Platz vorbei. Manche hatten keine Zeit mehr zum Essen, manche keinen Appetit mehr (außer der morgendlichen Kopfschmerztablette). Manche hatten Ohrensausen, manche Muffensausen. Aber das sind – zum Glück – Einzelfälle.

Der Rest ist (noch) einigermaßen entspannt. Bis auf ein paar verzweifelte Kommentare: „Meine Arbeit ist einfach nur schlecht“ oder „Ich versteh das alles nicht.“ Aus der Hausarbeitenphase haben wir jedoch gelernt, dass man es immer irgendwie schafft. Und so überwiegt – bei mir zumindest – statt Stress die Vorfreude.

Bis dahin arbeite ich mich langsam und gemächlich wie eine Dampfwalze durch meine Arbeit, gucke Fußnoten nach, recherchiere noch ein bisschen und hoffe, nicht noch einen Artikel zu finden, der etwas komplett Gegensätzliches zu dem sagt, was ich bisher gelesen habe oder einen komplett neuen Aspekt beleuchtet, den ich vorher total übersehen hatte. Aber eigentlich sollte alles im grünen Bereich sein – mit meinem zehn Seiten starken Literaturverzeichnis. Was soll da noch passieren? Meine Ansprüche habe ich ohnehin schon runtergeschraubt. Jetzt muss ich diesem niedrigeren Niveau nur noch den Feinschliff verpassen, dann kann ich mit einem dicken Grinsen im Gesicht zum Copyshop gehen.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 17, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 17, 2015