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Studentenleben live

Besuch in Huancayo

Huancayo ist eine Kleinstadt, über die kein Reiseführer viele Worte verliert. Trotzdem hatten wir in dem Ort ein geniales Wochenende. Es begann damit, dass wir der Familie eines Freundes einen Besuch abstatteten. Auch wenn dieser Freund nicht selbst da war, wurden wir sehr herzlich mit einem regional typischen, sehr deftigen Frühstück empfangen: Es gab Schafssuppe mit Kartoffeln und Brötchen mit Schweinefleisch.

Über die Familie wurden wir dann an Ricardo vermittelt, der als Taxifahrer arbeitet und uns einen guten Preis für eine Tagestour machte. Unsere erste Station war eine Lagune in der Nähe des Ortes. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir dort eine gemütliche Bootstour. Danach ging es weiter zur regionalen Molkerei, wo es gutes Softeis und sehr leckeren Käse gab. Unsere dritte Station war ein Franziskaner Kloster, wo uns ein lustiger Mönch mit brauner Kutte, bunter Sonnenbrille und Rangerhut durch das noch junge Kloster mit seiner Sammlung ausgestopfter Amazonastiere und uriger Werkstätten führte. Außerdem besichtigten wir eine Forellenzuchtstation, einen Kunsthandwerkermarkt und eine Sombrero-Werkstatt. Abends fanden wir im Zentrum noch eine Pizzeria mit Livemusik. Es war ein sehr voller, interessanter und erfüllter Tag, an dem wir Huancayo definitiv etwas besser kennenlernen konnten. Eigentlich schade, dass sich so selten Autoren von Reiseführern dorthin verirren.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 8, 2015

Studentenleben live

Maiball

Wie immer nutze ich jede Gelegenheit für eine Pause vom hanseatischen Studienalltag. Diesmal ist es der Maiball der Studienstiftung, der in Heidelberg stattfindet. Hier bekomme ich einen Einblick in ein ganz anderes Studentenleben als in Hamburg: Eine von Touristen und ausländischen Studierenden übervölkerte Kleinstadt mit einem Studierendenanteil von über 20 Prozent. Eine Uni, die im 14. Jahrhundert gegründet wurde und somit anders als die Bucerius Law School nicht grade ihr 15-jähriges Bestehen gefeiert hat. Eine kleine Innenstadt, die man in 15 Minuten problemlos durchlaufen hat. Idylle und Ruhe in einem grünen Tal mit Fluss und malerischen Häusern.

Heidelberg hatte ich schon einen Besuch abgestattet, nachdem ich im Film „Der Vorleser“ gesehen hatte, wie der Hauptdarsteller in einem alten Hörsaal in der Heidelberger Uni Juravorlesungen hörte. Dem folgte ein kleiner Anflug von „Ich will an einer alten Universität studieren und den wissenschaftlichen Geist atmen können“, sodass ich mir die Heidelberger Uni genauer angucken musste, bevor ich meinen Studienplatz an der Bucerius Law School angenommen habe.

Und jetzt? Bin ich froh über meine Entscheidung. Denn auch, wenn eine kleine Studentenstadt sicherlich ihren Reiz hat, freue ich mich darüber, nach zwei Tagen der Enge entfliehen und mich wieder in den Wirren einer Großstadt verlieren zu können.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jun 3, 2015

Studentenleben live

Ziellinie: Masterabschluss

Es ist soweit: Mein Kolloquium steht an. Einige meiner Kommilitonen haben es schon hinter sich. Ich bin eine der letzten, was ich aber nicht schlimm finde. Nicht, weil ich dadurch länger lernen kann (dazu gleich mehr), sondern weil ich mir anhören kann, wie es den anderen erging. Der erste Kommentar war: „Du weißt ja, wie präzise Professor X ist. Er möchte alles so konkret wie möglich und fragt alles Mögliche und nichts. Man kann sich auf dieses Kolloquium einfach nicht vorbereiten.“ Ein anderer Kommentar lautete: „Er hat mich Sachen gefragt, die ich in meiner Arbeit gar nicht behandelt, ja noch nicht einmal angeschnitten habe.“ Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt: War es wirklich so eine gute Idee, sich die Erfahrungen der anderen anzuhören? Ja und nein. Zwar weiß ich jetzt, was auf mich zukommt, aber ich weiß auch, dass es ganz schön unberechenbar ist. Wie soll ich mich bitteschön darauf vorbereiten? Alle Skripte noch einmal durchgehen? Sicherlich nicht. Auch wenn noch genug Zeit bis zur Prüfung ist. Als gelernte BWLerin habe ich das Kosten-Nutzen-Prinzip einfach zu sehr verinnerlicht: Das Kolloquium bringt mir mickrige zwei Credit-Points, also so gut wie gar nichts. Also bloß nicht allzu verrückt machen! Ich soll dabei doch bloß eine kurze Zusammenfassung meiner Masterarbeit geben und Fragen zu eventuellen Ungereimtheiten beantworten. Dann war’s das auch schon.

Somit werde ich erst einige Tage vor der mündlichen Prüfung damit beginnen, mir noch einmal die gesamte Arbeit durchzulesen. Anschließend notiere ich mir die wichtigsten Infos auf meinem allerletzten Uni-Lernzettel (yeah!), auch wenn das eigentlich unnötig ist: Genau genommen habe ich ja noch alles im Kopf. Das müsste doch reichen … oder?!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 3, 2015