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Studentenleben live

Glück im Unglück

Vergangene Woche hatte ich einen wirklich anstrengenden Tag. Ich hatte von 8 Uhr an elf Stunden Blockseminar zum Thema Umweltrecht, saß also den ganzen Tag im Hörsaal und fand es schon nach eineinhalb Stunden wirklich anstrengend. Ich hatte in der Nacht zuvor zu wenig geschlafen und war entsprechend müde. Außerdem musste ich meinem Mann Tschüss sagen, weil wir beide an diesem Wochenende getrennte Wege gehen würden. Gegen 19 Uhr verließ ich dann endlich den Vorlesungssaal und schaute auf dem Heimweg noch bei einem Supermarkt vorbei. Vollgepackt mit allerlei Einkäufen stand ich dann vor unserer Haustür. Ich wühlte in meinem Rucksack, wühlte immer weiter und immer tiefer, fand den Hausschlüssel aber trotzdem nicht. Verdammt. Das konnte doch nicht wahr sein! Ich hatte noch nie meinen Schlüssel vergessen! Natürlich war mein Handy-Akku so gut wie alle und: Ich musste dringend aufs Klo. Was also tun? Ein Anruf konnte vielleicht noch klappen, also entschied ich mich, es bei einem Freund zu probieren, bei dem ein Ersatzschlüssel gelagert ist. Gott sei Dank! Er ging ran und versprach mir, den Schlüssel vorbeizubringen. Mein Tag war gerettet und ich durfte den Gedanken an eine Nacht unter der Brücke doch wieder verwerfen. Um die Wartezeit zu überbrücken, klingelte ich bei einer Freundin, die nebenan wohnt. Wie sich herausstellte, kam ich gerade richtig zum Abendessen und wurde so spontan zum Spargelessen eingeladen. Wenn das nicht mal Glück im Unglück ist!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  May 12, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
May 12, 2015

Studentenleben live

Begegnung mit einem Wildschwein

Wenn ich richtig informiert bin, bekommen Wildschweine zwischen März und Mai ihre Jungen. Außerdem sind Wildschweine keineswegs nur nachtaktiv; sie haben sich vielmehr der Bedrohung durch den Menschen angepasst und gehen ihm auch tagsüber aus dem Weg. In freier Wildbahn sieht man sie deshalb selten, da sie ein hervorragendes Gehör und einen sensiblen Geruchssinn besitzen.

Das Wildschwein, mit dem ich beinahe zusammengestoßen wäre, muss also taub gewesen sein und eine verstopfte Nase gehabt haben. Anders kann ich mir diese Begegnung nämlich nicht erklären. Ich war auf dem Weg in den Wald, um einen Spaziergang zu machen, und lief an einer betonierten Straße entlang. Links waren Felder, auf denen regelmäßig gearbeitet wird, rechts befand sich ein schmales Waldstück. Ich lief an einer Baumgruppe vorbei und sah auf einmal durch die Bäume die Umrisse eines Tieres. Zuerst hielt ich es für einen Hund doch ziemlich schnell wurde mir klar: „Wildschwein voraus“.

Zwischen mir und dem Tier waren keine drei Meter mehr. Langsam ging ich rückwärts den Weg zurück, auf dem ich gekommen war. Fast schon erleichtert, dass mich das Wildschwein nicht bemerkt hatte, wollte ich mich gerade umdrehen, als ein schwarzer Kopf hinter einem Baumstamm hervorlugte. Langsam ging ich weiter rückwärts. Soweit ich weiß sind Wildschweine eigentlich harmlos, es sei denn, sie fühlen sich bedroht und haben keine Fluchtmöglichkeit. In meinem Fall war diese jedoch zum Glück gegeben. Nach einer Weile verschwand die Bache mit ihren Frischlingen seelenruhig im Waldstück. Wahrscheinlich habe ich mich mehr erschrocken als das Tier.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 12, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 12, 2015

Studentenleben live

Frustrationsverbot

Was mache ich eigentlich hier? Diese Frage stellt sich bestimmt jeder Jura-Student mindestens einmal in seiner studentischen Laufbahn. Schon wieder dutzende Bücher wälzen, sich durch den Dschungel tausender Meinungen zu irgendeinem Streitstand schlagen, um dann bei der Klausur doch wieder nur gemeine fünf Punkte unter die eigene Leistung gesetzt zu bekommen. Selbst wenn man das Gefühl hat, gut vorbereitet gewesen zu sein und die Aufgaben gut gelöst zu haben – eine Garantie auf eine hohe Punktzahl gibt es nicht. 18 Punkte? Träum weiter.

Also, was soll dann das Ganze? Die Theorien reichen von „wir beweisen, dass wir besonders gut leiden können“ bis „man muss ja irgendwann auch mal lernen, mit Frust klarzukommen“. Egal was dahintersteckt – der unendliche Drang nach Perfektionismus, die Vorbereitung darauf, im Beruf wichtige Entscheidungen zu treffen und Rückschläge zu erleiden –, Grübeln hilft nicht. Stattdessen gilt das Frustrationsverbot. Scheuklappen aufsetzen, nicht auf die Noten gucken, einfach durchziehen. Und nach einem Blick aus dem eigenen Mikrokosmos heraus sinkt auch das Frustpotenzial erheblich. Andere haben es auch nicht immer leicht.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 11, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 11, 2015