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Studentenleben live

Schule vs. Uni

Es ist ungefähr zweieinhalb Jahre her, dass ich einen Blogbeitrag darüber geschrieben habe, worin aus meiner Sicht die Unterschiede zwischen Uni und Schule bestehen. Nach zwei Wochen Praktikum muss ich allerdings sagen, es bestehen auch Unterschiede zwischen Schule und Uni, die man erst dann bemerkt, wenn man nach einigen Semestern Studium im Unterricht hospitiert.

Neben dem frühen Aufstehen – an das ich mich nach der ersten Woche aber fast gewöhnt habe – stört mich besonders das Handyverbot. Als Praktikantin kann ich zwar nicht wie die Schüler nach dreimaliger mündlicher Ermahnung mit einem Elternbrief bestraft werden, aber trotzdem will ich natürlich nicht im Unterricht die ganze Zeit am Handy hängen und damit ein schlechtes Vorbild für die Schüler abgeben. Als Handy-Suchti kann ich es zwar auch mal ein, zwei Stunden ohne Handy aushalten. Aber wenn ich merke, dass ich eine neue Nachricht bekommen habe, werde ich leicht hibbelig, weil ich bis zur nächsten Pause warten muss, um im Lehrerzimmer nachlesen zu können, wer mir was geschrieben hat. Kein Handy benutzen zu dürfen ist natürlich verständlich, aber wenn man von der Uni kommt, wo es kaum einen Dozenten interessiert, mit wem man während der Vorlesung über welche Kanäle kommuniziert, ist es schon eine Umstellung.

Auf den Unterricht bezogen lässt sich ebenfalls ein deutlicher Unterschied feststellen: Während an der Uni eher Frontalunterricht gelebt wird, sieht Schulunterricht im Wesentlichen so aus, dass der Lehrer Aufgaben stellt, damit die Schüler in die richtige Richtung gelenkt werden und die Lösungen selbst herausfinden. Auch wenn Schüler noch Fragen haben, geben die Lehrer diese in der Regel an den Kurs zurück und geben nur dann selbst die Antwort, wenn niemand aus der Klasse eine Idee hat.

Abwechslungsreich finde ich die vielen verschiedenen Fächer. Klar gibt es bei den Germanistik- und Soziologiekursen auch gewisse Unterschiede, aber von der Art her sind die Seminare doch zum Großteil ähnlich gestaltet. In der Schule hat man auch als Praktikantin unterschiedliche Kurse. Gerade Deutsch, Mathe und Sowi sind angenehm unterschiedlich, sodass einem nicht langweilig wird.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 19, 2015

Studentenleben live

Lima in vier Tagen

Vor Beginn des Praktikums habe ich vier Tage, um die Stadt zu erkunden. Neben den ganzen organisatorischen Dingen, die zum Leben hier einfach wichtig und gut zu wissen sind – Banken, Supermarkt, Fahrrad –, habe ich beschlossen, auf Touristin zu machen.

Mit Kamera bewaffnet, Sommerkleid und Sonnenschutz 50+ lief ich in Barranco los. Rechts, links, geradeaus, im Zickzack durchs Viertel und zum Eisenbahnmuseum. Ich ging über die „Brücke der Seufzer“, welche bei genauem Lauschen zu seufzen scheint unter dem Gewicht der Knutschenden, Verliebten und zum Fotoshooting verabredeten Pärchen. Auf dem Plaza Central tanzten Jugendliche Hip Hop. Galerien und Läden mit Kunsthandwerk fanden sich im verzweigten Straßennetz und ein Hauch Hippie-Kultur wehte von der Kulturmesse herüber. Dazwischen reihen sich unzählige Bars, Kneipen und Restaurants aneinander und laden ein zum Verweilen.

Am zweiten und dritten Tag ging ich ins Zentrum und ins Szeneviertel Miraflores. Beide sehr sehenswert. Katzen- und Kaffeefreunde sollten zum Parque Kennedy. Es gibt auch ein Schokoladenmuseum und nette Kinos mit englischsprachigen Filmen.

Der vierte Tag führte mich dann raus aus Lima nach Pachacamac. Pachacamac bezeichnet einen Tempel und Wohnkomplex, errichtet von den Wari. Später wurde die Stadt von den Inka erobert. Der Ort liegt in der Wüste. Tatsächlich ist ganz Lima von Wüste umgeben, nur merkt man dies nicht. Pachacamac ist da anders, unbewässert, ungrün und unschön wehten mir Staub und Sand nur so um die Ohren. Immerhin der Ausblick vom Sonnentempel auf das Meer bot eine angemessene Entschädigung für die Strapazen des Weges. Doch empfehlenswert ist der Besuch wohl nur für Fans der Archäologie.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 18, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 18, 2015

Studentenleben live

Master of disaster

Was in Berlin schon seit beinahe zehn Jahren gängige Praxis ist, verbreitet in Baden-Württemberg gerade Angst und Schrecken: Das Lehramtsstudium wird zum Wintersemester 2015/16 auf Bachelor und Master umgestellt. Konkret heißt das, dass an den Unis drei Prüfungsordnungen im Lehramt parallel laufen werden: die Wissenschaftliche Prüfungsordnung (WPO), die Gymnasiallehrerprüfungsordnung (GymPO) und das neue System. Außerdem: Chaos, Chaos, Chaos und viele offene Fragen. Dass das neue System eingeführt wird, ist klar, aber wie genau, das wird sich zeigen. Oder auch nicht.

Die Fachdidaktik und die Pädagogik sollen in Zukunft mit der Pädagogischen Hochschule besser verzahnt werden. An sich löblich. Doch was genau ist mit den Fächern, die es an der PH gar nicht gibt, weil sie nur an Gymnasien unterrichtet werden und nicht an Grund-, Haupt- und Realschulen, für die die PH ihre Studis ausbildet? Zum Beispiel meine Fächer Latein und Griechisch?

Kann man im neuen System auch drei Fächer studieren, oder nur zwei? Und wann genau muss man sich für das Lehramt entscheiden? Zu Beginn des Studiums oder nach dem Bachelor?

Zum Glück bin ich noch im „alten System“ GymPO. Ich dachte, ich kann mein Studium so fortsetzen wie bisher, bis ich eine offizielle Mail an alle Studierende des Lehramts erhielt, in der alle möglichen Auswirkungen auch auf die „alten Hasen“ aufgelistet waren. Sollte jemand ein Fach wechseln wollen oder müssen, weil er oder sie bestimmte Prüfungen nicht bestanden hat, dann muss der Wechsel jetzt, also zum Sommersemester, geschehen. Dafür werden manche Fächer extra auch im Sommer angeboten, die seit einigen Jahren nur im Winter zur Auswahl standen. Hoffentlich ändere ich meine Meinung zu meinen Studienfächern nicht, sonst wird es kompliziert.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Mar 17, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Mar 17, 2015