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Studentenleben live

Ab nach Spanien

Um dem kalten Wetter in Deutschland zu entfliehen, bin ich mit meinem Freund nach Spanien geflogen. Unser erster Halt war Valencia, wo wir eine gemeinsame Freundin besuchten, die uns netterweise auch vom Flughafen abgeholt hat. Wir hatten uns drei Monate nicht mehr gesehen und so war das Wiedersehen wirklich schön! Ein paar Tage haben wir bei ihr und ihrer Mutter gewohnt, gemeinsam die Stadt besichtigt und die sonnigen Tage genossen. Wir kamen pünktlich zu den Vorbereitungen für das große Frühlingsfest namens „Fallas“ und haben viel davon mitbekommen: Jeden Tag um zwei Uhr nachmittags wurde für das Feuerwerk geübt bis das Trommelfell platzt. Valencia hat einen sehr schönen Strand, den wir besucht haben, obwohl kein Badewetter war. Auch der Hafen hat mir gefallen, besonders weil wir dort zufällig über einen Paella-Kochwettbewerb gestolpert sind. Paella ist das typische Reisgericht aus Valencia und während der Fallas gibt es anscheinend diverse Kochwettbewerbe. Besonders beeindruckt haben mich aber das historische Zentrum und sein moderner Konterpart: die Stadt der Künste und der Wissenschaften, ein moderner Gebäudekomplex im trockengelegten Flussbett des Turia. Architektonisch ist das der Wahnsinn!

Von Valencia aus sind wir weiter nach Madrid. Hier besuchten wir eine Freundin, die ich noch von meiner Zeit in Mexiko kenne. Die Familie dieser Freundin ist sehr groß: vier Schwestern, ein Cousin – und natürlich die Eltern. Jetzt sind noch wir zwei zu Besuch … Man kann sich vorstellen, was da los war! Aber es war toll, mit all diesen Menschen rumzuhängen und Ausflüge ins Umland zu unternehmen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Mar 16, 2015

Studentenleben live

Eins, zwei - nein, drei!

Fehlkommunikation ist ärgerlich. Gerade, wenn es darum geht, etwas zu koordinieren, muss am Ende alles umgeworfen und neu geplant werden. Das bedeutet nur unnötigen Stress und Ärger für alle Beteiligten.

Genau das war auch mein erster Gedanke, als ich am ersten Praktikumsmontag in der Schule meinen Stundenplan bekam. Neben einigen Deutschstunden hatte ich statt Mathe nur sozialwissenschaftlichen Unterricht und Politikkurse zugeteilt bekommen. Das Missverständnis ließ sich schnell aufklären, einen neuen Stundenplan konnte mir die Praktikumsbetreuerin aber erst für Mittwoch erstellen. Die ersten zwei Tage sollte ich mich einfach an den zuerst erhaltenen Plan halten.

Ich hatte ein leicht schlechtes Gewissen, dass ich meinen Mathe-Wunsch offenbar nicht deutlich genug kommuniziert hatte, weil die Lehrerin ja jetzt mit meinem neuen Stundenplan zusätzliche Arbeit hatte. Zugleich hatte ich aber direkt ein bisschen weniger Lust auf das Praktikum. Sowi und Politik waren in der Schule Fächer, die okay waren, aber sicherlich nicht zu meinen Lieblingen zählten. Mein Unmut legte sich aber sofort in der ersten Sowi-Stunde. Der Kurs war relativ klein und das behandelte Thema kannte ich aus meiner Lieblingsvorlesung. Kurzum: Ich bekam tolle Diskussionen geboten.

Die Politik-Doppelstunde in einer siebten Klasse kratzte zwar an meinem Ego – es ist schon deprimierend, wenn acht, neun Jahre jüngere Schüler die Zusammenhänge der Krim-Krise genauer kennen als man selbst – aber auch da fand ich den Unterricht super.

Die ersten Praktikumstage haben daher schon jetzt meine Pläne verändert. Was, wenn ich nicht zwei, sondern drei Fächer auf Lehramt studieren würde? Dass der Studiengang zumindest in Bonn nicht direkt darauf ausgelegt ist und man klassischerweise zwei Fächer auf Lehramt studiert, ist mir klar. Aber ich würde viele allgemeine Fächer angerechnet bekommen und müsste nur vereinzelt Sachen aufholen. Fürs Erste habe ich den Stundenplan also erneut umgebastelt, sodass doch ein Sowi-Kurs dabei ist. Wie ich am Ende des Praktikums darüber denke, wird sich noch zeigen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Mar 13, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Mar 13, 2015

Studentenleben live

Worauf es im Leben ankommt

Vier Wochen nach Trimesteranfang war der letzte Rest südafrikanische Gelassenheit, den ich versucht habe, mir zu bewahren, fast gänzlich verschwunden. Der Stress geht langsam wieder los. An jedem zweiten Wochenende musste ich Klausuren schreiben, die ich zur Zulassung zum Staatsexamen bestehen musste, Außerdem hatte ich eine Probeklausur, die ausgerechnet am Valentinstag stattfand. Wenn man in so einer Phase wieder in seiner eigenen Blase aus Lernen und Klausuren versinkt, kann eine Relativierung der eigenen „Probleme“ nicht schaden.

Seit Anfang des Jahres bin ich Mitglied in der „Law Clinic“, einem Programm der Bucerius Law School, bei dem Anwälte eine ehrenamtliche Rechtsberatung anbieten und dabei von Studierenden unterstützt werden. Würden wir selber beraten, wäre das wahrscheinlich eher schädlich als hilfreich ... Und so sitze ich zum ersten Mal in einer Beratung und höre mir Probleme an, die so ganz anders sind als mein Klausuren-Stress. Bei einem Großteil der Ratsuchenden geht es um nicht bezahlte Sozialleistungen. Besonders mitgenommen hat mich das Schicksal eines Nordafrikaners, der 21 Jahre lang in einem Betrieb in Deutschland gearbeitet hat, seine Tätigkeit jetzt aber wegen starker gesundheitlicher Probleme nicht mehr ausüben kann. Dieser Job war seine Existenzgrundlage und nun weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Ich bin überzeugt, diese Beratungen sind eine sehr gute Möglichkeit, gerade in Zeiten von PEGIDA, Berührungspunkte mit in Deutschland lebenden Ausländern aufzubauen und in der Gesellschaft bestehende Vorurteile abzubauen. Und sich daran zu erinnern, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als ein „gut“ in der nächsten Strafrechtsklausur.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Mar 12, 2015