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Studentenleben live

Dreiklassengesellschaft

Wer Zeit und Geld hat, der fährt erster Klasse mit der Bahn. Meistens gibt es einen Kaffee oder eine Zeitung, Speisen bringt der Zugbegleiter an den Platz. Er beantwortet zudem alle Fragen liebenswürdig, fast untertänig. Die Zielgruppe der ersten Klasse ist äußerst homogen: Betuchte ältere Damen, Business-Leute und solche, die es sein oder mal werden wollen. Einmal habe ich den Fehler gemacht, mich mit meiner knallbunten Hipster-Indie-Hose in die erste Klasse zu setzen. Ich fühlte mich wie ein Ekzem, wurde schräg angeguckt und vom Personal doppelt und dreifach kontrolliert ...
Wer ein bisschen Geld hat, gut ist im Sparpreise finden oder einfach nur Wert auf ein Mindestmaß an Komfort und Beinfreiheit legt, fährt ebenfalls mit der Bahn – allerdings zweiter Klasse und selbstverständlich ohne eine sündhaft teure Platzreservierung. Aber vor allem international ist dieser preiswert organisierte Bahnverkehr kompliziert – entweder man hat Ahnung oder man greift doch wieder mal tief ins Portemonnaie.
Und dann gibt es da noch diejenigen, deren Portemonnaie keinen Spielraum in die Tiefe lässt. Die fahren dann dritter Klasse: mit dem Fernbus. Warum dritter Klasse? Jeder, der größer als 1,70 Meter und mit einer Schuhgröße von über 42 gesegnet ist, wird wissen, wovon ich rede. Man sieht sich mit großen Raumproblemen konfrontiert und leidet beinahe körperlich. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für den armen Nebensitzenden, den man in der verzweifelten Bemühung, eine angenehme Position für die 14-stündige Nachtfahrt zu finden, alle zwei Minuten mehr oder minder brutal anstupst ...

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Feb 25, 2015

Studentenleben live

Studium: Go for it!

Das ist der Kreislauf der Dinge: Ich ziehe aus Berlin weg und eine sehr gute Freundin von mir zieht her. Ich beende mein Studium und sie spielt mit dem Gedanken, eins zu beginnen. Wir haben intensiv über diesen Schritt gesprochen, sie ist sich nämlich noch nicht ganz sicher. Nach dem Abitur hat sie zunächst eine Ausbildung und schließlich eine Weiterbildung absolviert. Durch diese Weiterbildung hat sie schnell aufsteigen können. Dennoch verspürt sie den Wunsch, sich noch weiter zu bilden. Ein Studium an einer Fachhochschule wäre da perfekt. Sie könnte auf ihrer Berufserfahrung aufbauen und sich somit für die nächsten Sprossen auf der Karriereleiter qualifizieren. Trotzdem hat sie Angst, dass sie nach Beendigung eines Studiums zu alt sein könnte. Ich habe ihr gleich eine Vielzahl von Gegenbeispielen bieten können, bei denen das Alter gar kein Problem ist. Mein Verlobter war bei Beendigung seines Masterstudiums beispielsweise 29. Jetzt arbeitet er bei VW und gehört in seinem Team mit zu den Jüngeren. Zweites Beispiel: (Ehemalige) Kommilitonen. Schon in meinem Bachelor gab es viele, die 25 oder älter waren. Einer war sogar schon 30. In meinem Master wird eine Kommilitonin demnächst 33. Auch sie hat vor dem Studium eine Ausbildung gemacht.

Wie ihr also seht, lautet meine Devise: Go for it! Ich denke, ein (absolviertes) Studium ist niemals umsonst. Es zahlt sich immer aus und öffnet zum Beispiel Türen, die vorher verschlossen waren. Genau das sollte man sich immer vor Augen halten, wenn man mal frustriert über den Büchern hängt und für eine Klausur büffelt. Natürlich kann man aber auch ohne Studium ein tolles Arbeitsleben haben. Am Ende muss es jeder für sich selbst entscheiden.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 25, 2015

Studentenleben live

Von der MA-Verteidigung in den Flieger

In meinem Kopf hatte ich es immer wieder vermieden weiter darüber nachzudenken, doch nun lässt es sich nicht mehr verdrängen: Die Verteidigung der Masterarbeit will noch geschafft werden als letzter Schritt auf dem Weg zum Studienabschluss. Da die Ausreise für mich schon viel präsenter ist, musste ich mich immer wieder daran erinnern, dass am folgenden Donnerstag meine Anwesenheit in der Uni nochmal erwünscht war. Unter diesen Umständen fiel es mir auch reichlich schwer, mich auf die Prüfung konzentriert vorzubereiten, da sie mir trotz ihrer relativen Wichtigkeit (im CP-System) sehr nebensächlich vorkam.

Als der Tag dann endlich da war, war ich doch tatsächlich aufgeregt, was es mir leichter machte, mich endlich auf das Kommende zu fokussieren. Im Nachhinein hat die Prüfung sogar Spaß gemacht, da sie mir endlich die Gelegenheit gab, über die Inhalte, die ich monatelang alleine und ohne große Rückkoppelung bearbeitet hatte, zu sprechen. Zum Teil kamen auch einige gewiefte Fragen; doch nichts, was sich mit einigem Nachdenken nicht meistern ließ.

Das war es erst mal mit der Uni. Bye, bye schönes Studentenleben, bye, bye Forschung. Es geht wieder etwas Neues los ... Statt Arbeitssuche lautet mein nächstes Projekt erst einmal: Lima. Bald fange ich dort ein sechsmonatiges Praktikum an.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Feb 24, 2015