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Studentenleben live

Telefon-Phobie (Teil 2)

Mit diesem Vorwissen kann man sich vorstellen, dass ich nicht besonders glücklich darüber war, als ich letzte Woche meinen Rucksack an der Bushaltestelle liegen ließ und ihn eine Viertelstunde später schon nicht mehr dort auffinden konnte. Das Ladekabel für mein Handy den und Laptop sowie meinen Lieblingspulli und zwei Bücher für meine Hausarbeit nicht mehr zur Verfügung zu haben, ist schon ziemlich ärgerlich. Die Tatsache, dass ein Telefonat die schon recht teuren Neuanschaffungskosten verhindern könnte, löste fast eine Panikattacke bei mir aus.

Eine Woche später muss ich jedoch sagen, dass meine Telefon-Phobie fast geheilt ist. Der tägliche Anruf beim Rheinbahn-Fundbüro ist fast schon Routine geworden und mittlerweile bringe ich meinen Namen und die Frage nach dem rot-weiß karierten Rucksack beinahe lässig über die Lippen. Auch wenn ich Telefonate immer noch unglaublich beängstigend finde, musste ich feststellen, dass einem dabei schließlich wenig Schlimmes passieren kann und die Phobie vielleicht ein bisschen übertrieben ist.

Die Anrufe haben – genau wie die täglichen Besuche beim örtlichen Fundbüro (bei denen offenbar niemand ans Telefon geht, das war mir dann doch zu viel nervliche Belastung) und das „Rucksack verloren“-Plakat an der Haltestelle – allerdings bisher leider keinen Rucksack-Fund zu Tage gebracht, sodass ich heute dann doch Ladekabel und Bücher nachbestellen musste, um nicht noch mehr in meinem Zeitplan zurück zu fallen.

Dennoch habe ich immerhin ein bisschen Angst vorm Telefonieren verloren, sodass man der Sache zumindest ein wenig Positives abgewinnen kann. Und vielleicht wartet irgendwann in den nächsten Tagen dann doch noch mein Rucksack im Fundbüro. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Sep 25, 2014

Studentenleben live

MAMF-Festival

Sommer, Musik und Festival ist ein unschlagbares Dreier-Gespann. Seit ich zum ersten Mal bei „Roch im Park“ war, sind die Festivals, zu denen ich fahre, Jahr für Jahre immer kleiner und auch familiärer geworden. Es folgten die kreativ-alternative „Fusion“, das indie-popige „Dockville“, das „Immergut“ und das „Upgrade“.

Vergangenes Wochenende habe ich das „Müssen-Alle-Mit-Festival“ (MAMF) in Stade zum ersten Mal besucht. Stade ist ein kleines, beschauliches Örtchen im Süden von Hamburg. Seitdem mein Bruder dort arbeitet und lebt, fahren meine Freunde und ich häufiger in die idyllische Stadt Nordniedersachsens.

Neben Bernd Begemann traten William Fitzsimmons und „Mozes and the Firstborn“ auf. Der Headliner des Abends war Thees Uhlmann. Wir hatten schon im Vorfeld gerätselt, wie es kam, dass er diesen Auftritt zugesagt hatte. Müsste ihm die Bühne nicht eigentlich viel zu klein sein? Beim Konzert verriet er es schließlich: Im Musikgeschäft am Bahnhof von Stade hatte er seine erste Gitarre erstanden. So war ein Lied auch dem Verkäufer gewidmet.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Sep 25, 2014

Studentenleben live

Medien - ein Blick zurück

Momentan liest man doch überall, wie globalisiert, vernetzt und schnelllebig alles ist. Dabei ist das noch gar nicht so lange so. Als meine Mutter studierte, gab es noch kein Internet und alles wurde mit der Schreibmaschine geschrieben. Und während wir uns heute über sämtliche Kanäle mit den neuesten Infos versorgen, gab es für meine Oma nur das Radio und die Zeitung für ihre Stadt. Sie erinnert sich noch an die Kriegsberichte aus dem Radio und an die Traueranzeigen für die vielen Gefallenen in der Zeitung. Für meine Mutter hingegen war das Radio insofern wichtig, als dass sie dort die neueste Musik hören und auf Tonband aufnehmen konnte. Nach 1945 unter der amerikanischen Besatzungsmacht kam dann eine Zeitung heraus, die sich vorwiegend mit Geboten, Verboten und Lebensmittelkarten beschäftigte. Das ist erst 70 Jahre her und kommt einem doch wie eine andere Welt vor. Was wird wohl in den nächsten 70 Jahren passieren?

Die medialen Entwicklungen werden allerdings nicht von allen positiv gesehen. Viele meiner Freunde finden es schade, dass man heute privat nicht mehr in die Bücherei geht, keine Briefe mehr schreibt, nicht mehr gemeinsam einen ganz besonderen Film im Fernsehen sieht und auch viel weniger telefoniert. Alles ist anonymer geworden und wird mit weniger Aufmerksamkeit durchgeführt (oder steckt man in einen Facebook-Kommentar so viel Mühe wie in einen handgeschriebenen Brief, den man zum Briefkasten bringt?)

Viele denken darüber nach, ihre Accoutns in den sozialen Medien wieder zu löschen, weil dort eine Scheinwelt inszeniert wird. Doch muss man auch anerkennen, dass wir in einer Medienkultur leben und es daher immer schwerer wird, das vermeintlich „reale“ Leben vom „unechten“ zu unterscheiden.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Sep 24, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Sep 24, 2014