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Studentenleben live

Harzwanderung

Der Harz ist nur einen Katzensprung von Magdeburg entfernt. Für mich war es von Anbeginn klar, dass ich Deutschlands nördlichstes Gebirge unbedingt besuchen möchte. Nun ja, ein früherer Versuch den Brocken zu besteigen, ist am Regen gescheitert. Auch jeder folgende Versuch dies nachzuholen, ist buchstäblich den Bach hinuntergegangen. Sieben Termine brauchte es, bis meine Freunde und ich uns nicht mehr vom Wetterbericht abschrecken ließen und beschlossen, dass sich die Kleidung anpassen müsse, wenn es das Wetter denn nicht macht.

Auf dem Harz regnet oder schneit es an über 140 Tagen im Jahr – so auch an dem Tag, an dem wir dort waren. Dennoch gut gelaunt, nahmen wir von Thale aus die Seilbahn zum Hexentanzplatz, um von dort aus eine etwa 18 Kilometer lange Route über Treseburg einzuschlagen und wieder zurück nach Thale.

Ausgestattet mit Wein, Baguette und Käse ließ sich die Tour sehr gut meistern. Der erste Teil der Strecke ist etwas langweilig. Man sieht nur Wald. Doch der zweite Teil ist landschaftlich wunderschön. Ein schlanker Pfad schlängelt sich zwischen Gebirgsbächen und zerklüfteten Felsen hindurch. Ein urwüchsiger Ort, wie er in den kultivierten Landschaften hierzulande doch eher selten zu finden ist.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Aug 29, 2014

Studentenleben live

Der letzte Monat in Koblenz

Während ich an meiner Bachelorarbeit geschrieben habe, habe ich mich immer auf die freie Zeit danach gefreut. Jetzt ist es soweit! Ich habe noch fünf Wochen, bis ich ins schöne Tübingen ziehen darf. Doch im Moment weiß ich nichts mit mir anzufangen. Kennt ihr das? Wenn ihr lange und intensiv an einem Projekt gearbeitet habt und das dann auf einmal beendet ist? Man fällt in ein Loch und fragt sich, was man denn sonst immer getan hat. Meine Freunde sind größtenteils auch schon weitergezogen – entweder ins Praktikum oder auf Reisen. Und so wird es still in Koblenz. Aber da ich ja weiß, dass die erste Zeit in Tübingen recht turbulent werden wird (es gibt viel zu entdecken, viel zu erledigen usw.), sollte ich es jetzt genießen, mit einem Buch im Bett zu liegen oder einfach nur Musik zu hören. Oft gehe ich durch die Stadt, lasse mich treiben und setze mich ins Café, bummle durch Geschäfte und so weiter. Immer mal wieder schreibe ich mit meinen zukünftigen Mitbewohnerinnen – das ist irgendwie seltsam, weil sie mir jetzt noch so fremd sind, ich aber weiß, dass wir vermutlich einmal recht eng sein werden.

Nein, Abschiede liegen mir nicht, so sehr ich das Neue auch liebe. Ich habe mir hier was aufgebaut, meine Freunde waren praktisch meine Familie, und jetzt ist diese Zeit vorbei. Tröstende Worte helfen da nur bedingt, weil es meiner Meinung auch wichtig ist, den Gedanken, dass das jetzt zu Ende ist, an sich ranzulassen und loszulassen (auch wenn die Freundschaften bestehen bleiben werden und mir die Erinnerung niemand nehmen kann, ich weiß). Manche Menschen werden auch nur für diese Zeit hier in meinem Leben gewesen sein und verschwinden bald wieder. Das muss man auch akzeptieren und eben nicht den Verlust sehen, sondern die Erfahrungen, die es einem gebracht hat.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Aug 28, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Aug 28, 2014

Studentenleben live

Planlos

Manchmal braucht es gar nicht viel, um vollkommen aus der Bahn geworfen zu werden. So geht es sicher nicht nur mir sondern auch zahlreichen anderen Studierende.

Ich glaube, es gibt zwei Arten von Studierenden. Erstere fangen einfach mit dem Studium an, weil sie nicht wissen, was sie sonst machen sollen, und harren der Dinge, die da auf sie zukommen. Aber um diese Sorte geht es mir heute nicht. Ich meine die anderen, die von Anfang an einen ungefähren Plan davon im Kopf haben, wieso sie das studieren, was sie studieren, und wo sie damit hin wollen. Das Problem mit Plänen ist aber, dass sie oft nicht so funktionieren, wie man sich das vorstellt.

Ich kann nicht behaupten, dass mein Studium vom ersten Tag bis jetzt vollkommen geradlinig verlaufen ist, aber ich finde, so lange ich dabei eine Idee im Kopf habe, wie das alles aufgehen kann, ist das auch nicht weiter schlimm. So fing ich zum Beispiel meinen Bachelor mit dem Hauptfach Germanistik und dem Nebenfach Anglistik zum Wintersemester 2012/13 in Bonn an. Aus persönlichen Gründen wechselte ich dann ein Jahr später an die Uni Göttingen. Das Blöde ist nur, dass dieses Fächersystem hier nicht angeboten wird, weshalb ich zum 2-Fach-Bachelor wechselte. Wäre ich in Bonn geblieben, hätte ich nun also vielleicht gar nicht das Problem, vor dem ich nun stehe: der praktischen Prüfung in Englisch. Von Anfang an hatte ich großen Respekt vor dem „Oral Competence Exam“ und trotz wochenlanger Lernerei bin ich durchgefallen. Halb so wild, würde ich mir denken, wenn es einfach daran gelegen hätte, dass ich zu faul zum Lernen war, und außerdem gibt’s ja immer noch den Zweittermin. Doch Pustekuchen! In Wahrheit habe ich nämlich gelernt wie eine Irre und auch einen Nachschreibetermin gibt es in diesem Modul nicht. Das bedeutet, wenn man durchfällt, muss man den ganzen verdammten Kurs noch einmal machen. Herzlichen Glückwunsch, Noelle!

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Aug 27, 2014