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Studentenleben live

Hürden bei der Bachelorarbeit – Die Zeit

Das Semester würde sechs Wochen früher enden. Das war genau die Zeitspanne, in der ich angedacht hatte, meine Bachelorarbeit zu schreiben. Juhu, dachte ich mir, buchte zwei Wochen Urlaub in Frankreich, zwei Wochen Sprachkurs in Tschechien und legte ein Seminar in diese Zeit. Dann blieben mir, Semesterferien mit eingerechnet, komischerweise insgesamt nur noch drei Wochen.

Das fiel mir allerdings erst auf, als die „Schreibzeit“ schon angebrochen war. Ich hatte kein Thema, keine Idee, keinen Plan und eigentlich auch keine Lust. Irgendwie schaffte ich es doch, mich einzulesen, raffte mich auf, endlich in die Sprechstunde zu gehen und schon mal ein Thema abzusprechen. In der ungewöhnlich langen Schlange vor dem Arbeitszimmer des Professors hörte ich mich vorsichtig nach dem Arbeitsstand meiner Kommilitoninnen um: Die eine stellte gerade ihre Gliederung vor, die andere war schon bei der Hälfte angelangt, der Dritten fehlte nur noch der Feinschliff. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Jetzt wurde es doch ganz schön stressig. Das erkannte ich vor allem an der Reaktion meiner Mitmenschen auf die Aussage: Ich habe noch drei Wochen. Sie reichten von unbändigem Mitleid bis hin zu der Frage, wie mein Plan B sei. Stressig. Drei Wochen – das schafft man doch wohl! Und jetzt ab in die Bibliothek. Alle gucken Fußball oder liegen in der Sonne. Inga guckt zwischen Uhr und Literatur hin und her.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jul 9, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jul 9, 2014

Studentenleben live

Starke Frauen

Das war mal wieder so eine richtige Pseudo-Gleichstellungs-Veranstaltung: Eine Rechtsanwältin aus einer Großkanzlei, die sich vor die Studenten stellt und erzählt, dass man auch als Frau Karriere machen kann. Vor die Studenten? Naja, eher vor die Studentinnen. Da wird dann wieder über die Frauenquote geredet, Diskriminierung am Arbeitsplatz, aber gerade diese Veranstaltung ist der beste Beweis dafür, dass Frauen und Männer immer noch nicht gleichgestellt sind. Sonst hatte man die Veranstaltung vielleicht „Familie und Karriere“ genannt und sie auch männlichen Kommilitonen schmackhaft gemacht.

Aber zum Glück habe ich genügend weibliche Vorbilder, um mich nicht abschrecken zu lassen. Unsere ehemalige Präsidentin zum Beispiel, die gerade zur Bundesverfassungsrichterin ernannt wurde. Beim Big-Band-Sommerkonzert kam Frau König gerührt auf die Bühne, als die Law School Gemeinde „God save the Queen“ für sie sang. Und beim Gang durch den Flur hörte ich, wie sie einer Kollegin begeistert berichtete, dass es bei ihr in der neuen Wohnung in Karlsruhe zum Glück einen Aldi um die Ecke gibt.

Außerdem die Mutter einer Freundin von mir, die sich endlich ihren lang ersehnten Wunsch erfüllt hat: studieren. Ihr Vater hatte ihr nur eine Ausbildung erlaubt, und jetzt, mit Mitte 40, hat sie endlich ihre Bachelorarbeit eingereicht – und sich nebenbei noch um den Haushalt gekümmert. Alles ganz selbstverständlich!

Und dann eine Bekannte meiner Mutter, die als Richterin mal eben von Privatrecht zu Strafrecht gewechselt hat. Die Lernsachen für Strafrecht waren im Urlaub mit dabei und jetzt ächzt sie jeden Tag unter meterhohen Stapeln Akten, wobei sie keine Ahnung hat, was im Gottes Namen sie genau damit machen soll. Motto: erstmal sortieren, dann weiterschauen. Aber so ist das – man wächst mit seinen Aufgaben. Und so bin ich optimistisch, trotz irgendwo anzukommen, wo es mir gefällt.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 8, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 8, 2014

Studentenleben live

Hürden bei der Bachelorarbeit - Der Studi-Ausweis

Wer es nicht im Kopf hat, der muss es halt in den Beinen haben. Wie wahr. Die Bachelorarbeit, die Vorbereitungen für meinen Auslandsaufenthalt, meine Sommerpläne, den Umzug, und ich weiß nicht was noch alles, begleiten mich Tag für Tag und Minute für Minute. Mein Kopf ist so voll, dass ich denke, er muss bald platzen. Dazu kommen eine fast chronische Müdigkeit und Kopfschmerzen von der schlechten Bibliotheksluft. Mission impossible für mich, unter solchen Umständen an alles zu denken. Schon zum zweiten Mal in diesem Monat heißt es: Wo ist mein Studi-Ausweis?! Das letzte Mal hatte ich ihn auf dem Tablett in der Mensa liegen gelassen (ich zweifle an meiner Intelligenz …), da hatte er sich aber immerhin schnell wieder angefunden. Jetzt zermartere ich mir schon stundenlang den Kopf, wo diese kleine viereckige Karte sein könnte – erfolglos. Mensa, Bibliothek, Univerwaltung, Studentenwerk, nirgendwo ist dieser Ausweis aufgetaucht! Und ich fühle mich ohnmächtig! Wie soll ich denn bitte mit meiner Arbeit vorankommen, wenn ich nichts scannen, kopieren, ausleihen, nicht einmal essen oder waschen kann?! Mal ganz abgesehen davon, dass ich heute den zweiten Tag damit verbringe, durch die ganze Stadt zu laufen und überall nach meinem Ausweis zu fragen. Womit wir beim Problem der Zeit wären …

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jul 7, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jul 7, 2014