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Studentenleben live

Wem gehört die Maus?

Das ist die Frage, die mich und meinen Mitbewohner seit ein paar Tagen beschäftigt. Nein, es ist nicht so, dass wir nachts ein Fiepen und Trippelschrittchen hören würden, oder dass wir Nagespuren an unseren Lebensmitteln gefunden hätten. Man hört ja alles Mögliche aus WGs und ist bereit. alles zu glauben. Vom verrückten Mitbewohner, der unbedingt seine Kleidung in der Küche ausbreiten muss, weil er sonst nicht schlafen kann, über völlig vermoderte Buden, in denen alles verfällt. Unsere Wohnung ist allerdings sehr gut in Schuss und meine Mitbewohner ganz normal. Mein einziger Fehler war, dass ich völlig verzweifelt auf der Suche nach einem Kühlpad in unserem Tiefkühlfach war – und ein tote Maus fand. Säuberlich verpackt in einer Fischfutterdose, innen auf eine Serviette gebettet. Wie kommt man dazu, einen Mäusekadaver neben Gemüse und Pizza im Tiefkühler zu konservieren? Nach dem Motto: eine Maus sollte man immer da haben, es könnten ja schlimme Zeiten kommen? Oder als Futter für ein anderes Haustier? Soweit ich weiß, wohnt in unserer Wohnung kein Aasfresser. Aber was weiß ich schon, schließlich ahnte ich auch nichts von Minimaus' Existenz. Bei einem toten Fisch oder einem Stück Fleisch hätte ich mir wahrscheinlich weiter nichts gedacht, aber die Maus beschäftigt mich. Ich kann kaum noch zum Kühlschrank gehen, ohne dass sich ein Brechreiz bemerkbar macht. Die Vorstellung, dass jemand diese Maus vielleicht essen wollte, ist einfach zu eklig. Wir warten jetzt noch, bis unser dritter Mitbewohner nach Hause kommt, vielleicht kann er ja die Geschichte aufklären und es löst sich alles ganz logisch auf. Danach sollten wir die Maus aber schnellstmöglich beseitigen und ihr ein würdigeres Grab als unser Tiefkühlfach gewähren.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Apr 29, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Apr 29, 2014

Studentenleben live

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Noch vorgestern paukte ich für eine der größten Klausuren in meinem Bachelorstudium und heute stelle ich mit verwirrtem Entzücken fest, dass diese Prüfung, die ich da gerade abgelegt habe, die letzte Prüfung vor meiner Bachelorarbeit war, die ernsthaft etwas zählt. Meine Pflicht ist getan. Alles, was jetzt noch kommt, ist mehr oder weniger die Kür. So schnell geht’s. Ich bin heilfroh, dass es soweit ist. Ich empfand dieses naturwissenschaftliche Bachelorstudium vor allem in den ersten drei Semestern als sehr anstrengend. Irgendwie hatte ich immer so viel zu tun, dass ich mit dem Lernstoff gerade so über die Runden kam. Und jetzt? Jetzt hab ich das Gefühl, doch schon so einiges zu wissen. Ich fühle mich sicherer in meinem Fach und in meinen Fähigkeiten und erkenne, dass sogar die Professoren die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben. Ich kann auch was! Zu meinem Glück fehlt mir nur noch, dass man mich nach meiner Meinung fragt. Aber bis das passiert, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Ich schätze mal, zumindest die Zeit, die es noch braucht, bis ich auch die Bachelorarbeit gemeistert habe. Das Bachelor-/Mastersystem hat, wie ich selber erfahren musste, doch ein paar Schwächen, aber etwas, was ich gut finde, ist, dass man nach drei Jahren die Möglichkeit hat, mit einem anerkannten Abschluss von der Uni zu gehen. Beim Diplom musste man da fünf Jahre durchhalten. Wer damals nach zwei Jahren feststellte, dass das Studium doch nicht der richtige Weg ist, musste in den sauren Apfel beißen, weil ein Abschluss dann noch in weiter Ferne lag.
Nach zweieinhalb Jahren Geoökologiestudium darf ich Gott sei Dank feststellen, dass dieses Studium das richtige für mich ist. Es macht mir immer mehr Spaß. Wie gut, dass ich in diesem Semester nicht mehr so viel Druck habe und mich deshalb, so hoffe ich, entspannt und freudig an die Bachelorarbeit heranwagen kann.

 

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Apr 23, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Apr 23, 2014

Studentenleben live

Die Sache mit den Dozenten

Im Prinzip kennen wir sie alle aus der Schule, diese Äußerungen wie „Ja, das Fach war nie so meins, aber hat wahrscheinlich am Lehrer gelegen“. Wer glaubt, dass das im Studium ein Ende findet, den wage ich, naiv zu nennen.

Ich habe mich durchaus des Öfteren über diejenigen echauffiert, die vor jedem Seminar in Facebook-Gruppen nachfragen, bei welchem Dozenten mit dem wenigsten Aufwand die meisten Leistungspunkte zu erreichen sind. In unserem Studium gibt es viel Raum, eigene Schwerpunkte zu setzen, und kaum Modulbausteine, in denen es komplett identische Parallelveranstaltungen gibt. So etwas könnte man meiner Meinung nach auch mal wertschätzen lernen, eigene Entscheidungen treffen, welche Seminare man belegen möchte (denn irgendwelche Präferenzen muss man doch haben, wenn ein Auswahlangebot besteht), sich möglicherweise mit Freunden absprechen, um nicht allein in der Veranstaltung zu sitzen. Und am Ende der Seminarreihe dann konstatieren, ob man diesen Dozenten in Zukunft eher suchen oder meiden wird.

In manchen Fällen muss ich jedoch zugeben, dass solche Vorab-Recherchen berechtigt sind. Beispielsweise können wir uns im Kompetenzbereich Deutsch aussuchen, in welcher Vertiefungsveranstaltung wir unsere Modulprüfung ablegen wollen – wir müssen uns dabei aber an denjenigen Dozenten wenden, bei dem wir das zugehörige Seminar besucht haben. Ich hatte also fünf thematische Schwerpunkte zur Auswahl und meine inhaltliche Präferenz war leider an die strengste der Dozentinnen gekoppelt. Diese wollte schon vorab ein Exposé zu meiner Hausarbeit erhalten, das sie dann in einer Sprechstunde mit mir gemeinsam aufgreifen konnte. Ich empfand das zunächst als unnötigen Aufwand, konnte es aber dennoch verstehen, zumal diese Veranstaltung eine größere Vorlesung gewesen war und der Andrang dementsprechend hoch. Als sie begeistert auf meine Vorstellung von der Arbeit reagierte, meinte ich die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich hatte schließlich für ein Thema gekämpft, mit dem ich mich gern beschäftigen wollte und war sicher, so trotz strenger Dozentin ein besseres Ergebnis zu erzielen als in einem Seminar, das mich weniger interessierte. Als ich dann jedoch erkennen musste, dass meine Kommilitonen von ihren Dozenten teilweise neue Fristen für ihre Hausarbeiten bekamen, weil ihr Zeitplan durcheinander geriet, war ich ein wenig resigniert. Meine Dozentin erlaubte mir nämlich nicht einmal, mehr Seiten als gefordert abzugeben. So hoffe ich nun, dass die Arbeit nach der teils radikalen Kürzung und in den Händen einer pingeligen Prüferin trotzdem irgendwie gut sein wird.

Über die Facebook-Fragerei werde ich mich nach eingehender Überlegung jedoch auch weiterhin echauffieren, denn hier geht es erstens ganz oft um weniger wichtige Leistungen als Modulprüfungen. Und abgesehen davon werden dort so oft Meinungen über Dozenten verbreitet, die ich nicht teile, dass ich nicht verstehe, wie man auf die Idee kommen kann, jemand völlig Fremden nach seiner Empfehlung eines Dozenten zu fragen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Apr 22, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Apr 22, 2014