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Studentenleben live

Warten auf die Vorfreude

In sage und schreibe einer Woche geht es los nach Slowenien. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich Dinge, die man mehr als ein halbes Jahr vorher plant, dann plötzlich erfüllen. Die Prüfungen sind fast geschafft, das Zimmer ist leer geräumt, eine Zwischenmieterin gefunden – nur eines will sich nicht einstellen: die Vorfreude. Mein Kopf ist so voll von dem Prüfungsstoff (Griechischvokabeln, um ganz genau zu sein) und all den Dingen, die ich vor der Abfahrt auf jeden Fall noch erledigen muss, dass ich keine Zeit habe, Pläne zu schmieden für die von allen hochgelobte, unvergessliche Erasmuszeit. Ich mache mir eher Sorgen darüber, was ich vor Ort noch alles machen muss. Zum Beispiel eine Wohnung zu finden.

Es ist zwar nicht überall auf der Welt so schwierig ein Zimmer zu finden wie in Freiburg, aber ich habe ein bisschen Angst davor, übers Ohr gehauen zu werden, weil ich die Landessprache nicht so gut beherrsche. Mein künftiger Vermieter könnte ausnutzen, dass nicht weiß, wie viel Geld man für ein Zimmer in Ljubljana verlangen kann und nicht jedes Wort aus dem Mietvertrag verstehe.

Und was ist mit den Studentenwohnheimen? Ja ... die sind zwar günstig, aber haben einen großen Haken: Man teilt sich ein Zimmer. Vielleicht bin ich verwöhnt, ich gebe es gerne zu, aber nachdem ich mir 18 Jahre lang ein Zimmer mit meiner Schwester geteilt habe, möchte ich mir wirklich nie wieder ein Zimmer teilen müssen. Und schon gar nicht mit einer fremden Person. Die dann womöglich mitten in der Nacht mit all ihren Freunden ins Zimmer platzt, oder am liebsten zum Einschlafen Heavy Metal hört! Oder, oder, oder. Die Liste der möglichen furchtbaren Angewohnheiten meiner potenziellen Mitbewohnerin könnte unendlich fortgeführt werden.

Und wie ich mit meinem sehr rudimentären Slowenisch den Vorlesungen folgen soll, weiß ich auch noch nicht. Das ist aber halb so wild, denn ich bin noch nicht einmal sicher, welche ich belegen soll. Ich sitze also in meinem kahlen, leeren Zimmer (mit niemandem, außer meinen Pflanzen) lerne noch für die kommenden Prüfungen und warte auf sie: die Vorfreude.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Feb 7, 2014

Studentenleben live

Meine Chefin will mein Skript

Ja, ihr lest richtig. Meine Chefin ist sehr an den Unterrichtsmaterialien für meinen „Customer and Consumer Behaviour“-Kurs interessiert. Als ich ihr erzählte, dass ich heute eine Prüfung in diesem Fach hätte, wollte sie ganz genau wissen, welche Themeninhalte wir in der Vorlesung behandelt hatten. Sie war wirklich nicht mehr zu bremsen. Ich übertreibe nicht! Ich musste sie sogar daran erinnern, dass ich das Büro jetzt unbedingt verlassen und mich auf den Weg zur Uni machen müsse, um nicht zu spät zu kommen. Sie findet dieses Thema einfach so wahnsinnig interessant und möchte ihren Wissendurst unbedingt stillen. Ein gutes Vorbild, wenn ihr mich fragt. Denn nicht nur im Marketing gibt es rasante Veränderungen zu beobachten.

Wir leben heutzutage in einer schnelllebigen Welt. Trends kommen und gehen. Was morgen gehypt wird, ist übermorgen schon wieder old school. Um mit dieser Entwicklung mitzukommen, braucht es nicht nur viel Zeit und Geduld, sondern auch die nötige Disziplin. Schließlich muss gelesen werden, was das Zeug hält: Blogs, Magazine, Pressemitteilungen, Trendstudien… Ihr wisst ja, wovon ich spreche. Lebenslanges Lernen eben. Das wurde uns doch schon in der Schule angepriesen. Und die Lehrer hatten recht – wie man sehr gut am Beispiel meiner Chefin beobachten kann. Die Marketingbücher und -skripte, die sie während ihrer Uni-Zeit gelesen und studiert hat, sind doch heute alte Schinken. Einige Standardwerke bleiben natürlich das Must-Have in jedem Marketingregal. Aber für die Mehrheit gilt: überholt, verstaubt und einfach nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Ich stelle mir gerade vor, wie ich später meinen Kindern erzähle (unter denen hoffentlich zumindest bei einem ebenfalls das Herz für Marketing schlägt), was ich alles in der Uni gelernt habe und mit welchen Mega-Trends ich meine Berufskarriere gestartet habe. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich einen gewissen Kommentar zu hören bekommen werde, den ich meinen Eltern auch schon das eine oder andere Mal an den Kopf geworfen habe: „Das ist doch schon tausend Jahre her und ja wohl sowas von out. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das mal der absolute Hype war…“ Wir werden es sehen.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 7, 2014

Studentenleben live

Das Recht des Stärkeren: Zweirad gegen Vierrad

Das Leben stellt dich manchmal auf harte Proben. Und oft genug wird man von seinen Mitmenschen gereizt und in schwierige Situationen gebracht. All diese Schwierigkeiten bündeln sich meiner Meinung nach im Straßenverkehr, wo noch immer das Recht des Stärkeren gilt. Die Gleichberechtigung der Geschlechter hat in unserem Land zum Glück schon Hand und Fuß, aber wenn es um die Gleichstellung von Verkehrsteilnehmern mit zwei Rädern zu denen mit vier Rädern geht, stecken wir in vielen Teilen Deutschlands nach wie vor im Mittelalter.

Kurz gesagt: Man hat es nicht leicht als Fahrradfahrer im Bayreuther Straßenverkehr.
Ich muss zwar einräumen, dass es hier eine sehr schöne alte Bahnstrecke gibt, die nun ein Fahrradweg ist und als Ring fast um die ganze Stadt führt. Gemeinhin ist dieser idyllische Weg als „Uni-Highway“ bekannt, aber sobald dieser von einer Autostraße gekreuzt wird, hört die Idylle meist schon wieder auf. Morgens muss ich auf meinem Weg zur Uni an einer solchen Kreuzung oft lange auf die Gunst der Autofahrer warten, die mich nur selten passieren zu lassen.

Anders sieht es bei Ampeln aus, bei denen – oh, Wunder – den Fahrradfahrern sogar ein kleiner Streifen zugesprochen wird. Pech hat man dann nur, wenn dieser Fahrradstreifen sich schon auf der Kreuzung in Wohlgefallen auflöst. Dann kann man nur noch hoffen, hinter sich einen barmherzigen Autofahrer zu haben, der einen auch jenseits der Kreuzung als vollwertigen Verkehrsteilnehmer wahrnimmt.

Leider muss in Sachen Barmherzigkeit noch viel geschehen in den Köpfen der Bayreuther Autofahrer. Als ich vor kurzem beim Grünwerden der Ampel auf eine Straße abbiegen wollte, hupte mich doch tatsächlich so ein Vierrad von hinten an und überholte mich hupenderweise noch in der Kurve! Entschuldigt meine emotionsgeladene Formulierung, aber ich war wirklich stinksauer. Noch dazu, weil es sich diesmal um eine Kreuzung handelte, bei der ich von einer Straße ohne Fahrradstreifen in eine MIT Fahrradstreifen bog. Das heißt, ich war einen Meter nach seinem bescheuerten Überholmanöver sowieso nicht mehr im Herrschaftsgebiet der Vierräder!

Wenn mein Ärger verfolgen ist, überlege ich mir, was man machen könnte, um die Situation zu entschärfen.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Feb 6, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Feb 6, 2014