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Studentenleben live

Eine Uni-Woche

Eine Woche hat sieben Tage. Diese können wiederum in Werktage und das Wochenende aufgeteilt werden. Unter der Woche geht man zu Vorlesungen und zum Unisport, trifft Freunde, isst in der Mensa, geht vielleicht zum Uni-Chor und macht seine Hausaufgaben, schreibt Tagebücher für die Uni und liest die zu lesenden Texte (mehr oder weniger genau). Donnerstagabends gehen wir Koblenzer Studenten immer feiern. Obwohl es der Tag der Studenten ist, gibt es keine speziellen Angebote. Die Koblenzer Studentenkultur ist nicht wirklich ausgeprägt.

Freitags und samstags gehen wir meistens etwas trinken, essen oder ins Kino. Samstag ist auch der Tag, an dem ich oft Essen für die Woche einkaufe, shoppen gehe und Erledigungen mache. Wenn ich dann sonntagmorgens aufwache, freue ich mich immer, dass an diesem Tag praktisch nichts ansteht. Aus dem Gefühl heraus, nichts tun zu müssen, schaffe ich meistens sogar besonders viel. An Sonntagen erlange ich die Kontrolle über den Berg an Arbeit für die Uni zurück und fühle mich dann fähig, in die neue Woche zu starten. An Sonntagen genieße ich aber auch das Gefühl, dass ich praktisch nicht existiere. Keine Termine, keine offiziellen Mails – nur Anrufe oder Chatnachrichten meiner Freunde, von denen ich mich nun wirklich nicht belästigt fühle. An Sonntagen liebe ich, dass ich mich nicht beweisen, gute Leistung bringen oder angebracht angezogen sein muss. So erholt, starte ich gerne in die neue Woche.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Nov 14, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Nov 14, 2013

Studentenleben live

Journalistische Recherche vor Ort (Teil 4)

Gleich die ersten Etappen auf meiner Reise waren geprägt von interessanten Gesprächen und Interviews. Von Lissabon aus, wo ich lediglich organisatorische Sachen erledigte, wie beispielsweise den Kauf einer portugiesischen SIM-Karte, reiste ich in die Studentenstadt Coimbra. Durch eine Freundin aus Deutschland, die hier ein Erasmus-Semester gemacht hatte, bekam ich Kontakt zur „Republica da Praca“, einer Studentengemeinschaft. Hier verbrachte ich die nächsten Nächte und sprach mit den Mitgliedern um Rodolfo und André (allesamt Fußballfans durch und durch) über ihre Haltung zum Thema Fußball und Finanzkrise. Beide fanden die Gehälter und Transfersummen in der Liga nicht verwerflich, vielmehr kritisierte Rodolfo die Gehälter der Politiker, die er als zu hoch empfand. Für ihn sei es auch kein Widerspruch, dass der Staat in finanziellen Schwierigkeiten steckt, die Vereine aber Millionen zur Verfügung haben.

An einem der nächsten Tage verabredete ich mich per Handy zudem mit Felipe Dinis, dem Pressesprecher des Erstligavereins Academica Coimbra. Am Rande des Trainingslagers im Küstenort Quiaios erzählte er mir von einer sehr interessanten Aktion seitens des Vereins, bei dem die Fans einmal im Jahr für ein Kilogramm gespendete Lebensmittel eine Freikarte erhalten. Die eingesammelten Lebensmittel kommen dann Bedürftigen zugute. Außerdem, so Dinis, seien der Verein und vor allem die Fans stark politisch aktiv und protestierten anlässlich des Pokalfinales 2012 gegen den harten Sparkurs des Landes. Auch Academica habe seit der Krise stark zu kämpfen, vor allem mit sinkenden Zuschauerzahlen, wie mir Dinis weiter erzählte. Der Club versuche zwar, mit Marketingaktionen und vergünstigten Tickets die Fans ins Stadion zu locken; doch das klappe nur bedingt.

Mit diesen ersten Impressionen ging es dann weiter nach Porto und Braga. Was ich hier herausfand, lest ihr dann in meinem nächsten Post.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Nov 13, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Nov 13, 2013

Studentenleben live

Kleine Flucht nach Italien

Endlich ist die Hausarbeit fertig. Ich gebe sie ab und stelle mich am nächsten Morgen an die Auffahrt zur Autobahn 38. Ich habe nur Schlafsack, ein paar Kleider, was zu essen, Landkarten und einen kleinen Sprachführer im Rucksack. Ich will nach Süditalien trampen – das sind insgesamt 1.700 Kilometer. Nach einer Viertelstunde hält ein Wagen an und nimmt mich Richtung Nürnberg mit. Kurz nach Mittag bin ich in der Nähe von München auf einer Raststätte. Mein Freund aus Marburg, mit dem ich mich hier verabredet habe, hatte nicht ganz so viel Glück und kommt zwei Stunden später an. Jetzt können wir zu zweit weiter, doch leider kommt eine erste Durststrecke. Wir fragen Hinz und Kunz, doch keiner hat Platz, fährt in die richtige Richtung, darf oder will uns mitnehmen. Dann nimmt uns endlich ein junges Paar – sie sind selber auf dem Weg nach Italien – mit und wir kommen bis Verona. Wir haben es geschafft, in einem Tag über die Alpen ins Land, wo die Zitronen wachsen, zu reisen. Eine ganz milde Luft weht hier. La Dolce Vita!

Zwischen zwei Weinreben neben einem Rosmarinstrauch und einer wuchernden Kiwipflanze breiten wir einen Poncho aus und lümmeln uns in unsere Schlafsäcke. Morgen wollen wir weiter Richtung Neapel. „Vedi Napoli e poi muori“ („Neapel sehen und sterben“) heißt das Sprichwort. Wir sind neugierig. Jetzt müssen wir Italienisch sprechen, ich kann nur ein paar Brocken. Mithilfe eines kleinen Büchleins basteln wir uns die passenden Sätze zusammen: „Miscusi signore, fahren Sie Richtung Bologna?“ „Wir machen Autostop und würden uns freuen, falls Sie uns mitnehmen.“ „Mille grazie!“ Es klappt. Ab und an treffen wir auch auf Italiener, die Französisch oder Englisch sprechen, so können wir uns gut durchschlagen und manchmal sogar unterhalten.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Nov 13, 2013
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Rubrik: studium
Nov 13, 2013