Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Das 21. Jahrhundert macht mobil

Die Welt steht den heutigen Studierenden offen. Es gibt diverse Angebote, um im Ausland (und dabei ist keinesfalls nur das europäische Ausland gemeint) zu studieren, Praktika zu machen oder sich sozial zu engagieren. Man hört immer, dass vergleichsweise wenig Studierende diese Angebote nutzen und viele Plätze über Jahre hinweg unbesetzt bleiben. Vielleicht, weil es doch ein gewisses Maß an Initiative und Organisation erfordert, damit im Ausland und nachher mit der Anrechnung alles klappt. Wenn aber (sagen wir mal) nur circa zehn Prozent aller Studierenden ein Auslandssemester machen, dann kenne ich genau diese zehn Prozent und bin auch noch mit der Hälfte von ihnen befreundet. Mir fällt kaum jemand ein, der nicht weg ist, war oder gehen will. Momentan habe ich Freunde in Ottawa, Toulouse, Montpellier, Lyon, Buenos Aires, Edinburgh, Santiago de Chile, Uppsala und bestimmt noch in irgendeiner Stadt, die ich gerade vergessen habe. Letztes Jahr waren Freunde von mir in Paris, Coimbra, Grenoble, Genf und Guangzhou. Und nächstes Semester gehen wieder andere nach Rom, Neapel und erneut nach Paris.

Klingt doch alles super! Ist es ja auch, und ich freue mich auch, dass ich so unternehmungslustige Freunde habe. Ich könnte jahrelang um die Welt fahren und Freunde besuchen! Aber ganz ehrlich, wie viele von denen habe ich denn tatsächlich besucht? Zwei. Und das war diesen Sommer, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte, dass ich im Jahr zuvor niemanden besucht hatte. Und nächstes Jahr? Mal sehen.

Manchmal denke ich mir, wie einfach es wäre, wenn alle Menschen, die mir wichtig sind, aus dem gleichen Dorf kämen (ein Dorf weiter zählt auch noch) und wir da unser ganzes Leben verbringen würden. Am besten auf einem Bauernhof. Dann gäbe es nicht andauernd Abschiedspartys und die Angst, dass man den Kontakt verliert.

So ernst war die Idee der Landidylle natürlich nicht gemeint. Denn wäre ich nicht von meinem „Heimatdorf“ Rosenthal über 800 Kilometer in den Südwesten gezogen, dann würde ich die Menschen, die jetzt über die ganze Welt verstreut sind, gar nicht kennen. Und die Decke wäre mir wahrscheinlich auch schon auf den Kopf gefallen.

Daher: Lang lebe die Mobilität im 21. Jahrhundert, auch wenn sie mich manchmal traurig macht.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Oct 21, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Oct 21, 2013

Studentenleben live

Aufgaben im Rhein-Museum

Alle Praktikanten fangen im Rhein-Museum erst mal damit an, Vitrinen zu putzen. Der Sinn dahinter: Sie sollen sich dabei auch gleich die Ausstellungsobjekte genauer ansehen.

Ich hatte Glück und war zu einer Zeit dort, als eine neue Ausstellung geplant wurde und so durfte ich die Ausstellungstexte schreiben, die später gedruckt werden sollten. Zur Ausstellungsvorbereitung gehörte auch, dass ich eine Beschriftung für jedes Objekt anfertigte, die dann in der Vitrine neben dem Exponat liegt und dieses knapp beschreibt.

Ein großer Teil der Arbeit bestand darin, Objekte zu inventarisieren. Das System im Rhein-Museum sieht vor, dass jedes Objekt mit einer Inventarnummer versehen und eine Karteikarte angefertigt wird, auf der Name, Nummer und Beschreibung des Objektes verzeichnet sind. Außerdem habe ich zwei Tage lang ein altes Seitenschwert (ein Schiffsstück) abgeschliffen und lackiert, das dann anschließend in der Museumshalle aufgehängt wurde.

Am meisten profitierte ich aber von den Gesprächen mit dem Direktor, der von seinen Erfahrungen erzählte. Er berichtete, wie er an neue Objekte kommt, was mit den nicht ausgestellten passiert und wie sich ein Museum finanziert.

Er fand es sehr wichtig, dass man etwas findet, was einem wirklich Freude bereitet und das zum Beruf macht. Alles in allem habe ich zwar nicht unglaublich viel Neues gelernt, aber das praktische Arbeiten halte ich einfach für ungemein wichtig, denn sonst beschäftige ich mich im Studium ja größtenteils mit Theorie.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Oct 18, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Oct 18, 2013

Studentenleben live

Neuer Stundenplan

Am Ende meines Urlaubes hatte ich mich wahnsinnig auf zu Hause gefreut, da ich mit meinen Eltern und ohne meinen Freund weggefahren war und ihn nach zwei Wochen wirklich vermisste. Der Regen störte mich nicht und auch nicht, dass die Bräune viel zu schnell wieder verflog.

Aber dann ging es ganz schnell wieder in den Alltag zurück. Mein Freund hatte eine Mandel-OP, ich musste die Fahrten und Besuche im Krankenhaus mit meinem Job koordinieren und schon eine Woche später sollte das neue Semester beginnen.

Zwar freue ich mich auf den neuen Lernstoff, der dieses Jahr aus Finanzierungstheorie, Marketing, Controlling, Wirtschaftsinformatik und einem Wahlfach besteht, und darauf, meine Freunde dort wiederzusehen. Jedoch gibt es da auch wieder die Herausforderung, den Stundenplan so zu gestalten, dass sich nichts überschneidet und ein freier Tag pro Woche herausspringt.

Der ganze Stress und die Tatsache, dass ich meinen Freund und meine Familie wieder nur am Wochenende sehen werde, sorgen dann doch dafür, dass ich mich ganz schnell in die Sonne und ans Meer zurückwünsche und mir der Urlaub im Nachhinein viel zu kurz erscheint.

Autor: Fanny  |  Rubrik: studium  |  Oct 16, 2013
Autor: Fanny
Rubrik: studium
Oct 16, 2013