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Studentenleben live

Wie alles begann

Als ich etwa 15 Jahre alt war, hab ich mal meinen großen Bruder in Tübingen besucht, um mir ein Bild vom Studentenleben zu machen, das er als Geisteswissenschaftler dort führte. Ziemlich angetan vom Charme kleiner WG-Küchen und geistreicher Schwafelgespräche, konnte ich es kaum abwarten, mit der Schule fertig zu werden und auch den Weg an die Hochschule einzuschlagen. Nach dem Abi war es endlich soweit und ich war schier erschlagen von den sich bietenden Möglichkeiten. Wie so viele, wusste ich nicht so genau, welches das richtige Studium für mich sein könnte. Auch wenn die Kommilitonen (auch heute noch ein sehr schwieriges Wort) meines Bruders über ganz schön kluge Sachen philosophiert haben, ging mir das hochtrabende Gerede schon beim zweiten Besuch auf den Keks. Geisteswissenschaften sollten es also nicht sein. Nachdem ich in meiner Traumberufsliste von Pharmazie über Kunst, Musik, Lehramt und Medizin doch so einiges an Ideen hatte und auch schon ein paar Ablehnungen kassiert habe musste, kam mir die Idee, aus dem ganzen Bildungszirkus auszusteigen und für sieben Monate in Kenia mehr über die Welt und mich selbst bei einem freiwilligen Projekt zu erfahren. Das war eine sehr lehrreiche Zeit, die mir einerseits zeigte, wie bunt und anders die Welt sein kann, und mich anderseits lehrte, dankbar zu sein für das Privileg, überhaupt studieren zu können. Bei derselben Gelegenheit konnte ich auch noch erleben, dass Grundschullehrerin nicht gerade der Beruf ist, für den ich gemacht bin.

Zurück in Deutschland, bin ich dann eigentlich mehr aus Zufall auf meinen jetzigen Studiengang Geoökologie gestoßen. Ich bereitete mich gerade gleichzeitig auf eine Kunstprüfung und ein Medizinpraktikum vor. Um im Falle eines Falles dann zumindest irgendwo unterzukommen bewarb ich mich auch noch breit auf viele andere Studiengänge. Bei einer dieser „Absicherungsbewerbungen“ stieß ich auf den Studiengang „Geoökologie“, und obwohl ich den dicken Studiengangführer gefühlt auswendig konnte, hatte ich das wohl übersehen. Der Wikipedia-Artikel dazu klang vielversprechend. Von dem Auswahlgespräch, zu dem ich eigentlich nur ging, um meinen guten Willen zu zeigen, kehrte ich begeistert zurück. Und nach nochmaligem in mich gehen, war dann klar, dass ich mich über eine Zusage freuen würde.

Mittlerweile studiere ich sein vier Semestern und das schon an der zweiten Uni. Ich weiß schon ziemlich viel darüber, was Geoökologen so machen, und bin überzeugt, den richtigen Studiengang gefunden zu haben. Meine Studienzeit ist bis jetzt ganz anders, als das, was ich mir damals mit 15 vorgestellt habe.

In meinem Alltag erlebe ich viel Schönes und Interessantes, aber auch weniger spannende Vorlesungen und nervige bürokratische Hürden. Mein Mitbewohner meinte einmal morgens zu mir, als ich versuchte, irgendwie schlüssig zu argumentieren, dass Regenwetter doch ein Grund sei, nicht zur Vorlesung zu gehen: „Mia, jetzt fängst du an, richtig zu studieren“. Egal wie verwerflich die Aussage war, wir führten dieses Gespräch in unserer gemütlichen WG-Küche.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2013
Autor: Mia
Rubrik: studium
Aug 8, 2013

Studentenleben live

Zielgruppe Studis

In Freiburg ist so ziemlich alles auf Studis ausgelegt. Es gibt studentische Kneipen (mit zum Teil nicht gerade studentischen Preisen, aber gut), einen Studententarif fürs Stadttheater, vergünstigte Zeitungsabos und so weiter und so fort. In einer Eisdiele bekommt man sogar die Kugel Eis für 10 Cent weniger, wenn man mit dem Studiausweis winkt. Steht zwar nirgendwo, klappt aber erstaunlich gut.

Dass viele Unternehmen die Zielgruppe Studis für sich entdeckt haben, hat Vorteile (wie zum Beispiel das Eis), allerdings hat es den Nachteil, dass man vor der Mensa und am Campuseingang ständig mit Flyern aller Art zugemüllt wird und ich eigentlich aus Prinzip schon gar keine mehr annehmen möchte, auch wenn vielleicht etwas Gutes dabei wäre. Der Platz vor der Mensa wird sogar professionell vermarktet. Wer dort Flyer verteilen möchte, muss eine Genehmigung haben und vermutlich auch etwas Geld bezahlen. Dafür erreicht er oder sie die Zielgruppe Studis direkt und kurz vor der Nahrungsaufnahme. Ausgenommen davon sind natürlich studentische Gruppen. Es gab jedoch auch schon Missverständnisse und die Leute von der Studierendenzeitung wurden unfreundlich ermahnt, doch bitte das Verteilen zu unterlassen. Aber auch das konnte geklärt werden.

Ein anderer beliebter Ort zum „Flyern“ sind die Wohnheime. Zum Teil sind dort die Briefkästen nämlich offen zugänglich und daher geradezu eine Einladung für Menschen, die ihre Botschaft an den studentischen Mann und die Frau bringen wollen. So zum Beispiel auch für Scientologen. Eine Freundin berichtete mir, dass sie circa alle zwei Wochen ein Papier von Scientology im Briefkasten habe. Warum diese Sekte in Studierenden potenzielle neue Mitglieder sieht, kann ich mir nicht erklären, schließlich sollte die Universität einen zum kritischen Denken anregen. Aber wer weiß. Vielleicht haben sie ja schon den einen oder anderen ködern können.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Aug 8, 2013

Studentenleben live

Finanzspritze für das Masterstudium

„Wie finanzierst du dein Studium?“ Diese Frage wurde wahrscheinlich schon jedem Studenten einmal gestellt. Auf diese Frage gibt es aber nicht nur eine richtige Antwort, sondern mehrere: Während einige das Glück haben, dass ihre Eltern für den Großteil der Kosten aufkommen können, gibt es wiederum andere, die sich entweder selbst finanzieren oder auf das BAföG-Amt angewiesen sind.

Als mich meine Teamleiterin in dem Unternehmen, in dem ich derzeit mein Praktikum mache, fragte, ob ich Interesse hätte, neben dem Studium als Werkstudentin weiterzuarbeiten, sagte ich natürlich sofort zu. Fantastisch, damit ist die Geldfrage nämlich geklärt! Ich bin prima eingearbeitet, komme gut mit den Kollegen klar und habe Spaß bei der Arbeit. Ab Oktober werde ich mich also weiterhin kreativ im Konzipieren und Texten von Kampagnen und Mailings austoben können. Ich bin schon gespannt, ob mir das auch beim Studium hilft. Die eine oder andere Überschneidung wird es ganz bestimmt geben, da ich beispielsweise auch Vorlesungen zum Thema Online-Marketing oder Customer Relationship Management haben werde. Und genau in diesen Bereichen absolviere ich ja mein Praktikum!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 8, 2013