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Studentenleben live

Z wie Zusage

Als mich mein Freund fragte, ob er mich von der Arbeit abholen soll, dachte ich mir nichts dabei. „Er will bei dem schönen Wetter sicher mit mir Eis essen gehen.“ So war es dann auch. Wir steuerten gerade unsere Lieblingseisdiele an, als er plötzlich schmunzelte. Er hatte mich die ganze Zeit über nur belanglose Dinge gefragt, aber jetzt lenkte er das Thema auf etwas völlig anderes: „Ich habe heute einen großen braunen Umschlag aus unserem Briefkasten gefischt“, verriet er mir. Meine Augen wurden größer. „Du hast die Zusage für deinen Wunsch-Master!“ Er hatte es sich nicht nehmen lassen, den Briefumschlag zu öffnen. Ich war ihm aber nicht böse. Ganz im Gegenteil: Nachdem ich ihm jubelnd um den Hals gefallen war, begriff ich erst langsam, was dies bedeutete: Ich bin eine von 35 Studenten und werde ab Oktober den englischsprachigen Masterstudiengang „International Marketing Management“ besuchen! Wenn das mal kein Grund zur Freude ist!

Ich bin überglücklich, dass ich es in diesen Studiengang geschafft habe und bin schon sehr auf meine Kommilitonen gespannt: Sie kommen nämlich aus verschiedenen Ländern – das wird sicher interessant! Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten. Momentan warte ich auf meine Immatrikulationsbescheinigung. Ich kann sogar schon meine neue Matrikelnummer auswendig!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 2, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 2, 2013

Studentenleben live

Herr Professorin

Wie es zur Entscheidung meiner Uni hier in Leipzig kam, in der Grundordnung nicht mehr von Professor und Professorin zu reden, sondern nur noch von Professorinnen, darüber haben wir in den vergangenen Wochen viel spekuliert. Müssen wir jetzt auch unsere Professoren, wie der Spiegel es schrieb mit „Herr Professorin“ ansprechen? Die Geschichte geht vielleicht so: Nach einer langen, trüben und unfruchtbaren Sitzung schlug einer der Senatoren, in der Hoffnung das Ganze etwas zu beleben, etwas sarkastisch vor, man könne doch dem ganzen Streit um Binnen-i, Unterstrich und Sternchen ein Ende bereiten, indem man einfach vollständig auf die weibliche Form umsattele.

Das sollte vielleicht nicht viel mehr als ein Witz sein, doch den anderen mangelte es wohl an Humor. Sie dachten, da trete ein ganz moralischer Mann auf die Bühne und schlage vor, das Jahrhunderte währende Unrecht der männlichen Rede endlich dadurch gut zu machen, indem man die Unterdrückten endlich auch mal Unterdrücker werden ließe. So etwa wie beim römischen Saturnalienfest, wo auch mal die Sklaven Herren spielen durften. Aber kann man eine Ungerechtigkeit durch eine neue Ungerechtigkeit wieder gutmachen?

Milan Kundera, Autor von „Die unendliche Leichtigkeit des Seins“, sprach in einem anderen Roman vom „moralischen Judo“ – wenn einer in der Öffentlichkeit sich scheinbar besonders moralisch verhält, fordert es die anderen Anwesenden heraus, es ihm nicht nur gleich zu tun, sondern ihn gar zu überbieten, den Schlag zu parieren. Der Vorschlag des Senators war jedoch kaum zu überbieten und so konnten die anderen nicht viel mehr tun als ihm wenigstens zuzustimmen. Wahrscheinlich war dieser Senator dann selber überrascht, wie ernst man seinen Vorschlag nahm.

Dabei vergessen jene, die den Pronomen so viel Gewicht beimessen, dass Genus und Sexus nicht dasselbe sind. Der Weizen und die Gerste erscheinen doch völlig willkürliche Setzungen zu sein. Und solche Berufsbezeichnungen bezeichnen eigentlich auch nur das Amt, das man inne hat. Früher trat die Person hinter dem Amt deutlich zurück. Vielleicht ist das heute anders und wir sehen Person und Amt immer mehr als Einheit oder betrachten gar Amt und Beruf als zweitrangig.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 1, 2013
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Rubrik: studium
Aug 1, 2013

Studentenleben live

Blick zurück nach der Halbzeit

Mittlerweile habe ich über die Hälfte meines Studiums in Koblenz abgeschlossen! Die Zeit geht zwar zum einen sehr schnell rum, aber ich habe auch langsam das Gefühl (und so geht es hier einigen), auf der Stelle zu treten. Die Zeit der großen neuen Einblicke ist vorbei, und man hört in einigen Vorlesungen Dinge, die man schon mal gehört hat. Aber dafür folgt ja auch nur noch das fünfte Semester und im sechsten schreibt man eh an seiner Bachelorarbeit. Nichtsdestotrotz macht es mir immer noch Spaß.

Mir fehlt aber deutlich der Praxisbezug. Wir haben zwar ein Modul von insgesamt 18, das sich Medienpraxis nennt, sowie eines, in dem die Studierenden in je eigenen Projektgruppen Veranstaltungen organisieren können oder den Social-Media-Auftritt des Instituts betreuen dürfen, der Großteil bleibt aber Theorie. Deshalb können wir leider kaum praktische Fähigkeiten aufweisen und sind bei unseren potenziellen Chefs darauf angewiesen, einen Vertrauensvorschuss zu erhalten. Nach diesem Bachelor ist es deshalb meiner Meinung nach definitiv wichtig, sich durch den Master zu spezialisieren und weiter zu qualifizieren. Denn so schön es auch sein mag, dass wir hier eine breite Allgemeinbildung erhalten, es ist doch auch wichtig, sich auf manchen Gebieten noch besser auszukennen.

Zu den Prüfungen kann ich inzwischen sagen, dass schriftliche und mündliche Prüfungen viel seltener als in anderen Fächern sind, dafür müssen viele Hausarbeiten (je 15 Seiten) geschrieben werden und auch in den Seminaren werden immer wieder kleinere Ausarbeitungen oder Referate gefordert. Wer sich also für den Bachelor in Koblenz entscheidet, sollte definitiv gerne viel und selbstständig schreiben. Man lernt dadurch, wie man eigenständig wissenschaftlich arbeitet und schreibt, mögliche Fragestellungen erarbeitet und diese sinnvoll, d. h. durch einen logischen Aufbau der Arbeit und haltbare Argumente, bearbeitet. Toll daran ist, dass man es trotz des Rahmenthemas eines Seminars immer schafft, die Seminararbeit nach eigenen Interessen auszurichten.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Jul 30, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Jul 30, 2013