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Studentenleben live

Erhellende Verbindungen

Es sind diese Momente in meiner bescheidenen Uni-Karriere, die mir zeigen, dass ich bereits einiges in diesen sechs Semestern gelernt habe. An anderer Stelle habe ich bereits darauf hingewiesen, dass dies ja nicht selbstverständlich ist, angesichts der geballten Wissensaufnahme, der wir Studierenden dank des Bologna-Prozesses ausgesetzt sind.

Diese angesprochen Momente treten dann zu Tage, wenn in einer Lehrveranstaltung – sagen wir zum Thema „Die Französische Revolution“ – auf ein Ereignis Bezug genommen wird, das in einer anderen Veranstaltung – sagen wir über die „Geschichte der USA“ – bereits thematisiert worden ist. Zusammenhänge tun sich auf und beweisen, wie die historischen Verläufe zweier Nationen miteinander verknüpft sind. Das mag für Unbeteiligte belanglos klingen, mir zeigt das aber, dass man eben nicht nur stupide ein Thema nach dem anderen auswendig lernt und nach zwei Wochen sowieso wieder vergisst, sondern, dass Veranstaltungen auch aufeinander aufbauen können.

So selbstverständlich das eben sein sollte, so selten passiert dies leider. Umso größer ist die Genugtuung, wenn so eine erhellende Verbindung eintritt. Das liegt natürlich auch am fortgeschrittenen Stand meines Studiums, wo wir beim Kasus Knaxus wären. Wenn das Studium nämlich statt der anberaumten sechs zum Beispiel acht Semester dauerte, würde es mit Sicherheit häufiger zu diesen erkenntnisreichen Momenten kommen. Also heißt es, diese rar gesäten Augenblicke zu genießen und zu hoffen, dass spätestens im Master noch einige dazu kommen werden.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jun 28, 2013
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jun 28, 2013

Studentenlebenl live

Nachbereitung einer Veranstaltung

Nach dem Sommerfest arbeitete ich bei der Nachbereitung des Koblenzer Sommerfestes im Kulturmanagement und -marketing mit. So mussten zum Beispiel ansprechende Sponsorenmappen für die Hauptsponsoren erstellt werden, in denen Impressionen des Festes festgehalten wurden. Zudem sollte aus ihnen hervorgehen, wofür die Gelder der Sponsoren verwendet wurden. Ich bewies damit also, dass der Vertrag erfüllt wurde. Außerdem erstellte ich noch eine weitere Mappe die zum Werben von neuen Sponsoren und zur Repräsentation verwendet werden sollte. Darin sollte das Koblenzer Sommerfest erklärt und so attraktiv wie möglich dargestellt werden. Hierfür durfte ich mir allerlei ältere Mappen durchsehen, um zu erfahren, was enthalten sein muss. Zudem durfte ich noch im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit eine Pressemitteilung verfassen, in der über eine Tombola informiert wurde, bei der man am Fest hatte teilnehmen können. Nun konnten die Preise die bei der Koblenz-Touristik abgeholt werden. Der Text ging an die Presse und wurde auf der Homepage veröffentlicht.

Viel Zeit zur Nachbereitung bleibt allerdings nicht, da ja immer bereits die nächste Veranstaltung vor der Tür steht. In diesem Fall war es die „Lange Nacht der Museen“.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Jun 28, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Jun 28, 2013

Studentenleben live

Ein Aua zum Mitnehmen

Letzten Freitag habe ich mich piercen lassen. Ich habe 25 Euro dafür ausgegeben, dass man einen Metallstift durch mein Ohr bohrt – irgendwie absurd und masochistisch. Aber es war nicht das Warum, das mich danach beschäftigte. Nicht nur das „Wozu um alles in der Welt lassen sich Menschen ihren Körper zutackern, nur weil ihre Anatomie noch nicht Schmuckständer-tauglich genug ist?“. Es war auch das „Sage ich es meiner Mama und höre mir wieder Vorträge darüber an, welche wichtigen Akupunktur-Punkte ich im Begriff zu killen bin?“ Dann war es das „Welche Steckerfarbe nehme ich nur?“. Später waren es die Fragen einer Freundin: „Was passiert eigentlich mit der Haut, wenn ein Piercing gestochen wird? Da wird ja kein Loch ausgestanzt wie wenn man Papier locht, oder? Wird dann das Ohr immer größer, wenn man mehr Piercings hat? Dann habe ich jetzt ja asymmetrische Ohren, vielleicht laufe ich irgendwann schief!“ Und dann irgendwann war es die Frage, ob durchlöcherte Körper mit dem Lehrerberuf vereinbar sind, auf die ich immer noch keine Antwort weiß.

Ich muss sagen, ich höre relativ oft Sprüche von Kommilitonen wie „Guck dir die mal an, die kann doch keine Lehrerin werden!“ – und ich muss zugeben, ich denke das auch manchmal. Eher bei Frauen, die mit Oberteilen durch die Hochschule laufen, auf denen mit Glitzersteinen „Sexy“ steht, oder bei den Spezialisten, die immer noch nicht fähig sind, Referate zu halten, dumme Rechtschreibfehler machen und später Deutsch an der Grundschule unterrichten wollen oder ein hieroglyphenähnliches Schriftbild haben, das nicht einmal ich entziffern kann, wenn ich mir ihre Unterlagen ausgeliehen habe.

Oft fallen solche Sprüche aber tatsächlich auch bezüglich derjenigen, die ihren Stil in gedehnten Ohrlöchern, auffälligen Tätowierungen und unzählige Piercings gefunden haben.

Ich frage mich immer, ob das fair ist. Ob man einen Pädagogen danach beurteilen sollte, wie er aussieht. Andererseits, was Menschen dazu bewegt sich derartig zu verunstalten, ob das Ästhetik ist, von der ich nichts verstehe, ein politisches Statement oder einfach nur Langeweile. Ich frage mich, ob Menschen solchen Auftretens die Schüler vielleicht besser erreichen können als ein spießbürgerlich gekleideter Lehrkörper. Oder ob sie ihre Vorbildfunktion verlieren, vielleicht ihre Autorität. Ob Schulen wirklich derartige Auswahlkriterien haben, ob das Diskriminierung ist. Ob ich später nicht auch ein unwohles Gefühl hätte, mein Kind in die Obhut einer lebenden Dartscheibe zu geben. Ich weiß es nicht ...

Für mich kommt es jedenfalls nicht infrage mich noch großartig weiter durchlöchern zu lassen. Sicher auch, um keine Gleichgewichtsstörungen zu bekommen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2013
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jun 26, 2013