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Studentenleben live

Unverhofft kommt oft

Dieses Semester hatte ich mich endlich dazu aufgerafft mal wieder etwas Sport zu treiben. Das Fahrradfahren morgens und abends von und zur Uni hatte als Sportalibi ausgedient. Neben übersetzen, Vokabeln lernen, übersetzen, Texte zusammenfassen, übersetzen und viel lesen brauchte ich eine Abwechslung. In meiner Jugend (damals!) hatte ich von der E- bis zur A-Jugend Fußball gespielt (das sind fast zehn Jahre!). Irgendwie fehlte mir der Ball schon. An einem Mittwochabend gurkte ich also eine halbe Stunde mit der Straßenbahn zu meinem ersten Fußball-Training seit bestimmt vier Jahren.

Nach zehn Minuten war ich knallrot im Gesicht und richtig kaputt. Das war ziemlich peinlich, aber ich war selber schuld. Ich hatte vier Jahre lang Bewegung jeglicher Art konsequent vermieden und badete die Früchte meiner Faulheit nun in mächtig viel Schweiß aus. Aber es war klasse. Hinterher tat mir alles weh, ich spürte Muskeln und Knochen, die ich nie zu besitzen geglaubt hatte, aber es waren gute Schmerzen. Aber irgendwie hatte ich mich erkältet und so kam ich erst zwei Wochen später zu meinem zweiten Training. Und dort wartete eine Überraschung auf mich: Ich trat in die Halle und sah lauter Mädels in Trikots! Ein fragender Blick später, ein kurzes Gedränge und man hatte mir ebenfalls ein weißes Trikot übergestreift mit dem kurzen Kommando: Warmlaufen! Schockschwerenot. Ich erhob Einspruch, hatte ich doch keinen gültigen Spielpass! Keine Widerrede, es ist ein Freundschaftsspiel! Und so debütierte ich schon nach einem Training bei meinem neuen Verein. Das Spiel verloren wir. Aber das kannte ich ja schon aus meiner Jugend!

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Dec 6, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Dec 6, 2012

Studentenleben live

Ohrringe, Blusen, Anzug und TV-Spot

Mein Praktikum ist definitiv mindestens genauso vielseitig wie meine Schuhsammlung: Man entdeckt ständig neue Seiten und wächst in konstanten Schritten. Doch ich will euch hier natürlich nicht von meiner Schuhkollektion erzählen (obwohl diese auch genügend Gesprächsstoff bieten würde).

Ich arbeite nun seit anderthalb Monaten als Praktikantin im Bereich E-Mail-Marketing / Customer Relationship Management bei einer bekannten Partnervermittlungsbörse. Ein Freund aus Taiwan hat es einmal sehr schön formuliert, als er sagte: „I am very proud to have a friend who is working in the name of love to make two people happy!“ Er hat mit dieser Aussage genau ins Schwarze getroffen, denn genau das ist es, was mich jeden Tag mit einem Lächeln nach Hause kommen lässt: Der Gedanke, dass ich Menschen dabei helfe, ihren Partner fürs Leben zu finden. Das ist für mich als märchenvernarrte Romantikern natürlich die Erfüllung schlechthin. Und wenn ich all die Nachrichten lese und Bilder sehe, die uns die Pärchen, die sich auf diese Weise kennen und lieben gelernt haben, zukommen lassen, dann geht mir einfach das Herz auf – wie war das noch mit den guten Taten?

Wie jeder Praktikant habe ich anfangs selbstverständlich erst einmal gewisse Eingewöhnungsarbeiten erledigen müssen, die noch nicht von allzu großem Freiraum geprägt waren. Doch meine Vorgesetzte überzeugte sich schnell von meinen Fähigkeiten und Talenten und erweiterte mein Aufgabengebiet immer mehr. Kurz gesagt: Während ich anfangs feststehende Ideen umsetzte, sind es heute meine eigenen kreativen Einfälle, die ich einbringe. Schließlich hieß es eines Tages: „Jacqueline, möchtest du uns zum Actor Fitting für den neuen TV-Spot begleiten?“ Meine Antwort erfahrt ihr im nächsten Teil…

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 4, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 4, 2012

Studentenleben live

Uhr

… kleine Uhren gehen: ticke, tacke, ticke, tacke, und die kleinen Taschenuhren: ticke, tacke, ticke, tacke, tick! So heißt es in dem berühmten Kinderlied von Karl Karow, das wohl jedes Kind kennt.

Meine kleine Taschenuhr ging leider nicht mehr ticketacke ticketacke tick, nachdem ich sie von einem Hochbett habe runterfallen lassen. Mehrere Wochen lag sie, der Sekundenzeiger zuckte gelegentlich noch, auf meinem Schreibtisch. Ich hätte sie natürlich sofort zum Uhrmacher bringen können, aber mir graute es davor, dass die Reparatur mehr kosten würde, als mir eine neue Uhr zu kaufen. Man kennt das Phänomen ja von Schuhen oder ähnlichem. Irgendwann entschloss ich mich aber doch, das kleine Handwerk zu unterstützen und gab die Uhr bei einem Fachmann ab. Als ich zum genannten Abholtermin da war, war die Uhr leider noch nicht fertig. Meine Befürchtungen, dass es ernst war mit der Uhr, schienen sich zu bestätigen. Als ich dann eine Woche später noch mal da war und sie immer noch nicht fertig war, schien es doch eher an der Faulheit des Uhrmachers zu liegen. Als ich meine Uhr zurückverlangte (schließlich gibt es nicht nur einen Uhrmacher in Freiburg), hat er sich noch nicht mal entschuldigt. Anscheinend hat er keine Manieren. Oder das Uhrmachergeschäft läuft so gut, dass er es nicht nötig hat, kleine, nicht antike Taschenuhren zu reparieren. Würde mich zwar wundern bei der allgemeinen Wirtschaftskrise, aber wer weiß das schon.

Der zweite Uhrmacher reparierte die Uhr in fünf Minuten, in meiner Anwesenheit. Und wollte noch nicht mal Geld dafür. Da ich mir aber fest vorgenommen hatte das kleine Handwerk zu unterstützen, konnte ich ihn doch dazu bringen, meinen Fünf-Euro-Schein anzunehmen.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Dec 3, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Dec 3, 2012