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Ausbildung in den Medien

Die Bombe platzt

Der Tag fing ganz ruhig an. Vor meiner Nachmittagsschicht checkte ich wie üblich die letzten Nachrichten, um gut vorbereitet in die Redaktionskonferenz zu gehen. Und dann plötzlich das:

+++Eilmeldung+++ FLUGHAFEN BER: ERÖFFNUNGSTERMIN ABGESAGT +++Eilmeldung+++

Ich konnte zunächst gar nicht glauben, was ich da las, aber als auch andere Zeitungen die Meldung brachten, war die Sache klar: Die groß angekündigte Eröffnung des neuen Berliner Flughafens in knapp einem Monat war tatsächlich auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Mit dem Gefühl im Bauch, dass das heute ein ziemlich intensiver Tag in der Redaktion werden könnte, machte ich mich auf den Weg zum Studio. Am Fahrstuhl traf ich dann auch schon auf meinen Kollegen, der mit Mikrofon bewaffnet aus der Tür stürmte. „Stimmen von der Straße sammeln!!!“, rief er mir noch im Vorbeilaufen zu. Das konnte ja noch heiter werden...

In den Redaktionsräumen angekommen, war schnell klar, dass Pausen heute eher Mangelware sein würden. Ich wurde sofort mit einem Zettel ausgestattet, auf dem an die zwanzig Telefonnummern standen: „Anrufen und Meinungen einholen!“, hieß es nur. Also ließ ich die Leitungen glühen und rief bei Flughafenbetreibern, Experten und Politikern an, um fleißig O-Töne zu sammeln. Am Ende des Tages wusste ich nicht mehr, wie viele Menschen ich angerufen hatte, aber mein halb-taubes Ohr sagte mir, dass es auf jeden Fall genug gewesen sein mussten.

Als die letzten Kollegen nach Hause gingen und so langsam wieder so etwas wie Ruhe in der Redaktion einkehrte, war ich zwar erschöpft, aber irgendwie auch zufrieden. Denn: Für solche Tage lebt man als Radio-Journalist. Tage, an denen sich die Nachrichten überschlagen und man bei all der Hektik einen kühlen Kopf bewahren muss, um die Hörer gut zu informieren; und dass nicht erst am nächsten Tag, sondern dann, wenn es passiert!

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Nov 6, 2012
Autor: Leon
Rubrik: studium
Nov 6, 2012

Studentenleben live

Umzug und Praktikumsplatz: Check! (Teil 2)

Mein Freund und ich hatten also unsere freien Tage dahingehend genutzt, um unser neues Zuhause einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir schlenderten also wie Touristen mit der Kamera bewaffnet durch die Stadt und stellten fest, dass es viel zu entdecken gab.

Abends ging ich noch einmal meine Mails durch und freute mich über eine ganz besonders: Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen! Als ich drei Tage später zu diesem Termin erschien, war ich merkwürdigerweise überhaupt nicht aufgeregt. Nicht einmal ein kleines bisschen. Das heißt aber nicht, dass ich ruhig gewesen wäre – ganz im Gegenteil: Ich fragte mich, warum ich um Himmels willen nicht nervös war. Ich versuchte mich davon nicht beirren zu lassen und konzentrierte mich auf die Fragen, die mir gestellt wurden.

Am nächsten Tag musste mein Freund wieder zur Uni und ich machte es mir mit einem guten Buch auf dem Sofa bequem, als plötzlich mein Handy klingelte: Es war die Personalassistentin des Unternehmens, bei dem ich das Bewerbungsgespräch hatte. Falls ich immer noch interessiert sei, würden sie mir sehr gern die Praktikumsstelle anbieten. Ich sagte natürlich zu, denn auch mir hatte das Gespräch sehr gut gefallen: Ich würde viele Workshops besuchen und auf diese Weise viele neue Dinge lernen können.

Zwei Tage später erschien ich bereits zu meinem ersten Arbeitstag – ihr dürft also gespannt sein, was ich noch alles zu berichten habe!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 6, 2012
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 6, 2012

Studentenleben live

Treffpunkt: 18 Uhr in Rom

In meinem Studiengang sind zwei fünftägige Exkursionen Pflicht und diese Woche geht es für mich nach Rom. Schließlich soll man als Lateinlehrer ja mal diese bedeutenden antiken Ausgrabungsstätten gesehen haben. Und schlecht ist es auch nicht, wenn man weiß, wohin man seine Schülerchen dann in der Oberstufe begleiten wird. Auch ich war in der zwölften Klasse schon einmal dort und bin sehr gespannt, wie es als Studentin (mit hoffentlich mehr Wissen über die Antike als damals im Gymnasium) sein wird. Sicherlich wird es interessant, aber auch sehr, sehr anstrengend. Vierzig Leute haben sich angemeldet und jede wird ein Referat halten. Das heißt also 40 Referate in fünf Tagen. Da die Studiengebühren in Baden-Württemberg jetzt abgeschafft wurden und wohl ausgegeben werden müssen, spendiert und die Uni die Unterkunft und die Museumseintritte. Dafür muss aber die Anreise selbst organisiert werden. Ein bisschen seltsam hört es sich schon an – Treffpunkt Donnerstag, 18 Uhr in Rom – aber so gibt es wenigstens keine Streitereien. Einige wollen vielleicht schon früher hinfahren, andere von zu Hause aus. Außerdem entfällt der Streit um das Fortbewegungsmittel. So müssen die Ökos beziehungsweise Liebhaber der Eisenbahn sich nicht mit den modernen Weltbürgern oder Liebhabern des Flugzeugs duellieren.

In anderen Fächern sieht es mit den Exkursionen allerdings oft nicht so rosig aus. Abgesehen von dem enormen Zeitaufwand für die Vor- und Nachbereitung (den es allerdings auch bei uns gibt), gibt es oft ein Problem mit der Finanzierung. Wenn nämlich nicht nur eine oder zwei Exkursionen Pflicht sind, sondern wesentlich mehr und das Seminar die Fahrten nicht subventioniert, kann es schonmal eng werden. Vor allem, wenn man wie die Geowissenschaftler nach Norwegen muss. Eines der teuersten Länder in Europa.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2012
Autor: Rose
Rubrik: studium
Nov 5, 2012