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Studentenleben live

Erdbeermaske gegen Stress

Die Runde für die „heiße“ Lernphase wurde vor wenigen Tagen eingeläutet. Die Prüfungen sind bald nicht mehr wünschenswert fern, sondern eher unmittelbar nah und absolut real. Es gibt nichts Schmerzlicheres als bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres im Zimmer zu hocken und sich Fakten, Fakten und nochmals Fakten reinziehen zu müssen. Eine explosive Kombination aus Auswendiglernen-auf-Teufel-komm-raus und Transferanwendung. Göttlich. Ich könnte glatt dahinschmelzen. Dann aber schon eher aufgrund der extrem heiß gelaufenen Motoren in meinem Hirn, auch als kleine graue Zellen bekannt.

Um nicht als Flammenwerfer zu enden, habe ich ganz viele liebe, tolle Menschen um mich herum, die für eine gewisse Akklimatisation sorgen, falls ich es selbst einmal vergessen sollte. In der Regel versuche ich es schon selbst und lege mich dann und wann mal mit einer Erdbeermaske im Gesicht auf mein Bett, und zwar mit dem Kopf gen Sonne, schließe die Augen und stelle mir vor, ich läge gerade am Strand von Malibu.

Das eine oder andere Mal wurde ich aber auch schlicht und ergreifend gekidnappt: „So, Jacqueline, schmeiß‘ dein Skript in die Ecke und komm mit oder ich nerve dich so lange mit irgendwelchen Schlagern, bis du sie alle auswendig mitträllern kannst!“ In Anbetracht dieser grausamen Folter habe ich mich lieber schleunigst dazu entschieden, keinen Widerstand zu leisten und brav Spaß zu haben.

Aber nicht beim Lernen.

Heute werde ich nichts mehr machen, aber morgen ist ja auch noch ein Tag und übermorgen und überübermorgen …

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: arbeitsmarkt  |  Mar 21, 2011
Autor: Jacqueline
Rubrik: arbeitsmarkt
Mar 21, 2011

Studentenleben live

Stipendium — vom Prof vorgeschlagen

Der Prof, bei dem ich Hiwi bin, hat mich für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen. Was für eine Chance! Schade, dass mein Notenschnitt nicht auf eine Hochbegabung schließen lasse, meinte er. Dass die neueren, teilweise sehr guten Noten, nun besser seien, deute darauf hin, dass ich wohl ein Spätzünder sei. Damit ließe sich ein Vorschlag wohl noch begründen. Deshalb habe er in einem Schreiben an die Studienstiftung empfohlen, mich in das Bewerbungsverfahren aufzunehmen.

Bald, so meinte er, werden sie mir schreiben und mich auffordern, ein Bewerbungsformular auszufüllen, einen Lebenslauf zu verfassen und so weiter. Stipendium, das bedeutet, in einen Kreis von aufstrebenden Studenten aufgenommen zu werden, mit ihnen Kontakt und Austausch zu pflegen. Stipendium bedeutet aber natürlich ganz besonders auch eine finanzielle Unterstützung. Neben einem Büchergeld von 150 Euro im Monat, wird der gleiche Betrag, den man als BAföG bekommt, ebenfalls von der Stiftung getragen. Der große Unterschied ist jedoch, dass man nicht wie beim BAföG die Hälfte als Kredit gewährt bekommt und am Ende des Studium zurück zahlen muss, sondern, dass es sich um eine reine Förderung handelt. Ein Unterschied also von gut 300 Euro im Monat. Damit ließe sich anders studieren! Ich bin sehr gespannt.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Mar 14, 2011
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Rubrik: studium
Mar 14, 2011

Studentenleben live

Im Konflikt mit einem straffen Studienplan

In einem Monat beginnt mein sechstes Semester. Ich müsste eine Bachelorarbeit schreiben und im Herbst einen ersten akademischen Abschluss in der Hand halten. Die Dinge haben sich aber anders entwickelt: Ich habe die Anmeldefrist für die Bachelorarbeit Mitte Dezember verstreichen lassen und bin erst jetzt dabei, mich einem Thema anzunähern. Ein erstes habe ich schon wieder verworfen. Die nächste Frist Mitte Mai werde ich jedoch sicher einhalten. Ich freue mich schon darauf.

Auch freue ich mich, mir etwas mehr Zeit zu nehmen, um die ein oder andere Reise unternehmen zu können, um das ein oder andere Buch zu lesen und mich auch für Fachfremdes interessieren zu dürfen. Ich verstehe diese Zeit meines Studiums nicht nur als Ausbildung, sondern zu einem viel größeren Teil als Bildung. Dazu gehört dann eben nicht nur die Geschichte und die Philosophie. Wollte ich Weltexperte für irgendein Ereignis der Geschichte oder eine Strömung der Philosophie werden, mein Ansatz wäre der falsche. Mir geht es vielmehr darum, das Menschsein zu begreifen – in seinen vielen Facetten und Ausformungen. Mir geht es um ein Streben nach einem schöneren Leben, nicht im Sinne einer Selbstperfektionierung, sondern, wie ich dazu beitragen kann, das Leben in der Gemeinschaft zu verbessern.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Mar 9, 2011
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Rubrik: studium
Mar 9, 2011