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Ausbildung live

Niemand ist perfekt

Wenn die Ausbildung stressig ist, Freunde und Familie anstrengend sind und man kaum dazu kommt, seine Wohnung zu putzen, Wäsche zu waschen und einzukaufen, bleibt wenig Raum für sich selbst. Es wird erwartet, dass ich alles unter einen Hut kriege, mich nicht beschwere und einfach funktioniere, aber manchmal ist einfach alles zu viel. Und wenn ich dann mal nicht alles schaffe, fühle ich mich schlecht.
An den Feiertagen hatte ich Zeit, mein Leben genauer zu betrachten und mich mit meinen Gewohnheiten auseinanderzusetzen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich oft Dinge tue, auf die ich keine Lust habe und die gar nicht nötig wären. Zum Beispiel muss die Wohnung doch gar nicht immer blitzeblank sein, oder? Statt zu putzen habe ich also ausgemistet: die Sachen, die unnötig rumstehen und ich nicht brauche. Vielleicht erfreut sich jemand anderes daran!
Mein Ziel war es, ab jetzt weniger „rumräumen“ zu müssen, weil die Sachen ihren festen Platz haben. Es stehen weniger Dinge rum und dadurch geht auch das Putzen schneller. Außerdem möchte ich statt großer Putztage lieber kleine Putzeinheiten einführen, um nicht immer alles auf einmal machen zu müssen. Und wenn sich doch Kalkflecken bilden, dann ist das eben so. Einfach loslassen. Niemand ist perfekt.
Ich fühlte mich schon jetzt weniger gestresst und nehme mir mehr Zeit für mich, aber auch für meine Freunde

Autor: Lee-Ceshia   |  Rubrik: ausbildung  |  21.01.2019

Ausbildung live

Wenn ein Plan nicht funktioniert

Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell. Wenn ich jetzt sage, in zwei Jahren und elf Monaten bin ich examinierte Kinderkrankenschwester, hört sich das noch unfassbar weit weg an. Ist es auch. Und irgendwie auch nicht. Jeder Tag, jede bestandene Prüfung bringt mich dem Examen ein Stück näher.
Gerade bin ich jedoch etwas frustriert. Vor mir liegt eine mündliche Prüfung. Eine Gruppenarbeit in Form einer Präsentation zum Thema Multiresistente Erreger. Eigentlich ein spannendes Thema. Auch meine Gruppe ist super und wir haben viele Ideen. Doch es scheitert an der Umsetzung. Wir haben bereits Videomaterial für die Präsentation gesammelt. Und mein Videoprogramm schneidet es auch, will es aber partout nicht speichern und konvertieren. Also müssen wir uns eine Alternative überlegen.
Ich bin jetzt schon froh, wenn ich die Präsentation endlich hinter mir habe. Es geht nicht um das Fachliche – das haben die anderen und ich sorgfältig herausgearbeitet. Aber das Schneiden, was normalerweise funktioniert, raubt mir den letzten Nerv. Und das frustriert unheimlich. Immerhin haben wir viel Zeit und Energie investiert. Nichtsdestotrotz wird am Prüfungstag ein Lächeln mein Gesicht zieren und ich werde mich professionell verhalten. Ob ich nochmal ein Videoprojekt für eine Präsentation starte, überlege ich mir allerdings zweimal.

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  11.01.2019

Ausbildung live

Nein sagen

Ich bin in vielen Angelegenheiten ein konfliktscheuer Mensch. Die Menschen in meiner Umgebung freuen sich über meine tolerante Art und auch darüber, dass ich zu vielen Sachen „Ja“ sage.
Aber warum tue ich das? Manche Vorschläge finde ich nicht gut, doch um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen, sage ich „Ja, in Ordnung“. Ein Problem, das sicherlich viele Menschen kennen. Ich habe diese Gewohnheit hinterfragt und versucht, Gründe für und gegen dieses Verhalten zu finden.
Pro: mein Gegenüber bekommt seinen Willen und ist glücklich, außerdem habe ich keinen Konflikt provoziert.
Contra: Ich habe nicht zu meiner Meinung und meinen Gefühlen gestanden und muss nun etwas tun, worauf ich keine Lust habe.
Es sollte also eigentlich nicht schwer sein, „Nein“ zu sagen. Doch besonders, wenn der Chef oder eine nette Kollegin vor mir steht, kommt es mir einfach nicht über die Lippen. Dabei zeugt es von Selbstbewusstsein, „Nein“ zu sagen. Es zeigt Grenzen auf und kann langfristig Konflikte vermeiden. Warum fällt es den meisten dann so schwer? Vielleicht, weil unsere Gesellschaft erwartet, dass man zu jeder Zeit gut gelaunt, offen und hochmotiviert ist. Ein „Nein“ passt da nicht hinein.
Vielleicht probiert man es mit einem Kompromiss: Wenn ich zum Beispiel weiß, dass jemand anderes eine Aufgabe viel lieber und besser machen würde als ich, dann schlage ich vor, denjenigen zu fragen. Um ein „Nein“ nicht alleine stehen zu lassen, sollte man seinem Gegenüber auch immer sachlich erklären, warum das jetzt nicht geht oder man das nicht möchte. Vielleicht hat derjenige mehr Verständnis als man denkt. Natürlich sollte man sich nicht vor allem verschließen, und nur noch „Nein“ sagen. Doch sich bewusst zu machen, was man möchte und was nicht, ist ein erster Schritt.

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