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Studium

Plötzlich Studentin

Mein Studentenleben begann im Oktober letzten Jahres an dem Tag, als ich mich mit Sack und Pack auf der Fahrt von Nürnberg in meine neue Heimat Passau befand und dies sogar schon eine Woche vor der regulären Vorlesungszeit. Denn wie bei den meisten „Quietschies", wie man die Erstsemestler zu nennen pflegt, fing auch mein Jurastudium erstmal mit einer Einführungswoche an.

Ich rief mir auf dieser Fahrt die aufregenden letzten Monate, die Nach-Abi-Zeit, nochmal ins Gedächtnis, eine Zeit, die viel zu schnell zu Ende gegangen war. Denn kaum war der Zulassungsbescheid ins Haus geflattert, ging alles plötzlich ganz rasant: die Wohnungssuche, die Immatrikulation, der Umzug und schließlich der Abschied von zu Hause.

Es war eine Mischung aus Unbehagen und Neugier, die sich einstellte, kurz bevor eben jenes neue Leben begann, auf das ich so lange hingearbeitet hatte. Und doch kann ich sagen, dass ich mich auf das freute, was mich wohl erwartet.

Am Abend desselben Tages - nachdem ein erstes Beschnuppern mit den WG-Mitbewohnern stattgefunden hatte - lag ich also nun erstmal in meinem neuen Bett in meinem neuen Zimmer in einer neuen Stadt und freute mich auf meinen ersten Tag an der Uni - als echte Studentin!
Autor: Elena  |  Rubrik: studium  |  Sep 28, 2007
Autor: Elena
Rubrik: studium
Sep 28, 2007

Studium

Endlich frei sein

Alles endete beziehungsweise begann vor einem Jahr. Schnell fanden noch die letzten Lernvorbereitungen fürs Colloquium statt, doch eigentlich war man gedanklich schon gar nicht mehr bei der Sache. Schließlich wartete etwas ganz großes und besonderes auf einen. Nie mehr für die Schule lernen müssen, die Abifeier planen und, ja, noch besser, sich schon in die Abifahrt hineinträumen, vielleicht bald weg von zu Hause sein und auf sich allein gestellt, kurzum: Endlich FREI SEIN!

Nun, ein Jahr später sitze ich, 200 Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt, im kleinen Städtchen Passau an meinem Schreibtisch und kann von der viel versprochenen Freiheit momentan nicht so viel spüren: Nächste Woche beginnen meine Zwischenprüfungen, denn ich studiere Jura im zweiten Semester an der Universität Passau.

Ach, wie war das schön, vor einem Jahr, als ich das Gefühl hatte, es nun geschafft zu haben. Die endlos lange Schulzeit hinter mir, fühlte ich mich, als würden mir die Tore der Welt offen stehen, als würde alles möglich sein. Partys ohne Ende, Vorfreude auf die WM, all das waren die Dinge, die mich beschäftigten. Wie stolz waren wir alle bei der Abiturfeier, als wir hochfeierlich unser Abizeugnis in den Händen hielten, um danach uns und natürlich den Sieg der Deutschen gegen Argentinien feiern zu können.

Doch von einem wurden die Vorbereitungen für Abiturfeier und -zeitung ständig begleitet. Nämlich von der Frage, die man ständig gestellt bekam: „Und, wie geht`s bei dir jetzt weiter?" Es blieb einem also gar nichts anderes übrig, als sich über seine Zukunft Gedanken zu machen. Und das möglichst schnell, denn die Anmeldefrist an den Unis lief ja nur bis Ende Juni. Und da war ich mir sicher: Ich werde auf jeden Fall studieren.

Natürlich begannen die Gedanken um die eigene Zukunft schon in der Kollegstufe. Doch die vagen Vorstellungen, wie etwa: Ich will irgendwas mit Sprachen, Medien etc. machen, befriedigten weder die ständig nachfragenden Verwandten noch einen selbst. Irgendwann fragte ich mich, wie konkret ich mir mein Leben nach der Schule vorstelle, was mich interessieren könnte und auch, wie ich mir mein Berufsleben ausmale.

Erst waren es die Medienwissenschaften, die ich ins Auge fasste, um genauer zu sein Medien- und Kommunikationswissenschaften, was ich damit begründete, dass ich schließlich eine ambitionierte Deutsch-Lklerin sei. Als ich jedoch von dem meist viel zu hohen N. C. hörte, löste sich der Wunsch recht schnell in Rauch auf.

Zu diesem Zeitpunkt kam Passau ins Spiel. Ich hörte von einem interessanten und neueren Studiengang, den es so wohl nur in Passau gibt: Kulturwirtschaft. Hier vereinten sich alle meine Interessen: Kulturwissenschaften, verschiedene Kulturbereiche, Sprachen, garantierte Auslandsaufenthalte, BWL und VWL, alles in einem Studiengang. Doch auch hier wurden meine Pläne leider vom hohen N.C. durchkreuzt.

Autor: Elena  |  Rubrik: studium  |  Sep 19, 2007
Autor: Elena
Rubrik: studium
Sep 19, 2007

Studium

Ein neuer Lebensabschnitt!

Heute ist es endgültig. Die neue Mieterin hat den Vertrag unterschrieben. Ich blicke nach vorn auf ein neues Zuhause in Karlsruhe. WG-Zimmer. 2 Jungs und 2 Mädels. Zurück blicke ich auf die oft anstrengende, aber im Rückblick eher nur positiv gesehene Oberstufenzeit. Danach 10 Monate Ausbildung, die ich aber wegen Unterforderung und permanenter Langweile wieder aufgegeben habe. Angefangen hatte ich sie ursprünglich um erste praktische Erfahrungen zu sammeln, den Arbeitsalltag in einem nine to five-Job kennenzulernen und Selbstvertrauen sowie Selbstsicherheit im Umgang mit Fremden zu gewinnen. Leider wurde ich in meinen Erwartungen enttäuscht.

Als ich die Lehre abbrach, dachte ich, ich wäre nun mein Leben lang gestempelt: „Ausbildung abgebrochen = inkonsequent = ohne Durchhaltevermögen = Looser". Mittlerweile sehe ich das anders. Ich habe mich in den Monaten, in denen ich total unglücklich und unzufrieden war, mehr denn je mit mir selbst beschäftigt. Ohne diese Zeit des Verzweifelns, Nachdenkens und Ausheulens bei meinem Freund wäre ich nie auf die vielen Studienmöglichkeiten gekommen, die ich jetzt habe.

Bei 20 Bewerbungen habe ich einige Zusagen erhalten. Nochmal hatte ich die Qual der Wahl. Ich hatte riesige Angst, mich wieder für das Falsche zu entscheiden. Aber seit ich den ausgefüllten Immatrikulationsantrag für den Studiengang "Technische Readktion" abgeschickt habe, bin ich zufriedener denn je.

Angst, in eine fremde und vor allem doppelt so große Stadt wie meine jetzige zu gehen, habe ich natürlich trotzdem noch. Aber die wurde auch schon gemindert, seit ich weiß, dass ich meine Wunsch-WG bekommen habe. Sorgen habe ich eher, was meine Freunde betrifft. Der Umzug bedeutet auch gleichzeitig, dass ich mich bald in einer Fernbeziehung befinden werde. Werde ich genügend Vertrauen haben? Wie oft werden wir uns sehen können? Besteht die Gefahr des Auseinanderlebens? Und meine Freundinnen, wie wird es wohl sein, sich nicht mehr spontan treffen zu können, Emotionen nur über Telefon und Internet zu vermitteln? „Gute Freundschaften halten alles aus." Hoffentlich stimmt das.

Autor: Ute  |  Rubrik: studium  |  Sep 7, 2007
Autor: Ute
Rubrik: studium
Sep 7, 2007