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100 erste Tage an der Uni

Ein Lächeln

Ich sitze im Park, frühlingshafte Sonnenstrahlen wärmen meine Nasenspitze und blenden meine Augen, so dass ich sie schließe. Jetzt spüre ich den kleinen Windhauch, der noch morgendlich kühl über meinen Nacken weht und zwischen meinen Fußzehen hindurch. Die zartgrünen Blätter rascheln und regnen Lichtstrahlen und Schattenflecken. Ein Lächeln auf meinen Lippen.

Die Straßen sind leer, es ist spät und kalt als ich die Bibliothek verlasse. Ich habe Hunger, der Wind gibt mir eine Gänsehaut, mir schaudert ein wenig. Ich trete in die Pedale, die Reifen surren, ich trete kräftiger, sie surren lauter. Ich husche zwischen zwei Lichtkegeln über die Kreuzung, dann Straßenbahnschienen, dann ein Lächeln. Ich lasse den Lenker los, richte mich auf und singe ein paar Liedfetzen in das Dunkel. Das Rad fährt sich selber. Eine Bordsteinkante, ein Ruck. Ein gelbes warmes Licht hinter einem Fenster. Ich bin da.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Apr 29, 2009
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Rubrik: studium
Apr 29, 2009

100 erste Tage an der Uni

Modulwahl - ein Hauen und Stechen

Das neue Semester hat angefangen: auf ein neues Hauen und Stechen um einen Platz im gewünschten Modul. Geschichte oder Philosophie, Spanisch oder Italienisch, Klettern oder Fechten - alle sind sie überbelegt. Drei Module wollte ich belegen, zwei in Geschichte, eines in Philosophie, und einen Kurs in Spanisch. Zum Schluss hatte ich nur ein Geschichtsmodul und in ein zweites bin ich auch nur rein gekommen, da ich mich einfach in das Seminar gesetzt und auf der Anwesenheitsliste eingeschrieben habe.

Für Sprachkurse sollte man sich eines Morgens ab neun Uhr im Internet registrieren. Als ich fünf Minuten nach neun einen Spanischkurs belegen wollte, war der schon ausgebucht sowie noch zwei weitere - in einen Italienischkurs kam ich noch rein. Den konnte ich aber aufgrund des mir zugeteilten Geschichtsmoduls dann doch nicht belegen. Als ich zum Spracheninstitut ging, um mich von dem Kurs austragen zu lassen, sagte die Sekretärin zu mir, dass sich da einer der 90 Wartenden sehr freuen würde.

Im letzten Semester hatte ich das Glück, alle gewählten Module auch zugeteilt zu bekommen. Damals hatte es mich überrascht, wie verzweifelt manch ein Kommilitone sich zu der Menschentraube vor dem Büro der Restplatzvergabe gesellte und wie euphorisch manch einer, der dann doch Glück gehabt hatte, wieder von dannen zog. Restplatzvergabe - hier wird der Student zum Tier. Je stärker, je geschickter, desto besser. Hauptsache man kommt der Tür, hinter der sich alles entscheidet, besonders nahe. Ob das an anderen Unis in den Bachelorstudiengängen auch so ist?!

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Apr 16, 2009
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Apr 16, 2009

100 erste Tage an der Uni

Meine erste Hausarbeit (Teil 3)

Donnerstag, nachdem ich mich mit etwas kaltem Wasser, kaltem Wind und heißem Kaffee ermuntert hatte, las ich mir das bisher Geschriebene noch einmal durch, war aber doch nicht so zufrieden. Das ein oder andere verbesserte ich noch und machte mich an die mühseligen Fußnoten. Am späten Nachmittag druckte ich das Ding aus, band es in einen Umschlag und lieferte es kurz vor Schließung am zuständigen Sekretariat ab. Puh!

Was soll ich nun von diesem Erlebnis halten? Es ist ein zweischneidiges Schwert: Gesund war das nicht, die Bedürfnisse meines Körpers habe ich nicht respektiert, ihn nicht geschont, ihn ausgebeutet. Das habe ich dann auch gespürt. Jetzt musste ich erst einmal joggen, heiß duschen und dann schlafen, dann wieder joggen, kalt duschen und was Gutes, was für die Seele, essen.

Auf der anderen Seite dieses Schwertes war das Eintauchen, das absolute Ergriffensein von einem Thema, das sich gänzlich Hineinversetzen - etwas sehr Lohnendes und Belohnendes...

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 12, 2009
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Rubrik: studium
Feb 12, 2009