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100 erste Tage an der Uni

Start der Sommerschule in Prag

Eine Woche bin ich nun schon wieder in Prag und genieße es sehr: Endlich kann ich wieder über die Karlsbrücke laufen, in der Metro sitzen und in meiner Stammkneipe ein Bier trinken.
Die Sommerschule slawischer Studien hat begonnen – und es gibt ein straffes Programm. Den Einstufungstest habe ich überraschend gut abgeschlossen, weshalb ich nun im höchstmöglichen Level bin. Das bedeutet täglich zweimal eine Dreiviertelstunde Sprachkurs für das Level B2+, eine Stunde Seminar und eine Vorlesung. Jeden Tag kann man aus zwei Vorlesungen wählen. Dadurch habe ich nun schon viel Neues über Themen aus Politik und Kultur in Tschechien gelernt, wenn es mir auch oft schwerfällt, den tschechischen Vorlesungen zu folgen. Wie früher in der Schule heißt es nach dem Unterricht: Hausaufgaben machen.
Zudem gibt es immer ein reiches Nachmittags- und Abendprogramm, zum Beispiel Sing- und Filmabende oder wir besuchen aktuelle Ausstellungen in den zahlreichen Museen.
Das Beste an der Sommerschule ist aber ihre Internationalität. Wir sind 142 Teilnehmer von allen Kontinenten der Welt. Ich teile mir mein Zimmer im Studentenwohnheim mit einem Ungarn. Gleich nebenan wohnt ein US-Amerikaner. Am Mittagstisch sitzt man mit Finnen und Franzosen an einem Tisch, im Sprachkurs neben Ägyptern, Ukrainern, Japanern, Polen, Israeilis und Lichtensteinern.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 22, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 22, 2016

100 erste Tage an der Uni

Klischeestudent

Vor kurzem fand die Summer University (SU) statt, von deren Verlauf ich schon in meinem letzten Blogeintrag erzählt habe. Als Mitorganisatorin war ich fast jeden Tag eingespannt und sorgte unter anderem dafür, dass das Abendprogramm reibungslos ablief. Dadurch, dass ich auch für einige Programmpunkte außerhalb Aachens zuständig war, war ich gefühlt durchgehend auf Achse. Meine Vorlesungszeiten nahm ich nur noch als flexiblen Richtwert wahr. Ich muss zugeben, dass ich mehrmals pro Veranstaltung das ein oder andere Auge schloss.
Zumindest nach meinem Ermessen hatte ich aber auch jeden Grund dazu. Eine SU ist schon als Teilnehmer eine ernst zu nehmende Veranstaltung. Für das Orga-Team ist der Spaßfaktor zwar genauso hoch, kostet aber auch deutlich mehr Nerven. Insbesondere, wenn man gerade nicht vor Ort ist, aber über Telefon darüber informiert wird, dass zwei Teilnehmer in einem nicht definierbaren Radius abhandengekommen sind oder wenn man tonnenweise an Grillfleisch kauft und beim Einräumen dann bemerkt, dass der Kühlschrank kaputt ist. Aber zum Glück ließ sich meistens alles schnell klären. Für das Grillfleisch gaben am Ende sogar zwei Kühlschränke ihr Bestes – es gibt eben wenig, was sich nicht mit einem Verein wie AEGEE und so vielen freiwilligen Helfern regeln ließe.
Zu meiner großen Erleichterung hatten wir über die gesamten zwei Wochen also eher mit unserem persönlichen Schlafdefizit, als mit den vergleichsweise kleinen Katastrophen im Ablauf zu kämpfen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Aug 17, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Aug 17, 2016

100 erste Tage an der Uni

Studentenstadt Heidelberg

Durch einen Freund kam ich vor kurzem in eine richtige Studentenstadt: Heidelberg. Überall auf den Straßen und in den kleinen Gässchen begegnen einem hier junge Menschen. Einzig und allein in einer Kunstgeschichtsvorlesung, die wir besuchten, überwogen grauhaarige Gasthörer. Doch nicht nur dieses Studentenleben ist es, was mir an der Stadt so gefallen hat, sondern auch die Lage. Anders als in Leipzig, gibt es hier einen richtigen Fluss, den Neckar, und besteigt man einen der umliegenden Hügel, kann man eine tolle Panoramaaussicht genießen.
Weshalb ich schließlich einen Teil meines Herzes an Heidelberg verloren habe, hat allerdings einen anderen Grund: Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen und die Mensa der Heidelberger Universität ist ein Paradies für jeden Studierenden. Es gibt ein Buffet mit den allerfeinsten Speisen. Der Preis wird grammgenau abgerechnet. Und auch am Abend lohnt sich ein Besuch: Die Mensa hat hier nämlich bis 22 Uhr geöffnet und so kann man noch gemütlich beim Abendessen im Innenhof beisammensitzen und ein frisch gezapftes Bier von der Bar trinken, die sogar erst um Mitternacht schließt.
Sollte man trotz der späten Schließzeiten der Mensa noch Hunger verspüren, so lohnt sich ein Besuch des „Vater Rhein“, eine kultige Kneipe, in der die Bedienung permanent damit beschäftigt ist, Nudelteller auszuteilen. Wie es dazu kommt? Bis zwei Uhr gibt es dort zu jedem Kaltgetränk eine Portion Spagetti für zwei Euro dazu. Das Konzept geht auf – zumindest bei mir. Ich könnte mir richtig gut vorstellen, hier zu leben.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Aug 15, 2016