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100 erste Tage an der Uni

Totalschaden

Am Karnevalssonntag wollten einige meiner Freunde und ich zuerst in der Stadt feiern und anschließend den Superbowl, das Finale des amerikanischen Football, schauen. Wir brachen zu Fuß von der Innenstadt aus auf, um ein paar Stunden vorm „Kiffoff“ vor dem Fernseher zu sein. Wir waren bereits kurz vor unserem Ziel, als plötzlich ein Auto an uns vorbeifuhr. Viel zu schnell und auf der Gegenfahrbahn. Als ihm zwei Autos entgegenkamen, wich der Fahrer gerade noch rechtzeitig aus und wir atmeten alle bereits erleichtert auf, bis wir einige Millisekunden später ein lautes Quietschen, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Krachen, hörten.
Nach einer Schrecksekunde sprinteten die Jungs los, während meine Freundin und ich Rettungswagen und Polizei alarmierten. Als wir den Unfallort erreichten, fanden wir eine Frau auf dem Fahrersitz des ramponierten Autos und einen Mann, der es irgendwie geschafft hatte, auszusteigen. Zu zweit kümmerten wir uns darum, den taumelnden Mann auf den Boden zu legen. Während ich bei ihm blieb, um herauszufinden, wie schwer er verletzt war, kümmerten die anderen sich um die Frau. Zum Glück waren schnell weitere Ersthelfer zur Stelle und auch der Krankenwagen kam nach ein paar Minuten. Obwohl der Schock allen spürbar in den Knochen saß, waren wir erleichtert, dass beide Insassen nur „leicht verletzt“ waren.
Auch wenn dieses Erlebnis wirklich schockierend war, mussten wir im Nachhinein darüber schmunzeln, wie witzig die Szene gewirkt haben musste: ein Mann im Cheerleaderkostüm, der dicht gefolgt von einem Mann mit einem Burger auf dem Kopf zur Unfallstelle sprintete. Sekunden später hechteten ein Quarterback und ein Krümelmonster hinterher. Nachdem wir wissen, dass die beiden Unfallopfer keine Folgeschäden davon tragen werden, können wir sogar über das Polizeifoto lachen, auf dem meine Freundin mit ihrem leuchtend blauen Krümelmonsterkostüm hinter dem verunglückten Auto hervorragt.

 

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Feb 22, 2016

100 erste Tage an der Uni

Lieferschwierigkeiten

Dass ein Umzug nicht in zwei Tagen erledigt ist, war mir durchaus bewusst bevor ich den Mietvertrag für meine neue WG unterschrieb. Dass er sich aber über Monate hinweg ziehen kann, hatte ich jedoch nicht eingeplant. In den ersten zwei Wochen in Aachen schlief ich auf einem noch knarzenden Bett und lebte dank der fehlenden Einlegeböden meines Schrankes aus dem Koffer. Bis ich eine Gardinenstange hatte, dauerte es noch einmal so lang, die Gardinen selber schafften es etwa einen Monat später in mein Zimmer. Mittlerweile hatte ich immerhin schon einen Teil meines Schreibtischs und das Bett knarzte nicht mehr. Von den Einlegeböden, die aufgrund wochenlanger Lieferschwierigkeiten immer noch nicht eingetroffen waren, einmal abgesehen, war ich knappe drei Monate später endlich vollständig eingerichtet. Seit letzter Woche hängen auch die obligatorischen Poster, Collagen und Fotos wieder überall im Zimmer und ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk.

Trotzdem hätte ich nie gedacht, dass mir die Werkstatt meines Vaters so fehlen würde, wenn ich sie nicht mehr direkt unterhalb der Wohnung hätte. Denn obwohl ich die nötigen Umzugsutensilien ordentlich zusammengepackt hatte, fehlte am Ende doch immer irgendeine Kleinigkeit. Wer denkt schon an so etwas wie eine Schere oder ein Messer? In diesem speziellen Fall hatte ich das Glück, dass ich in eine bereits voll eingerichtete WG zog, trotzdem musste ich erstmal ein wenig suchen, bis ich das benötigte Objekt in der Küche fand. Letztendlich habe ich es aber doch noch geschafft komplett umzuziehen.

Das Einleben in der WG ging dagegen sehr schnell. Mit zwei netten Jungs lebt es sich sehr angenehm, mitunter lustig und vor allem unkompliziert. Vorausgesetzt, dass ich abends mal nicht für irgendein Treffen unterwegs bin, kochen wir sogar ab und zu ziemlich gesund und lecker. Unabgesprochen finden wir uns auch regelmäßig zur geselligen Lernpause in der Küche ein, um den ein oder anderen Tee zu schlürfen. Schließlich muss man gerade ein lernendes Hirn mit ausreichend Flüssigkeit versorgen!

Ich bin also rundum zufrieden mit meiner neuen Wohnsituation. Und wenn ich das Selberkochen irgendwann doch mal leid bin, gibt es immer noch Hotel Mama, das mich – bisher zumindest – immer wieder liebevoll aufnimmt und durchfüttert.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Feb 15, 2016

100 erste Tage an der Uni

Semester geschafft!

Mit stolzgeschwellter Brust konnte ich am vergangenen Freitag nun offiziell verkünden: Juhu ich bin kein Ersti mehr! Nach den Semesterferien kann ich gemeinsam mit meinen Kommilitonen die neuen Studienanfänger nostalgisch betrachten und an unsere eigenen ersten Schritte denken.

Trotzdem hält das Studium mich auch weiterhin auf Trab. Die Klausur in Rechtsphilosophie habe ich zwar hinter mich gebracht, aber die Tage, die ich in der Bibliothek verbringen muss, sind noch trotzdem noch nicht vorbei. Es stehen zwei Hausarbeiten an, für die ich wohl jeweils vier Wochen brauche. Das finde ich ziemlich viel. Ältere Kommilitonen sagen, dass man während der Hausarbeitenphase als Gruppe noch einmal stärker zusammenwächst, aber ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass wir das auch ohne Hausarbeit hinbekommen hätten. Aber da müssen wir wohl durch.

Heute wurde der dreiseitige Sachverhalt für Zivilrecht auf die Online-Plattform für Studierende hochgeladen und meine Reaktion war erst einmal pure Verzweiflung. Nach der Verzweiflung kam die Resignation und danach schrieb ich ein paar lustige Nachrichten an eine meiner besten Freundinnen in Heidelberg, ob wir denn nicht einfach in den Regenwald auswandern könnten. Wir haben aber recht schnell erkannt, dass uns das Geld für den Flug nicht ausreichen würde und da wir in Europa auf die Schnelle keinen Dschungel gefunden haben, akzeptieren wir unser Schicksal.

Ich hätte nie gedacht, dass mir Unterrichtsphasen beziehungsweise Vorlesungszeiten mal mehr gefallen würden als die Semesterferien. Momentan bin ich jedenfalls dabei den Sachverhalt für Zivilrecht zu verstehen und in verständlichere Happen zu teilen. Die Bibliothek wartet also auf mich…

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 10, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Feb 10, 2016