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100 erste Tage an der Uni

Wie man erfolgreich eine Prüfung über den Haufen wirft

Ich weiß nicht, wie das bei Studiengängen an „normalen“ Hochschulen läuft, nehme aber mal an, man bekommt die Prüfungsform (Hausarbeit, mündliche Prüfung oder Klausur) vorgeschrieben. An der Fernuniversität kann man die jeweilige Prüfungsform größtenteils selbst festlegen, solange man sich an allgemeine Vorgaben hält. Für dieses Semester hatte ich zwei Klausuren geplant und auch beim Prüfungsamt angemeldet.

Mit der Bearbeitung des ersten Moduls war ich Anfang Dezember fertig, sodass ich den Stoff bis zur Klausur im März nur noch wiederholen muss. Dann begann ich die Studienbriefe des zweiten Moduls „Geschichte der Schriftkultur“ zu lesen. Dabei stellte sich heraus, dass mich die meisten Themen überhaupt nicht interessieren und dass es ganz schön viel zu lernen ist. Ich fühlte mich komplett überfordert. Und da ich in diesem zweiten Modul keine Klausur schreiben muss, unterhielt ich mich im dazugehörigen Fernuni-Forum mit einer Professorin über andere Prüfungsmöglichkeiten. Sie legte mir eine mündliche Prüfung ans Herz. Allerdings machen mich mündliche Prüfungen immer furchtbar nervös, da ich in solchen Situationen sehr schüchtern bin, weswegen ich mich kurzerhand entschloss, eine Hausarbeit anzufertigen.

In einer Nacht- und Nebelaktion suchte ich also nach einem passenden Hausarbeitsthema und landete schließlich im Frühmittelalter bei Karl dem Großen. Dann meldete ich mich von der Klausur ab und die Hausarbeit an, was Gott sei Dank völlig problemlos klappte, weil die Ummeldefrist noch nicht abgelaufen war. Seitdem habe ich eine Fragestellung ausgearbeitet und feile momentan an meinem Exposé, das ich abgeben muss, bevor ich die Hausarbeit von mindestens fünfzehn Seiten schreiben darf.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Feb 4, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Feb 4, 2015

100 erste Tage an der Uni

Das erste Seminar

Voller Vorfreude fuhr ich vor einiger Zeit zur ersten Präsenzveranstaltung in meinem Studium. Es gibt jedes Semester eine Reihe an Veranstaltungen, wovon man eine oder mehrere auswählen kann, falls sie thematisch interessant erscheinen. Im gesamten Studium muss ich mindestens drei dieser Seminare besuchen, empfohlen werden allerdings mehr. Für das erste Semester hatte ich mir „Einführung in die Geschichtswissenschaft“ ausgesucht, da ich optimal auf die Klausur im März vorbereitet sein wollte und dachte, diese Veranstaltung wäre dazu da, das Wissen, welches mir durch die Studienbriefe vermittelt worden war, anzuwenden und zu vertiefen.

Die Veranstaltung fand in Hagen statt, direkt in den Räumen der Fernuniversität. Eine ine gute Möglichkeit, sich den Campus einmal genau anzusehen. Davor hatte ich jedoch schon eine Sache gelernt: Mit meinem Studentenausweis darf ich die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Ein älterer Kommilitone machte mich darauf aufmerksam. Schon da machte sich die „Vielfalt“ der Studierenden bemerkbar: Der Mann war um die 60 Jahre alt. Bei dem Seminar kam es jedoch leider nicht wirklich zu einer Wiederholung des klausurrelevanten Stoffes. Hauptsächlich wurden die Fachbereiche vorgestellt. Ein Großteil des Seminars war für meinen Geschmack viel zu trocken, ich hätte mir ein bisschen mehr Praxis gewünscht. Vielleicht waren meine Erwartungen aber auch einfach zu hoch.

Wirklich erfreulich war hingegen der Austausch mit meinen Kommilitonen, die aus ganz Deutschland (und dem Ausland) angereist kamen. Normalerweise läuft der Kontakt nur über das Internet, was ziemlich unpersönlich ist. Jetzt kann ich den Namen wenigstens Gesichter zuordnen. Und manche werde ich sicherlich irgendwann mal wieder sehen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jan 29, 2015

100 erste Tage an der Uni

Pflichtpraktikum

In diesem Beitrag geht es um mein studentisches Pflichtpraktikum, das ich nächstes Semester absolvieren möchte. Dabei stellen sich mir drei Hürden in den Weg, die es zu überwinden gilt: Ich möchte einen Praktikumsplatz zu finden, der

1. für vier Wochen vergeben wird,

2. zum dazugehörigen Praxismodul passt,

3. nicht todsterbenslangweilig ist.

1. Die meisten Praktika werden für einen längeren Zeitraum ausgelegt, meistens ein paar Monate. Das wäre an sich gar nicht schlimm, wenn ich mir bei der Organisation meines Studiums über den Weg trauen würde (ich muss quasi nebenbei noch für eine Klausur lernen).

2. Im Fernstudium gibt es einige Module, bei denen die Möglichkeit besteht, eine „praxisbezogene Hausarbeit“ zu schreiben. Einfach ausgedrückt: man kann/darf/soll, wenn man das Modul belegt hat, sein Pflichtpraktikum machen. Allerdings muss das Praktikum thematisch passen. In einem Modul zu mittelalterlichen Familienkonstellationen wird es schwer, ein Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit unterzubringen. Bei einem Modul zur politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts hingegen wäre die Arbeit in einem Museum, das sich ausschließlich mit der Antike befasst, fehl am Platz.

3. Die meisten Praktika haben einen nicht unerheblichen Anteil an Büroarbeit. Leider. Weswegen ich mich mal nach „alternativen Praktikumsplätzen“ umgesehen habe. Allerdings weiß ich noch nicht, wie ich die meinen Professoren verkaufen soll, wenn mich die Betriebe tatsächlich nehmen. Mich interessieren zum Beispiel Praktika in einer Schokoladenfabrik, in einer Wildkräutergärtnerei, bei einem Magazin, das sich ausschließlich Filmen widmet, im Kino und, und, und. Natürlich habe ich mich aber auch bei den „normalen“ kulturwissenschaftlichen Einrichtungen beworben. Mal sehen, was es am Ende wird.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jan 23, 2015