Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

100 erste Tage an der Uni

Filmproduktion (Teil 1)

KUBUS. Diese Buchstabenfolge steht nicht nur für Würfel, sondern vor allem für ein Modul, das ich im Rahmen des Wahlpflichtbereichs gewählt habe: Karriere und Beruf und Studium. Das Modul besteht aus vier Teilen: Praxisfelderseminar, Workshop, ein Praktikum über zwei Wochen und Praxisforum. Das Praxisfelderseminar, bei dem man im Hörsaal sitzt und Leuten zuhört, die von ihrem Werdegang berichten, den sie mit einem Studium der Geisteswissenschaften hingelegt haben, habe ich bereits im Wintersemester hinter mich gebracht. Das Praktikum werde ich voraussichtlich in den übernächsten Semesterferien erledigen und das Praxisforum, bei dem man abschließend seinen beruflichen Werdegang genauer plant und am Ende hoffentlich weiß, was man später genau machen möchte, werde ich im sechsten Semester belegen.

In diesem Semester habe ich nun den Workshop belegt: Filmproduktion. Drei Tage an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden von zehn bis 18 Uhr in der Uni zu sein, um zwei Credit Points und einen selbstgedrehten Film zu erhalten, klang nach einem guten Deal. Mir war vorher zwar etwas mulmig, weil eine Freundin den Workshop schon einmal besucht und mit ihrem Team nicht besonders viel Spaß hatte, aber die Sorgen waren unbegründet: Zwei Jungs und sechs andere Mädchen saßen mit mir im Seminarraum und alle waren ziemlich motiviert. Die Vorgaben fielen sehr frei aus: „Dreht einen Film!“ Alles andere war uns überlassen.

Nach der Sichtung von ein paar Filmen aus den letzten Semestern zur Einstimmung und Inspiration wurde erst einmal diskutiert. „So ein festes Skript ist nicht so gut, man konnte ja gerade sehen, dass das schnell auswendig gelernt wirkt.“ – „Vielleicht sollten wir nur mit Voiceover arbeiten?“

Eine Weile überlegten wir, den Sturm über Deutschland als aktuelles Thema zu nutzen und den Kontrast zwischen den Menschen darzustellen, die ziemlich schnell vergessen haben, was hier los war, und einer Person, die einen Angehörigen oder Freund verloren hat. Wir haben diese Idee aber schnell wieder verworfen: „Aber das ist doch schon alles weg, es gibt keine umgekippten Bäume und abgerissenen Zweige mehr, die haben doch alles schon abtransportiert!“ –„Hm, dann müssen wir eben den Drehplatz ein bisschen herrichten!“

Und aus diesem Gedanken entsteht letztendlich der Plot für unseren Film: Ein komödiantisches Making-of einer Reportage, in der von vorne bis hinten geschummelt wird.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jul 4, 2014

100 erste Tage an der Uni

Zukunftsaussichten

Nächstes Jahr Ende Februar bin ich bereits fertig mit meinem Bachelorstudium. Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich das echt krass. Eben habe ich noch die Schulbank gedrückt und mein Abi geschrieben, jetzt soll es auch mit der Uni schon wieder vorbei sein?

Nun ja, irgendwie bin ich sogar ganz froh, den Bachelor so schnell hinter mich bringen zu können. Zum einen, weil man dann das gute Gefühl hat, etwas geschafft und abgeschlossen zu haben. Und zum anderen, weil ich mich dann erst einmal auf eine neue Aufgabe konzentrieren kann.

Wenn alles so klappt, wie ich es mir vorgenommen habe, dann wäre diese „neue Aufgabe“ ein sechsmonatiges Praktikum beim Carlsen Verlag in Hamburg. Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal das Glück, mir den Verlag aus der Nähe angucken zu dürfen. Und das konnte mein ohnehin schon vorhandenes Interesse für das Verlagswesen noch weiter bestärken. Von der Pressearbeit über die Gestaltung eines Buches bis hin zur Lektoratsarbeit finde ich so gut wie jeden Bereich eines Verlagshauses interessant. Außerdem hätte ich so die Chance, einen Einblick in den Berufsalltag der Bücherbranche zu bekommen. Ich hoffe, dass mich dies meinem späteren Berufsziel ein gutes Stück näher bringt.

Danach könnte ich mir vorstellen, vielleicht noch ein zweites Praktikum im dtv Verlag dranzuhängen. Der hat nämlich seinen Sitz in München, sodass ich für die Zeit bei meiner Tante unterkommen könnte. Ansonsten könnte ich mir das vermutlich auch gar nicht leisten, denn genau wie Hamburg ist München sehr, sehr teuer. Ein Vorteil wäre hierbei auch, dass dtv Praktika im Lektorat schon ab einer Dauer von sechs Wochen anbietet. Das bedeutet, dass ich so etwas auch mal in den Semesterferien einschieben könnte. Und wenn ich dann meinen Master beginne, fände ich es super, wenn ich noch ein Auslandssemester machen könnte. Im Internet habe ich nämlich gelesen, dass Germanistik auch an britischen Universitäten angeboten wird, und das würde meine zwei Studienfächer echt toll verbinden.

So gut das nun auch alles klingt, solch eine „Praxiszeit“ würde auch eine große Umstellung bedeuten – auch wenn es nur für sechs Monate wäre. Momentan fühle ich mich ziemlich wohl in meiner WG, außerdem verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden. Das wäre dann erst einmal nicht mehr so. Außerdem stelle ich mir vor, wie es sein würde, wenn jemand anderes in meinem WG-Zimmer wohnen würde. Wird dieser jemand sich genauso gut mit meinen Mitbewohnerinnen verstehen? Und werden meine drei Mädels mich in dieser Zeit vermissen?

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Jul 2, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Jul 2, 2014

100 erste Tage an der Uni

Vom Winde verweht

„Du wohnst doch in Düsseldorf, wie sieht es denn da aus, jetzt, nach diesem schlimmen Sturm?“

„Ist bei euch viel kaputt gegangen?“

„Und, wo warst du, als ES passiert ist?“

Diese und ähnliche Fragen haben mich in der vergangenen Woche ziemlich oft erreicht. Ehrlich gesagt war ich von dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen aber kaum betroffen. Während des Sturms war ich noch daheim bei meinen Eltern und dieser Ort wurde nicht ganz so heftig getroffen wie Düsseldorf. Während des heftigen Gewitters waren daher meine einzigen Unannehmlichkeiten, dass ich eine halbe Stunde lang nicht an meiner Hausarbeit schreiben konnte („Wenn jetzt der Blitz einschlägt, ist der Computer kaputt!“), dass ich das Staffelfinale meiner Lieblingsserie verpassen könnte („Wenn jetzt der Blitz einschlägt, ist der Fernseher kaputt!“) und dass meine Schwester in Düsseldorf unter einer Brücke am Rhein saß und ihre Nachrichten wenig beruhigend klangen („Wie hoch sind die Chancen auf dein Überleben?“ – „50:50, entweder überleben oder sterben. Ich hab euch alle lieb.“). Am nächsten Morgen hingegen schien die Sonne schon wieder so warm, dass man es nur in Top und kurzer Hose aushalten konnte, meine Schwester hatte das Unwetter überlebt – auch wenn meine Mutter sie mit dem Auto abholen musste, weil keine Bahnen mehr fuhren – und ich war guter Dinge, als ich bis auf einige Zweige und Blätter auf dem Boden keine Überreste des Sturms sehen konnte und auch der Bus überraschend pünktlich kam. An der Bahnhaltestelle wurde ich dann jedoch desillusioniert, als die Anzeigetafel kundgab, dass alle Züge bis auf weiteres ausfallen würden. Ich hätte natürlich den Bus nach Düsseldorf nehmen können, aber da schon morgens feststand, dass keine Straßen- und U-Bahnen fahren würden, war es mir zu riskant, dann womöglich irgendwo festzusitzen und nicht wegzukommen. Ich drehte also wieder um, entschuldigte mich per Mail bei den Dozenten des Tages und nutzte die Zeit für die Hausarbeit.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 20, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 20, 2014