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100 erste Tage an der Uni

Reading Week

Das, was es an anderen Unis schon länger gibt, hat das englische Seminar der Georg-August-Universität nun auch eingeführt: die „Reading Week“. Aber was bedeutet das eigentlich? Im Grunde heißt das nur, dass eine Woche lang keine Seminare und Vorlesungen stattfinden. Das gilt allerdings nur für Englischstudenten wie mich. Zunächst klingt das nach einer Woche Urlaub, aber die „Reading Week“ soll dazu dienen, Lern- und Lesestoff nachzuholen. Soweit ja eigentlich keine schlechte Idee, und wenn ich ehrlich bin, brauchte ich die paar freien Tage wirklich. Nicht nur, um mich ein bisschen zu erholen, sondern auch, weil das Semester schon wieder zur Hälfte um war und bereits zwei Wochen später die erste Klausur anstand: Syntax.

Die ersten beiden Tage der „Reading Week“ habe ich genutzt, um in unserem Lehrbuch ein gutes Stück aufzuholen. Außerdem hatte ich nebenbei auch noch ein bisschen Zeit für Sport und für mein großes Hobby, das Schreiben, gefunden.

Wie lautet als mein Fazit? „Reading Week“ – ja oder nein? Natürlich sieht das alles nach außen hin wie eine Woche Urlaub mitten im Semester aus, aber dazu ist die freie Zeit keinesfalls gedacht. Wer nur auf der faulen Haut liegt oder gar einen kleinen Trip nach Mallorca bucht, betrügt sich selber um die Extrazeit, die ihm geschenkt wird. Ich finde, die Reading Week ist keine schlechte Sache, allerdings sollte sie – im Fall der Uni Göttingen – vielleicht auch auf andere geisteswissenschaftliche Fächer ausgeweitet werden, da man auch in Fächern wie Germanistik oder Philosophie sicher sehr viel lesen muss. Von mir also ein klares Ja zur neuen „Reading Week“!

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Jun 17, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Jun 17, 2014

100 erste Tage an der Uni

Modulfragen (Teil 2)

Mediävistik habe ich ebenfalls in die engere Wahl gezogen. Beim Einführungstutorium im ersten Semester kündigte meine Tutorin an: „Alle denken immer, Mediävistik sei so scheiße, aber eigentlich ist das cool!“ Sie hatte recht. Es mag nicht jedermanns Sache sein, sich ein Semester lang mit Mittelhochdeutsch zu befassen – mir hat es Spaß gemacht, ich fand es wie Latein in verständlich – aber mit den richtigen Seminaren und den richtigen Dozenten kann es auf jeden Fall Spaß machen. Wer hätte gedacht, dass man Tristan und Isolde so gut diskutieren kann? Und klar, es ist ziemlich viel Drumherum, bis die beiden überhaupt einander begegnen, aber die angesprochenen Themen sind geradezu skandalös für die damalige Zeit. Und das trifft genau meinen Geschmack. Bei Mediävistik kommt es daher ebenfalls darauf an, was für Fachmodule angeboten werden.

Ähnlich sieht es mit Kommunikation der Schriftlichkeit und Mündlichkeit aus. Über mein Radio-Moderations-Seminar hatte ich ja bereits im letzten Jahr zwei begeisterte Blog-Artikel geschrieben, „Rede-Rhetorik“ und „Gesprächsführung“ waren auch nicht uninteressant – auch wenn ich gerade wieder prokrastinierend den Vergleich der Rhetorik von Adolf Hitler und dem NPD-Politiker Udo Pastörs für meine Hausarbeit vor mir herschiebe. Allerdings hat dieses Modul seinen Namen kürzlich zu „Theorie und Geschichte der mündlichen und schriftlichen Kommunikation“ geändert, was nicht nur langweiliger klingt, sondern auch langweiliger ist. Diejenigen meiner Kommilitonen, die das Modul erst in diesem Studienjahr gewählt haben, hatten deutlich uninteressantere und vor allem auch weniger praxisbezogene Seminare zur Auswahl als ich damals. Von daher bin ich auch hier unsicher, ob dieser Bereich sich als Fachmodul eignet.

Letztendlich wird es eine Entscheidung sein, die darauf fußt, welche Seminare angeboten werden – und bis Herbst ist ja zum Glück auch noch eine Weile Zeit.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 6, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 6, 2014

100 erste Tage an der Uni

Modulfrage

Das vierte Semester hat zwar gerade erst angefangen, aber die Frage, was nach dem Abschluss der Basismodule kommt, steht schon im Raum. Zur Erklärung: Das Germanistik-Kernfach-Studium ist so aufgebaut, dass man in den ersten beiden Studienjahren jeweils zwei Basismodule belegt und anschließend zwei Fachmodule für das dritte Studienjahr wählt, um in einem davon auch seine Bachelorarbeit zu schreiben. Nach diesem Semester muss ich mich also für zwei der vier Module entscheiden – und das ist ganz schön knifflig.

Was ich sicherlich nicht als Fachmodul nehmen werde, ist Sprachwissenschaft. Die Dozenten, die ich dort hatte, waren und sind zwar alle ziemlich cool, aber abgesehen von Soziolinguistik finde ich die Themen unglaublich langweilig.

Neuere deutsche Literaturwissenschaft ist da viel interessanter. Im Gegensatz zu den anderen Einführungsvorlesungen war ich hier sowohl physisch als auch psychisch mehr als die Hälfte der Zeit anwesend, das Einführungsseminar „Robinsonaden“ lädt zu einem sehr interessanten Hausarbeitsthema ein und meine aktuellen Seminare „Popliteratur“ und „Kriminalgenre“ gefallen mir sehrn. Aber zu neuerer deutscher Literatur gehören leider nicht nur die literarischen Werke der letzten 50 bis 100 Jahre, sondern leider auch alles andere, was als neuhochdeutsch gilt. Kleist, Goethe und Schiller lassen sich weder so leicht lesen wie Autoren jüngerer Zeit, noch sind sie inhaltlich so interessant wie die Artusromane des Mittelalters, die ich ins Herz geschlossen habe. Ob ich „NDL“ daher als Fachmodule wähle, weiß ich noch nicht genau.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 23, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 23, 2014