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100 erste Tage an der Uni

Zu viele Möglichkeiten

Neulich kam ich mit meiner Familie auf das Thema Großeltern zu sprechen. „Oma wollte früher Kinderärztin werden. Aber als der Krieg vorbei war, wurden die Studienplätze lieber an die heimkehrenden Männer vergeben. Darum hat sie dann als Gemeindeschwester gearbeitet. Als wir geboren wurden, war sie eigentlich nur noch Hausfrau“, erzählte meine Mutter.

Diese Aussage hat mir gezeigt, was für ein Glück ich eigentlich habe, im Jahr 2014 zu leben. Auch wenn ich glaube, dass meine Oma mit ihrem bisherigen Leben zufrieden ist und es nicht bereut, keine Kinderärztin geworden zu sein, ist es gut, dass ich in einer Zeit geboren wurde, in der Frauen zumindest per Gesetz nicht benachteiligt werden und jeder studieren kann, was er oder sie möchte.

In gewisser Weise beneide ich meine Oma allerdings auch: Ihr erster Plan hat nicht funktioniert, also wurde Plan B verwiklicht und ist damit glücklich geworden. Bei mir ist es so, dass ich zwar darauf hinsteuere, das Germanistikstudium abzuschließen, dann ins Lektorat gehe. Allerdings weiß ich überhaupt nicht, ob das der beste Weg für mich ist. Genau so gut klingt die Fernsehbranche und die Option, nach dem Bachelor die Uni zu wechseln und Gymnasiallehramt für Deutsch und Mathe in Betracht zu ziehen.

In einem Buch habe ich neulich gelesen, dass das Problem unserer Generation die vielen Möglichkeiten sind und wir uns deswegen nicht festlegen wollen. Am Ende vergeben wir deswegen Chancen.

Ich werde wohl noch ein paar Mal die Studienberatung konsultieren und auch eine ehemalige Klassenkameradin, die gerade auf Lehramt studiert, nach ihren Erfahrungen und Einschätzungen fragen. Dazu dann noch ein paar Praktika, um mal zu sehen, welcher Bereich mir letztendlich am besten gefällt. Wer weiß, ob mir das Lektorat wirklich gut liegt? Auch wenn die Film- und Fernsehbranche interessant ist, weiß ich ja noch nicht, ob ich dort wirklich Fuß fassen kann. Und auch wenn der Lehrerberuf die wohl sicherste Option ist, weiß ich nicht, ob es ein Beruf ist, der mir Spaß macht. Aber irgendwie werde ich schon den richtigen Weg finden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 6, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 6, 2014

100 erste Tage an der Uni

Studier doch lieber ...

Ich liebe meine Eltern! Das ist mir in den letzten Tagen wirklich bewusst geworden. Warum? Nun, ich will versuchen, das an einem Beispiel darzustellen: Es ist Sonntag, wir sitzen beim Abendessen und jeder erzählt von seiner Woche. Mein Bruder schildert ein paar Anekdoten aus der Schule, meine Schwester berichtet von den Vorbereitungen für die Abistreiche, meine Eltern bringen das ein oder andere ein, was in ihrem Umfeld passiert ist.

„Und, Janna, wie läuft’s mit der Uni?“

„Joa, gut, den Essay hab ich ja endlich hingekriegt, jetzt freu ich mich ehrlich gesagt schon auf den Semesterbeginn.“

„Musst du jetzt noch was Wichtiges machen?“

„Ja, die Hausarbeit, die ist bis Juni fällig. Aber da kümmere ich mich erst ab nächster Woche drum. Und die andere Hausarbeit. Aber da konnte ich hoffentlich mit dem Essay schon eine Grundlage schaffen.“

„Schön. Wir finden es toll, wie du dich da so um alles kümmerst! Wenn du noch Hilfe brauchst, sag Bescheid, wobei wir dich unterstützen können.“

Wenn ich von Kommilitonen höre, dass ihre Eltern dafür plädieren, dass sie „was Ordentliches“ studieren sollten und das Studium nicht ganz ernst nehmen, finde ich das nicht in Ordnung. Eltern sollten doch eigentlich vorbehaltlos hinter einem stehen. Ganz besonders, wenn man sein Studium ernst nimmt, vernünftig dafür lernt und sich auch um Praktika kümmert, damit man nach dem Bachelor oder Master nicht ohne Berufserfahrung dasteht. Es gibt genug Leute, die sich bewusst für ein Germanistik- oder Soziologiestudium entschieden haben, weil sie gezielt einen Beruf anstreben. Von daher, liebe Eltern: Unterstützt eure Kinder, lasst sie das studieren, was sie wollen, und helft ihnen lieber dabei, sich für den einen oder anderen Weg zu entscheiden, als das Studium schlecht zu reden.

Und Mama und Papa: Danke, dass ihr für mich da seid.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Apr 25, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Apr 25, 2014

100 erste Tage an der Uni

Go, Göttingen!

Es ist wieder soweit: Das Abitur steht in ganz Deutschland vor der Tür, viele Klausuren sind sogar schon geschrieben. Einmal mehr wird mir bewusst, dass mein eigenes Abi schon zwei Jahre zurückliegt. Wow, wenn man das so hört, klingt es ganz schön lange, aber eigentlich fühlt es sich an, als wäre es erst vorgestern gewesen. Aus diesem Grund kann ich mich auch noch gut daran erinnern, was das für ein Gefühl ist, wenn plötzlich alles zu Ende ist und man sich entscheiden muss, wie es nun weitergeht.

Die Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium fiel mir ziemlich leicht. Eigentlich lerne ich sehr gerne und da mich kein Ausbildungsberuf sonderlich reizte, schied diese Option schon einmal aus. Doch wie entscheidet man sich für die richtige Uni? Eigentlich möchte ich ungerne Werbung machen, doch vielleicht hilft dieser Text ja dem einen oder anderen weiter, der mit dem Gedanken spielt, sich an der Uni Göttingen zu immatrikulieren.

Die Georg-August-Universität wurde 1737 gegründet. Mit einem Anteil von rund 20 Prozent Studenten an der Bevölkerung ist Göttingen eine waschechte Studentenstadt. Neben Naturwissenschaftlern wie Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt, haben hier unter anderem auch Persönlichkeiten wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Dieter Bohlen gewirkt und studiert. Die Göttinger Universität ist also sehr vielfältig und traditionsreich.

Das Studienangebot ist riesig, doch dank Universitätsklinikum, diverser Institute und Gärten sollten sich wohl besonders die Mediziner und Naturwissenschaftler hier gut aufgehoben fühlen. Darüber hinaus verfügt die Göttinger Uni über eine besonders gute Ausstattung – hier muss kein Student auf dem Boden sitzen! Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) verfügt über mehr als vier Millionen Bücher und Bände und zählt damit zu den größten Bibliotheken Deutschlands. Hier, sowie im neu errichteten Lern- und Studiengebäude (LSG), sind zahlreiche Orte zu finden, an denen man lernen oder an seiner Hausarbeit schreiben kann, wenn man möchte sogar mit öffentlichem Computer.

Göttingen hat aber nicht nur, was das Studium betrifft, viel zu bieten. Das Freizeitangebot ist wirklich bombastisch und mit dem Studentenausweis bekommt man teilweise sogar ermäßigten Eintritt.

Last but not least werden zum Wintersemester 2014/15 auch die Studiengebühren abgeschafft – endlich! Das alles sind Gründe, weshalb ich ein Studium im südniedersächsischen Göttingen nur wärmstens empfehlen kann. Und vielleicht fällt dem ein oder anderen die Entscheidung ja nun auch etwas leichter.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Apr 11, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Apr 11, 2014