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100 erste Tage an der Uni

Stresszember und Arbeitsnachten

Der Kalender sagt es ist Dezember, die meisten Türchen des Adventskalenders sind auch schon geöffnet und nachdem ich letzte Woche schon einmal alleine auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken war, bin ich in den nächsten Tagen gleich zweimal mit Freundinnen zum gemeinsamen Geschenkeshoppen verabredet.

Die Adventszeit ist für mich eigentlich immer die schönste Zeit des Jahres. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, was man wem schenken könnte, Päckchen liebevoll einzupacken, Weihnachtskarten zu schreiben oder einfach nur durch die Straßen zu schlendern und die vielen Lichter an den Fenstern zu sehen. Ich könnte den ganzen Tag nichts anderes tun, als Gedanken an Weihnachten zu verschwenden, nur leider gibt es da etwas, das sich Uni nennt …

Germanistik und Soziologie sind beides eigentlich Studienfächer, die zumindest im Vergleich eher wenig Aufwand bereiten. Nur kommt jetzt im Dezember alles zusammen: In den letzten Wochen musste ich zwei Referate halten, zwei Tests bearbeiten, einen Essay schreiben, eine Fragestellung für das Projekt in „Online-Befragungen“ entwickeln, die noch immer nicht fertig ist.

Dazu kommen die typischen vorweihnachtlichen Aufgaben wie Zimmer aufräumen, viele kleine Sachen für meine Weihnachtspäckchen kaufen, Briefe schreiben, die genau wie die Päckchen natürlich auch pünktlich abgeschickt werden müsse. Ich muss mit meinem Freund absprechen, wann wir uns an den Weihnachtsfeiertagen bei wem treffen, Plätzchen habe ich auch noch nicht gebacken und die Einladungen zum Weihnachtsteetrinken häufen sich ebenfalls.

Es ist vielleicht meine eigene Schuld, dass ich den Friseurtermin und das Treffen zum Kochen mit Freunden auch genau in diese Wochen gelegt habe, aber der Geburtstag einer Freundin, der Weihnachtsmarktbesuch mit dem Tutorium und das Klassentreffen waren nun wirklich nicht zu verschieben.

Sollte Weihnachten nicht eigentlich ruhig und besinnlich sein? Eigentlich schon. Aber eigentlich haben wir auch noch nicht Weihnachten und sobald ich am 24. Dezember ruhig und besinnlich mit der Familie Geschenke auspacken kann, werde ich den Stress der letzten Wochen bestimmt vergessen haben.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Dec 20, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Dec 20, 2013

100 erste Tage an der Uni

Vorsicht Rutschgefahr

Laut Wikipedia besuchen über 26.000 Studenten derzeit die Georg-August-Universität in Göttingen. Das sind rund 20 Prozent der gesamten Einwohnerzahl Göttingens. Und da das Land Niedersachsen als eines der letzten zwar immer noch Studiengebühren verlangt, wir hier jedoch nicht mal eine Busfahrkarte finanziert bekommen, sind diese 26.000 Studenten auf das Fahrrad angewiesen – so wie ich.

Schon wenn man auf den Bahnhofsvorplatz tritt, bietet sich einem ein besonderes chaotischer Anblick: auf der rechten Seite tummelt sich ein Meer von Drahteseln, und wer dort keinen Platz mehr gefunden hat, kettet sein Fahrrad an einen Baum oder die letzte freie Straßenlaterne. Die meisten der Fahrräder haben ihre besten Zeiten deutlich hinter sich. Sie rosten an allen Ecken und Enden, und eigentlich konnte auch ich mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal ein Rad mit Rücktrittbremse gefahren bin, wahrscheinlich im Grundschulalter oder so, doch nun bin ich froh darüber. Je älter der Gaul, umso besser. So kann man ihn wenigstens auch mal zehn Minuten ohne Schloss vor dem Supermarkt stehen lassen, ohne dass man Angst haben muss, dass der Nächste das als Entwendungsaufforderung versteht.

Ja, ich muss zugeben, obwohl ich im Vorfeld nicht sonderlich viel Lust auf die endlose Radlerei hatte, allmählich gewöhne ich mich daran. Diese tägliche sportliche Betätigung hat nämlich auch einen bedeutenden Nebeneffekt: Man kann locker mal zwei Kekse mehr essen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Auch wenn das ab und an mal ein wenig Muskelkater bedeutet.

Heute musste ich jedoch schmerzhaft feststellen, dass es im Dezember langsam Zeit wird, sich auf eigene Kosten eine Busfahrkarte zuzulegen. In Gedanken schon ganz bei meinem Referat über die Minnekonzeption in Heinrich von Veldekes „Eneasroman“ rutschte ich beim Abbiegen auf das Unigelände plötzlich mit den Reifen weg und landete – bamm – auf dem Bürgersteig. Mein erster Gedanke in einer solchen Situation ist immer: totstellen – ja oder nein? Doch ich entschied mich dagegen, und obwohl ich liebend gerne im Erdboden versunken wäre, rappelte ich mich schnellstmöglich wieder auf. Freundlicherweise kamen mir auch sofort zwei junge Studenten zur Hilfe. Am liebsten hätte ich losgeheult, doch ich versicherte ihnen, dass alles okay sei, und humpelte schnell mit meinem leicht lädierten Fahrrad weiter. Das Studentenleben ist also nicht nur anstrengend und teuer, sondern auch echt gefährlich!

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Dec 17, 2013
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Dec 17, 2013

100 erste Tage an der Uni

Von der anderen Seite

Der wesentliche Unterschied der diesjährigen Erstifahrt zur letztjährigen: Geschneit hat es nicht. Aber halt! Es gab noch einen: Ich bin nicht als Erstsemesterin mitgefahren, sondern als Tutorin. Auf den ersten Blick mag das nicht so ausschlaggebend gewesen sein. Ich wurde mehrmals überrascht gefragt: „Was, du bist Tutorin? Ich dachte, du wärst auch Ersti. Und was, du bist jünger als ich?“

Was genau ist nun so anders daran, Tutorin zu sein? Nun, zuerst wäre da die Tatsache, dass man als Begleiter gewisse Privilegien gegenüber den Erstis genießt. Kurz: Die beiden Hütten mit eigenem Bad gehörten uns! Dadurch wurde eine gewisse Distanz zwischen die Erstis und uns gebracht. Vielleicht auch ein Grund, weswegen ich an diesem Wochenende weniger neue Bekanntschaften gemacht habe als im letzten Jahr.

Zudem habe ich mich als Tutorin deutlich verantwortlicher gefühlt denn als Ersti. Dem Putzen am letzten Tag hatte ich mich letztes Jahr so weit wie möglich entzogen.

Vorm Wischen und Kloputzen konnte ich mich dieses Jahr auch weitestgehend drücken, aber dafür war ich früher wach als viele andere, habe Bierbänke zusammengeklappt, Böden gefegt, Flaschen sortiert, Müll eingesammelt und den Küchenputzern jedes gewünschte Gerät so schnell wie möglich besorgt.

Und während es mir im letzten Jahr absolut egal war, wer wo wann seiner Nikotinsucht nachging, wurde ich diesmal wirklich sauer, als eine Tutorin (!) meinte, unbedingt in der Hütte rauchen zu müssen. Mal abgesehen davon, dass man auf Nichtraucher Rücksicht nehmen sollte, stand in der Hausordnung ausdrücklich etwas von Rauchverbot in den Räumen. Sich als Person, die eigentlich Verantwortung tragen sollte, so zu verhalten, finde ich nicht gerade professionell.

Trotzdem war die Erstifahrt ein toller Erfolg. Ich verstehe mich mit den anderen Tutoren noch besser als vorher, habe auch unter den Erstis ein paar neue Leute kennengelernt und Spaß gemacht hat es auch. Wenn ich nächstes Jahr erneut Tutorin sein darf, fahre ich auf jeden Fall wieder mit!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2013
Autor: Janna
Rubrik: studium
Dec 9, 2013