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100 erste Tage an der Uni

Klassenfahrt mit kleinen Kids (Teil 2)

Schwierigkeit Nummer zwei: Zimmer-Olympiade

Jeder, der schon einmal auf Klassenfahrt war, kennt diesen Wettbewerb um das sauberste Zimmer. Anders ist es auch kaum möglich für Ordnung in den Zimmern zu sorgen. Aber wie Ernst die Kleinen dieses Spielchen nehmen! Wir waren kaum eine Stunde vor Ort, da hatten die Mädels ihre Koffer ausgepackt, in die Schränke geräumt, Betten bezogen und in der Mitte ihres Zimmers eine Kiste umgedreht, Servietten verteilt und Wasser und Kekse darauf gestellt, um ihren ersten Herrenbesuch zu empfangen. Das Zimmer war erste Sahne.

Ich ging den Flur weiter in Richtung Jungszimmer und ich bin wirklich gegen Klischees wie: Jungs sind dreckig und Mädchen ordentlich. Ich trat ins Zimmer und ein riesiger Berg Klamotten, garniert mit sehr viel Sand fiel mir entgegen. Wo kam der Sand her?! Wir waren doch erst eine Stunde da!!

So blieb das die ganze Woche. Ich wunderte mich nicht, als Patrick morgens im Bus anfing zu heulen, weil er eine falsche Hose anhatte. „Wessen Hose ist das denn?“ „Weiß ich doch nicht! Meine war viel länger!“ Stimmt. Er sah sehr komisch aus mit seiner Hochwasserhose. Einige Stunden später bekam er einen Wutanfall, weil er zu wenig Geld dabei hatte. Warum wohl? Sein Restgeld steckte in der Hosentasche seiner EIGENEN Hose!

Das Wecken am Abreisetag fiel dementsprechend früh aus, damit jeder seinen Kram sortieren und einpacken konnte. Trotzdem sammelte ich am Ende unzählige einzelne Socken, Unterhosen und sogar Bettwäsche ein.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Oct 16, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Oct 16, 2012

100 erste Tage an der Uni

Die erste Uniluft schnuppern

Die ersten Tage als Studentin liegen mittlerweile hinter mir, Mensakarte und Bibliotheksausweis sind organisiert und ich konnte schon zweimal beim Bahnfahren dem Kontrolleur stolz meinen Studentenausweis vorzeigen. Und ich war schon bei zwei allgemeinen Einführungsveranstaltungen für alle Erstis.

Die Erfahrungen, die ich an der Uni Düsseldorf bisher gemacht habe, sind folgende:

1. Technik ist niemals dein Freund! Egal, ob man bei der Einführungsveranstaltung fünf Hörsäle mit einem Livestream der eigentlichen Einführungsveranstaltung im sechsten Hörsaal versorgen oder die angehenden Studenten mit einer fehlerfreien PowerPoint-Präsentation bespaßen möchte – man kann sich quasi darauf verlassen, das irgendetwas schief geht und man mit Sicherheit ein paar Verspätungen vorweisen kann.

2. Im Hörsaal 5E habe ich keinen Handyempfang.

3. Man sollte vor der Veranstaltung aufs Klo gehen oder sich wenigstens nicht in die Mitte einer Reihe setzen.

4. Die Vertreter der Fachschaften scheinen nichts als Party im Kopf zu haben. Bei fast jedem kurzen Vortrag über die Termine der jeweiligen Fachschaft kam direkt im Anschluss eine Einladung zu DER „besten Party“ in den nächsten Monaten, zu der sich natürlich alle Studenten eingeladen fühlen sollten.

5. Man ist nicht mehr auf der Schule. Das Alkoholverbot, wie man es von der Oberstufenfahrt her kannte, wird mit Freibier zur Begrüßung weggeschwemmt. Verantwortungsbewusst ist in der Tüte, die alle Erstis zum Studienbeginn bekommen, zwischen den ganzen Broschüren zur Zurechtfindung allerdings auch ein Heft von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das vor den Folgen von regelmäßigem Trinken warnt.

6. Das leckerste Essen in der Mensa ist am schnellsten weg.

7. Neben vielen anderen größtenteils kostenlosen Sportangeboten, von denen ich Turnen vielleicht ausprobieren möchte, wird historischer Schwertkampf angeboten. Eine Kostprobe dessen, was man dort lernt, bekamen wir Erstis schon bei der Einführungsveranstaltung, bei der sich mehrere Redner (vermutlich zur Auflockerung) vorne duellierten und unblutig erschlugen.

8. Wo Soziologie draufsteht, ist nicht unbedingt Soziologie drin. Auch wenn im Internet zu lesen war, dass Dienstag von 10.30 bis 12.00 Uhr eine Fachschaftseinführungsveranstaltung für Soziologie als Ergänzungsfach und Sozialwissenschaften stattfinde, war der Vortrag, der zu dieser Zeit gehalten wurde, einzig und allein an die Sozialwissenschaftler gerichtet. Die Fachschaftsvertreter kamen dabei übrigens nur sehr kurz zu Wort, um sich vorzustellen und mitzuteilen, dass sie nach der Veranstaltung für Fragen und weitere Erklärungen zur Verfügung stehen würden.

9. Im Hörsaal 3E habe ich Handyempfang. Das spricht klar dafür, dass die geisteswissenschaftliche Fakultät, zu der 3E gehört, der naturwissenschaftlichen Fakultät, wo sich der Hörsaal 5E befindet, haushoch überlegen ist.

10. Auch wenn man eine Veranstaltung besucht, die sich gar nicht an einen richtet, heißt das nicht, dass man dort nicht Kontakte zu Kommilitonen aus dem eigenen Fachbereich knüpfen kann. Direkt am Anfang habe ich mich mit ein paar Mädchen, die in der Nähe saßen, unterhalten. Zwei davon studieren auch Soziologie als Ergänzungsfach und eine davon sogar auch Germanistik als Kernfach.

Die Uni hat also begonnen und bisher bin ich trotz des Erlebten noch nicht abgeschreckt. Mal sehen, was die restliche Woche so bringt.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Oct 12, 2012
Autor: Janna
Rubrik: studium
Oct 12, 2012

100 erste Tage an der Uni

Klassenfahrt mit kleinen Kids

Meine geliebte 2b (jetzt schon 4b) von meinem Freiwilligen Jahr aus Tschechien hatte eine Partnerklasse in Deutschland, mit der sie eifrig Briefe schrieb. Ich war nicht mehr in Tschechien, aber dafür jener Partnerklasse ziemlich nah, weil sie an einer Schule in meinem Nachbarort war. Da dort eine Lehrerin ausfiel, durfte ich die Rabauken auf Klassenfahrt an die Nordsee begleiten!

Schwierigkeit Nummer eins: Kanu fahren bei Windstärke sieben

Wir wollten zu einem See wandern und im Binnengewässer Kanu fahren. Eigens für diese Wanderung gab uns die Herberge, die auch für das Programm verantwortlich war, eine Karte mit, leider so unleserlich, dass wir mit unseren armen Viertklässlern zwei Stunden durch ostfriesische Pampa irrten. Dennoch am Zielort angekommen waren alle guten Mutes, zumal die Sonne schien und eine leichte Brise durch die Haare wehte. Keine zehn Minuten später, als alle ihre Schwimmwesten anhatten, wurde es windiger. Richtig windig. Wir hatten die Kanus zu Wasser gelassen, pro Boot ein Erwachsener, mir wurde Angst und Bange um die Kids. Ich konnte nicht mehr lenken, der Wind trieb uns irgendwohin, ich konnte meine Augen kaum offen halten. Die Kinder kreischten. Weiter draußen sah ich weiße Schaumkronen auf den Wellen, das Binnenmeer zu überqueren schien einem Himmelfahrtskommando gleich zu kommen. Bevor ich den Gedanken äußern konnte, gellte die Stimme des Kanuführers übers Wasser: Boote an Land! Gott sei Dank wurden wir direkt an Land geschwemmt, aus eigener Kraft kam ich nicht mehr gegen den Wind an. Die Kanutour war beendet. Sie dauerte nicht einmal zehn Minuten.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2012
Autor: Inga
Rubrik: studium
Oct 5, 2012