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100 erste Tage an der Uni

Ein typischer Semesterferientag

8.00 Uhr

Mein lieber Nachbar hat soeben beschlossen, die gesamte Nachbarschaft mit einem unvergesslichen Konzert voller Akkubohrerklänge und Hammerschläge zu erfreuen.

Leider hat er wohl entweder nicht auf die Uhr geschaut oder es interessiert ihn einfach nicht. Ich jedenfalls habe mich ganz und gar nicht gefreut. Da ich morgen bereits um vier Uhr nachts aufstehen muss, um meinen Flieger nach Paris zu erwischen, wollte ich heute eigentlich noch einmal gaaaanz laaaaaaange ausschlafen. Tja, zu früh gefreut.

Stattdessen bin ich also gezwungenermaßen in aller Herrgottsfrühe (jedenfalls zu früh für FERIEN) aufgestanden und habe tatsächlich als erstes den Geschirrspüler ausgeräumt. Wahrscheinlich eine Nebenwirkung der alternativen Weckmethode. Danach habe ich mir jedoch ein gemütliches Frühstück vor dem Fernseher (wozu gibt es schließlich Frühstücksfernsehen) gegönnt. Eigentlich wollte ich lieber auf der Terrasse frühstücken. Aber wie es der Zufall (oder das Schicksal) wollte, regnete es. Welch motivierender Start in den Tag!

Wenigstens konnte EIN Erfolgserlebnis mein müdes Gemüt erheitern: Ich habe inmitten meines geordneten Papierchaosstapels einen verloren geglaubten Frisörgutschein wieder gefunden!

Das hieß: Raus aus dem Schlafanzug, rein in die Jeans und ab zum Figaro. So ein bisschen Wellness kann man immer gebrauchen …

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 3, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 3, 2010

100 erste Tage an der Uni

Abbrecher

Als ich diese Woche nach der Uni in die U-Bahn stieg, habe ich einen alten Bekannten wieder getroffen: Markus, der mit mir damals für den Kurs „Unternehmer & Unternehmen“ die Bionade-Präsentation gehalten hat. Nachdem wir ein bisschen geplaudert haben und ich gemeint habe, dass ich ihn schon länger nicht mehr in der Uni gesehen habe (das ist gar nicht so unüblich, denn die Uni ist ziemlich groß, ebenso wie die Anzahl der Erstsemestler; dennoch läuft man sich normalerweise immer mal wieder über den Weg), meinte er, dass er das Studium abbrechen werde. „Viel zu theoretisch. Ich hab’s mir einfach anders vorgestellt, nicht so, dass dir ein dickes Skript hingeworfen wird, dass du dann auswendig lernen musst.“

Als er ausstieg, blieb ich alleine grübelnd zurück. Wie habe ich mir das Studium vorgestellt? Dass es sehr theoretisch ist, ist leider war. Und das mit der Auswendiglernerei kommt mir auch bekannt vor.

Bei einer Freundin, die Chemie studiert, ist es da ganz ähnlich. Sie ist ebenfalls im zweiten Semester und meinte, dass es bei ihr anfangs sehr schwierig gewesen sei, Anschluss zu finden, da viele Studenten nach kurzer Zeit abgebrochen haben.

Selbst ich „Praxistyp“ saß schon einige Male vor meinem Lernstapel und fragte mich, ob ich das Richtige studiere. Aber was ist das Richtige? Es wird immer Sachen geben, die einem nicht ganz so gut gefallen, sei es in der Uni ein bestimmtes Fach oder in der Arbeit eine Aufgabe. Mit dem Gedanken lerne ich jetzt weiter.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jul 12, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jul 12, 2010

100 erste Tage an der Uni

"Küss mich, ich bin dein Froschkönig!"

Wer kennt das Märchen nicht: Der hässliche Frosch verwandelt sich durch den Kuss der wunderschönen Prinzessin in einen gut aussehenden Traumprinzen. Aber wie jeder weiß, ist es nur ein Märchen. Ich habe jedenfalls noch nie jemanden einen Frosch küssen sehen. Wer würde auch freiwillig einer glibschigen Amphibie so nahe kommen?

So ergeht es mir auch mit meinem Studienfach „Investition und Finanzierung“: Mein Prof meint, dass dieses Fach das reinste Schlaraffenland ist. Allerdings habe ich dann wohl die richtige Abfahrt verpasst. Ich habe das Gefühl, dass ich eher durch den dunklen Wald der bösen Stiefmutter Schneewittchens irre. Aber ich bleibe geduldig und warte auf meinen Retter in der Not, der mich vor den bösen Gefahren beschützt. Wie dieser Retter aussieht wollt ihr wissen? Und ob er auch auf einem weißen Schimmel angeritten kommt? Ob wir heiraten und glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende auf seinem Schloss leben werden? Ziemlich viele Fragen auf einmal.

Erst einmal der Reihe nach: Bleiben wir auf der Traumebene, so kann ich euch folgende Antworten geben: Natürlich sieht mein Retter gut aus! Wie eine 1,0 nun einmal aussieht. Er kommt auf einem weißen Papier daher geritten. Sicher und zielstrebig schnellt er durch den Wald und erreicht mein Notenkonto. Dort wird die feierliche Zeremonie stattfinden. Auf ewig mein. Wir werden glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende zusammen bleiben. Er wird für immer in meinem Herzen sein – und in meiner Bachelor-Abschlussnote.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jul 6, 2010
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jul 6, 2010