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100 erste Tage an der Uni

Wiedersehen macht Freude

Am Wochenende war es endlich wieder so weit: Unsere „alte“ Italienclique, die sich während der elften Klasse auf der Studienfahrt nach Italien gebildet hatte und nach dem Abi in die weite Welt ausgeschwärmt war, traf sich zu einem großen Wiedersehens-Dinner in der Stadt, in der wir vor einiger Zeit unser Abitur gemacht hatten – sozusagen am Ursprung unserer zukünftigen Karrieren.

Natürlich gab es jede Menge Gesprächsstoff: Da jeder von uns nun etwas anderes anstrebt, hatte jeder seine eigene Geschichte parat. Es wurde ein sehr ausgelassener und lustiger Abend zwischen Riesengarnelen und Mousse au Chocolat. Der ganze Studiumsstress der vergangenen Tage (die Professoren waren offenbar seit neuem in Überhollaune) schien sich in Luft aufzulösen - Wellness im Turbogang. Und weil wir so guter Laune waren, wollten wir unserer alten Schule einen kleinen Besuch abstatten. Dazu zückten wir Papier und Stift und hinterließen unseren ehemaligen Lehrern einen lieben Gruß, das Ganze verzierten wir noch mit einigen Zitaten und Erinnerungen.

Irgendwie war es komisch, den Schulhof zu betreten, einen Brief in den Postkasten zu werfen und gleichzeitig zu wissen, dass wir ja leider nicht mitbekommen, wie die Lehrer auf diese Aktion reagieren werden, da wir nicht wie die anderen Schüler am Montag nach den Herbstferien zurück in die Klassenräume kehren würden.

Aber ich pflege zu sagen: Man sieht sich immer zweimal im Leben!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 12, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 12, 2009

100 erste Tage an der Uni

"Herzlichen Glückwunsch, Sie haben bestanden!"

Diesen Spruch durfte ich mir in der letzten Matheübungsvorlesung anhören, nachdem mein Professor die korrigierten Übungsklausuren ausgehändigt hatte. Leider war es ja nur eine Übungsklausur. Dabei hätte ich vor Freude sicherlich einen Freudentanz im Hörsaal veranstaltet, wenn es ums Ganze gegangen wäre. Immerhin scheitert die Hälfte der BWL-Studenten an Mathe, dicht gefolgt von Rechnungswesen.

So sah auch das Ergebnis der Übungsklausur aus: Von 80 Leuten wären fast 50 durchgefallen! Da ist es doch wirklich nicht verwunderlich, wenn die meisten die Einstellung „Hauptsache bestehen (= 4,0)“ haben und laut den Professoren angeblich „nicht genügend Ehrgeiz“ zeigen würden. Komisch, wirklich sehr komisch.

Überhaupt habe ich das Gefühl, dass das „Studium“ so etwas wie eine „Man-macht-alles-komplizierter-als-es-in-Wahrheit-ist-Welt“ ist. Aber vielleicht liegt es ja auch bloß daran, dass es etwas ganz anderes als Schule ist. Man muss sich nun seine Schienen selber legen und kann nicht einfach in den nächsten ICE steigen und gen Ziel rauschen.

Nehmen wir mal das Beispiel Mathe: Während man in der Schule zum Beispiel vier verschiedene Formeln auswendig lernen konnte (sollte, musste), hat man im Studium eine Ausgangsformel, aus der man sich alles ableiten und ganz kompliziert denken muss. Dazu fällt mir ein sehr bekannter Werbeslogan ein: „Ich liebe es!“

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 11, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 11, 2009

100 erste Tage an der Uni

Mathe: "Game Over?!"

Ja, ihr lest richtig: Ich habe bereits meine erste Miniklausur hinter mir, und zwar in DEM Aussieb-Fach überhaupt: Mathe.

Zu den „normalen“ Mathevorlesungen bietet mein Professor nämlich eine sogenannte Übungssitzung an, in der wir jede Woche aufs Neue eine kleine Miniklausur schreiben. Diese ist so angelegt, dass man sie innerhalb einer halben Stunde bearbeitet haben „sollte“.

Ich bezweifle allerdings, dass diejenigen, die am Donnerstag ihre Lösungen nach einer halben Stunde abgegeben haben, tatsächlich ALLE Aufgaben gelöst hatten. Denn kaum war die Klausur ausgeteilt worden, da ging auch schon das Fluchen los. Schnell bildeten sich gemeinnützige Kooperationen. Nicht umsonst verwendet man in der Werbung den Standardspruch „Zusammen sind wir stark!“. Vielleicht sind wir zusammen ja auch schlauer und den trickreichen Aufgaben vor unserer Nase gewachsen: Mein Matheprof wollte anscheinend testen, wie viel Köpfchen wir wirklich haben. Wir durften zwar die Formelsammlung benutzen - schön und gut - aber sonderlich weiter brachte uns das nicht. Knapp die Hälfte der Aufgaben waren schwer genug für einen Einstellungstest: Hier bedurfte es die nötige Logik und nicht gerade wenig Verstand.

Nächste Woche erhalten wir unsere Klausuren korrigiert zurück. Dann werden wir ja sehen, wer den nächsten Level erreicht hätte und für wen es „Game Over“ heißen würde - zählen tun die Miniklausuren nämlich (glücklicherweise) nicht ...

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 3, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 3, 2009