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„Meine Tage sind nie gleich“

Nahaufnahme einer Tischglocke.
Check-in, Check-out, Fragen aller Art - die Rezeption ist das Aushängeschild eines Hotels.
Foto: Isabella Fischer

Hotelfachmann

„Meine Tage sind nie gleich“

Das Arbeiten mit Gästen und im Service findet Toni Uhlisch vielseitig und abwechslungsreich. Der 22-Jährige arbeitet als Hotelfachmann an der Rezeption der Yachthafenresidenz Hohe Düne in Rostock-Warnemünde.

Eine Reisegruppe begrüßen und einchecken, von Geschäftsreisenden oder Erstbesuchern die Kreditkarteninformationen hinterlegen, sich dazwischen um das Anliegen eines Gastes kümmern, der gerne ein anderes Kopfkissen hätte – dazu immer herzlich und freundlich sein und trotz Hektik nie die Übersicht verlieren. Für Toni Uhlisch ist das Arbeitsalltag. „Jeder Gast ist anders und das macht es spannend und herausfordernd“, erzählt er über seine Arbeit an der Rezeption des Hotels mit 368 Zimmern.

Kommunikation und elektronische Systeme

Ein Porträt-Foto von Toni Uhlisch

Toni Uhlisch

Foto: privat

Schon während seiner Ausbildung, die er im selben Hotel absolviert hat, interessierte sich Toni Uhlisch besonders für die Rezeption. So war die Freude auch groß, als es nach seiner Lehrzeit mit einer Festanstellung dort klappte. Für ihn ist die Rezeption der ideale Arbeitsplatz: „Sie ist das Aushängeschild eines jeden Hotels, hier hat der Gast den ersten Kontakt, den letzten und oftmals einige dazwischen. Da kommt es schon sehr darauf an, dass alles sehr gut läuft. Diese tägliche Herausforderung mag ich besonders an meinem Beruf. Und oft sind es gerade die kleinen Dinge, die einen besonders zufrieden machen. Zum Beispiel, wenn man es schafft, einem Gast, der gestresst und verärgert ankommt, weil er im Stau stand, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, weil man ihm noch einen Platz im Restaurant reservieren konnte“, erzählt Toni Uhlisch begeistert.

Neben dem ständigen Kontakt mit den Gästen beim Ein- und Ausschecken und beim Beantworten von Fragen – etwa zum Wellnessbereich, zu Ausflugsmöglichkeiten oder Fährverbindungen – ist Toni Uhlisch zusammen mit seinen etwa zehn Kollegen an der Rezeption unter anderem auch für das Eingeben der Rechnungen ins hauseigene System oder das Führen von Statistiken zuständig. „In erster Linie kommunizieren wir natürlich mit einer guten Mischung aus Herzlichkeit, Offenheit und Diskretion mit unseren Gästen, aber natürlich sind wir als Hotelfachleute auch am PC fit und kennen uns mit elektronischen Systemen aus, beispielsweise für unser Zimmerschließsystem oder das Codieren der Parkkarten“, erklärt der Hotelfachmann. Da die Rezeption 24 Stunden lang besetzt ist, arbeitet er mit seinen Kollegen im Drei-Schicht-Betrieb – auch abends und am Wochenende, wenn Freunde und Familie frei haben. „Das macht mir aber nichts aus. Ich mag es, wenn die Läden wochentags leerer sind, und meine Freunde haben Verständnis. In der Regel haben wir immer zwei Tage am Stück pro Woche frei und die kann man dann auch mal zu einem Kurztrip von vier Tagen kombinieren, ohne einen Tag Urlaub dafür zu opfern.“

Vielseitige Allrounder

Toni Uhlisch wusste schon relativ früh, dass er beruflich unbedingt etwas mit Menschen machen möchte. Kurzzeitig hatte er mal an eine Friseurlehre oder eine Ausbildung in der Bank gedacht, sich dann aber nach Praktika in Hotels während der Schulzeit für das Gastgewerbe entschieden. Nach seiner Fachhochschulreife 2015 in Werder in der Nähe von Potsdam bewarb er sich in Berlin sowie bei seinem jetzigen Arbeitgeber und konnte dann zwischen zwei Ausbildungsstellen wählen. „Rostock kannte ich von Familienausflügen und es reizte mich auch, allein, weg von zu Hause, auf eigenen Beinen zu stehen. Bereut habe ich es nie“, betont Toni Uhlisch. „Außerdem ist man als Hotelfachmann breit aufgestellt. Man hat viele unterschiedliche Bereiche in der Ausbildung kennengelernt, das hilft später ebenfalls.“

Fremdsprachen sind von Vorteil

Am wichtigsten in diesem Beruf ist seiner Erfahrung nach, dass man offen und freundlich auf Menschen zugeht, ruhig und selbstbewusst auftritt und gut kommunizieren kann. Sprachkenntnisse helfen dabei natürlich: So kann Toni Uhlisch Deutsch und Englisch und zusätzlich noch ein wenig Russisch. „Ob man für den Beruf geeignet ist, findet man am besten über Praktika heraus“, empfiehlt er.

Für seine nahe Zukunft könne er sich auch vorstellen, in der Gästebetreuung oder als Schichtleiter an der Rezeption zu arbeiten. „Momentan bin ich sehr zufrieden. Ich möchte jetzt erst mal eine Weile Erfahrung sammeln, später würde ich gerne auf einem Schiff arbeiten.“

abi>> 10.10.2018