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Schnittstelle für viele Akteure

Ein E-Auto wird mit Strom betankt. Foto: Nicole Schwab
Strom statt Sprit: Auch beim Thema Mobilität stößt die Energiebranche auf neue Herausforderungen.
Foto: Nicole Schwab

Wirtschaftsingenieurin im Bereich Energietechnik

Schnittstelle für viele Akteure

Erneuerbare Energien erfordern innovative Ideen, um den Strom sinnvoll zu verteilen. Lisa Hebenstreit (29) beschäftigt sich in diesem Zusammenhang bei E.ON SE in Essen mit dem Thema intelligente Stromnetze.

Intelligente Netze sind notwendig, um den Strom aus erneuerbaren Energien, der nicht gleichmäßig von Sonne, Wind und Wasser erzeugt wird, zuverlässig und nach Bedarf zu steuern – von der Erzeugung über die Verteilung bis zu Verbrauch und Speicherung. Für Lisa Hebenstreit bedeutet das: Sie muss viele an der Energieversorgung Beteiligte miteinander verknüpfen. „Ich bilde die Schnittstelle für unterschiedliche Abteilungen innerhalb des Konzerns und für Akteure außerhalb unseres Unternehmens, zum Beispiel Universitäten, Start-ups und weitere Partner.“ Gemeinsam sorgen sie dafür, dass der Strom aus erneuerbaren Energien dort ankommt, wo er zu einem bestimmten Zeitpunkt gebraucht wird.

Künstliche Intelligenz bei der Energieversorgung?

Ein Porträt-Foto von Lisa Hebenstreit

Lisa Hebenstreit

Foto: privat

Lisa Hebenstreit spricht zudem mit Verbänden und Vertretern der Politik über die Zukunft der Verteilnetze. „Ich bin öfters auf Dienstreisen, um mit Kollegen an anderen Standorten zusammenzuarbeiten“, erklärt die Wirtschaftsingenieurin. Das technische Verständnis für die Energieversorgung und die Energiewirtschaft, das sie sich im Studium angeeignet hat, ist für ihre tägliche Arbeit wichtig. „Das technische Verständnis brauche ich, um die Zusammenhänge zu verstehen und neue Lösungen für unsere Netze bewerten zu können“, erklärt die 29-Jährige. Auch für IT- und Digitalisierungsthemen muss sie offen sein. „Derzeit wird zum Beispiel diskutiert, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf die Energieversorgung haben wird und wie wir diese Technologie künftig nutzen können“, nennt sie ein Beispiel.

Für ihren Schwerpunkt elektrische Energietechnik entschied Lisa Hebenstreit sich bereits in ihrem Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Verschiedene Praktika bei Energieversorgern und das anschließende Masterstudium verstärkten ihren Wunsch, in der Energiewirtschaft zu arbeiten. Sie entschied sich für ein Traineeprogramm beim Energiekonzern E.ON und lernte dort verschiedene Abteilungen kennen, so auch ihren heutigen Aufgabenbereich: Energienetze Deutschland bei E.ON SE in Essen.

„Immer in Bewegung bleiben“

Bei ihrer Arbeit mit den unterschiedlichen Akteuren darf sie den Blick für das große Ganze nicht verlieren. „Man muss immer in Bewegung bleiben, denn ständig gibt es neue Themen, die für meinen Aufgabenbereich bedeutend werden. Das sind zum Beispiel neue Verbraucher wie Elektroautos und Wärmepumpen, Energiespeicher oder digitale Betriebsmittel für intelligente Netze.“

Sie beobachtet diese Entwicklungen und treibt neue Ideen voran. „Am besten finde ich an meiner Arbeit, dass es niemals langweilig wird – jeder Tag hält neue Aufgaben und Herausforderungen bereit“, sagt Lisa Hebenstreit, die gern eigenverantwortlich arbeitet. Hinzu kommt die Kommunikation mit den unterschiedlichsten Entscheidungsträgern. Hier lernt die Wirtschaftsingenieurin täglich etwas hinzu. „Das Studium ist eine gute und wichtige Grundlage – aber danach hat man noch lange nicht ausgelernt“, ist die Expertin für intelligente Stromnetze überzeugt.

abi>> 19.08.2019