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Software für den Warentransport

Mann programmiert am PC
Interesse an Mathematik und Technik sind für Berufe in der Informatik unabdingbar.
Foto: Oliver Killig

Mathematisch-technische Softwareentwicklerin

Software für den Warentransport

IT-Lösungen für die Logistik: Die Mathematisch-technische Softwareentwicklerin Janina Thönnessen arbeitet beim Aachener IT-Unternehmen Inform. Dort betreut die 23-Jährige Kunden aus der Industrie und dem Gesundheitswesen.

Schon während ihrer Ausbildung beim IT-Unternehmen Inform in Aachen arbeitete Janina Thönnessen hauptsächlich im Unternehmensbereich Industrielogistik und Healthcare Management. Nach ihrem Abschluss ging es nahtlos dort weiter. „Wir entwickeln Transportleitsysteme für Industrieunternehmen und Krankenhäuser“, erklärt die Softwareentwicklerin.

Einsam tüftelnde IT-Nerds? Diese Zeiten sind vorbei!

Ein Porträt-Foto von Janina Thönnessen

Janina Thönnessen

Foto: Melanie Fredel

Ihre Kollegen aus dem Marketing und der Beratung sprechen mit den Kunden über ihre Anforderungen an den Warentransport im Haus, und die Entwickler schätzen den Aufwand für die Softwareentwicklung ab. Steht das Projekt, geht es an die Umsetzung und in die Testphase. „Spannend finde ich vor allem den Zeitpunkt der Inbetriebnahme, wenn unsere Software tatsächlich zum Einsatz kommt“, sagt Janina Thönnessen. „Dann sieht man erst wirklich, ob unsere Entwicklungen auch in der Praxis funktionieren.“ In einem Fall durfte sie sogar schon vor Ort dabei sein, als die Software ihre Arbeit aufnahm.

Die meiste Zeit des Tages verbringt die Softwareentwicklerin am Computer. Die Größe des Teams, das an einem Projekt arbeitet, hängt vom jeweiligen Aufwand ab. Geht es zum Beispiel um Erweiterungen eines bestehenden Systems, etwa für einen weiteren Standort des Kunden, kann es sein, dass Janina Thönnessen die Arbeit allein erledigt. Handelt es sich um ein neues Projekt, bei dem von Grund auf ein neues Transportleitsystem eingeführt wird, ist Teamarbeit angesagt. Team- und Kommunikationsfähigkeit sind deshalb wichtige Qualifikationen für den Job als Softwareentwickler – die Zeiten, in denen IT-Nerds allein vor sich hintüftelten, sind vorbei. „Außerdem braucht man analytisches Denkvermögen und sollte sich für Mathematik und Technik interessieren“, rät Janina Thönnessen.

Duales Studium statt Schul-Informatik

In der Schule hat sie zwar das Fach Informatik abgewählt, aber für ihre Ausbildung entschied sich Janina Thönnessen dann doch für genau dieses Thema: Die heute 23-Jährige bewarb sich auf Anraten einer Freundin, die dort schon arbeitete, bei Inform in Aachen für ein duales Studium – und erhielt die Zusage. Drei Tage in der Woche widmete sie sich ihrer Ausbildung zur Mathematisch-technischen Softwareentwicklerin, zwei Tage dem Bachelor-Studium an der Fachhochschule Aachen, das aus Informatik- und Mathematikinhalten bestand. „Mir hat diese Mischung aus Theorie und Praxis gut gefallen“, begründet die Absolventin ihre Wahl eines dualen Studiums. Gut also, dass sie sich vor der Bewerbung bei einem Praktikum an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen doch noch für das Thema Informatik erwärmen konnte. Schulunterricht und praktische Arbeit liegen eben doch oft weit auseinander.

Seit sie vor zwei Jahren nun ihre Ausbildung abgeschlossen hat, haben sich ihre Aufgabenbereiche und die Verantwortung für eigene Teilprojekte schon erweitert. Möglich wäre in Zukunft auch ein Wechsel in die Beratung oder in die Qualitätssicherung. Derzeit ist die Mathematisch-technische Softwareentwicklerin aber noch sehr froh, sich um die abwechslungsreichen Kundenprojekte kümmern zu können.

abi>> 10.07.2018

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