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Dienst am Nächsten

Eine Frau unterhält sich mit einem Mädchen auf einem Sofa und zeigt ihr Broschüren und ein Buch
Im sozialen Bereich bieten Diakonien ein sehr umfangreiches und vielseitiges Beschäftigungsfeld.
Foto: Isabella Fischer

Diakonie Deutschland - Hintergrund

Dienst am Nächsten

Hinter der Diakonie verbirgt sich der soziale Dienst der evangelischen Kirchen. Getragen wird das Engagement von mehr als einer Million ehren- und hauptamtlich tätigen Menschen, die in breit gestreuten Berufsfeldern im Auftrag der Nächstenliebe handeln.

Jede Arbeit soll zuerst mit dem Herzen, dann mit den Händen oder mit der Zunge geschehen“ – so sprach einst der Wegbereiter der christlich-sozialen Bewegung Johann Hinrich Wichern und schuf damit die Leitlinie für die Tätigkeiten der Diakonie. Ganz egal, ob ältere Menschen, Obdachlose, Geflüchtete, körperlich und geistig Beeinträchtigte oder Hartz-IV-Empfänger: Circa zehn Millionen Menschen verschiedener Gruppen am Rande der Gesellschaft werden derzeit von der Diakonie betreut, beraten, gepflegt und medizinisch versorgt.

Bedingt durch ihre Größe und Struktur bietet die Diakonie, die in abgewandelter Form bereits seit dem Revolutionsjahr 1848 besteht, ein sehr umfangreiches und vielseitiges Beschäftigungsfeld. Neben der christlich motivierten Arbeit in den Kirchengemeinden arbeiten die derzeit rund 700.000 freiwilligen und über 525.000 hauptamtlich Beschäftigten beispielsweise in diakonischen Einrichtungen, wie Pflegeheimen, Krankenhäusern, Beratungsstellen oder Sozialstationen, in Gremien oder den verschiedenen Mitgliedsverbänden. Damit gehört die Diakonie zu den größten Arbeitgebern in Deutschland.

Mit seinem Angebot an Praktika, diversen (dualen) Ausbildungsplätzen innerhalb der eigenen Einrichtungen und Studiengängen an einer der evangelisch-diakonischen (Fach-)Hochschulen, wie der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie in Hamburg oder der Fachhochschule der Diakonie Bielefeld macht sich der soziale Dienst zudem auch in der Ausbildung von Fachkräften stark.

Sprachrohr für ungehörte Menschen

Die Diakonie Deutschland ist die Dachorganisation der Diakonie und bildet gemeinsam mit „Brot für die Welt“ das „Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung“. Mitglieder sind die 17 Landesverbände, 67 Fachverbände, die in unterschiedlichen Bereichen der sozialen Arbeit, des Gesundheitswesens und der Jugend- und Erziehungshilfe tätig sind, und die Diakonische Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen, unter deren Dach neun Frei- und altkonfessionelle Kirchen mit ihren diakonischen Einrichtungen zusammengeschlossen sind.

Mitgetragen wird die diakonische Arbeit des Wohlfahrtsverbandes von den rund 18.000 Gemeinden der Landes- und Freikirchen in Form von Kirchensteuerbeiträgen und Spendengeldern. Zudem ist die Finanzierung durch Staatsgelder auf Basis des Bundessozialhilfegesetzes gesichert.

„Diakonisches Handeln fragt nicht nur nach dem, was der Mensch braucht, sondern auch nach dem, was er will“, heißt es in den Statuten. Daher setzt sich die Diakonie Deutschland auch als Sprachrohr für ungehörte Menschen ein und benennt öffentlich die Ursachen von sozialer Not gegenüber Politik und Gesellschaft – und das auch über die Grenzen Deutschlands hinweg auf europäischer Ebene und bei ausländischen Organisationen.

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abi>> 30.01.2019

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